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Prignitz Beguinenwiese erhält ein neues Antlitz
Lokales Prignitz Beguinenwiese erhält ein neues Antlitz
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00:17 17.10.2016
Die Fläche vor der Rolandschule wird neu gestaltet. Quelle: Beeskow
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Perleberg

Das Gebiet zwischen den drei Backsteinschulgebäuden an und in der Nähe der Stepenitz gehört zu den schönsten Gegenden von Perleberg, insbesondere dort wo sich die beiden Stepenitzarme wieder vereinen nachdem sie die Altstadtinsel umflossen haben. Die an dieser Stelle gelegene Freifläche auf der Beguinenwiese vor der Perleberger Rolandschule soll komplett umgestaltet werden. Die Entwurfsplanung zur Gestaltung der Fläche fand am Donnerstag eine einhellige Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Lediglich Stefan Kunzemann (Grüne) enthielt sich. Er war es auch, der den einzigen umstrittenen Punkt des Vorhabens thematisierte: den Verkehr über die eigentlich nicht dafür ausgelegte Jungfernbrücke.

Die Planung selbst hingegen fand große Zustimmung. Die jetzt gefundene Planvariante wurde zum Beispiel in der Schule selbst mit Begeisterung aufgenommen, wie Schulleiterin Heike Rudolph in der Stadtverordnetenversammlung erklärte. Die Planung sieht vor, das an die Stepenitz und zwei Brücken angrenzende Gelände in vielerlei Hinsicht zu verändern. Im westlichen Teil sollen Parkmöglichkeiten entstehen. Dorthin wird auch die Wegeverbindung verlegt, die von der Jungfernbrücke kommend einen Bogen um die künftige Spiel- und Sportfläche beschreibt. Diese wird großzügig bemessen sein. Im Grunde werden so der bisherige Spiel- und Bolzplatz etwas nach Osten verschoben. Die daran angrenzende, mit Bäumen bestandene Freifläche bis zur Stepenitz soll mit einzelnen Elementen aufgewertet werden. Der Pfad zwischen Jungfern- und Ziegelhofbrücke, der bislang die direkte Verbindung zwischen den beiden etwa 50 Meter voneinander entfernten Brücken beschreibt, soll in Richtung Stepenitz verschwenkt werden.

Die Freifläche hat damit erstmals eine direkte und nicht durch einen Weg unterbrochene Verbindung zum Schulgelände – Gefahren durch Radfahrer, wie sie jetzt durchaus existieren, werden so beseitigt. „Wir freuen uns riesig, dass dies jetzt in Angriff genommen wird.“ Der Vorschlag, den Verkehr außen herum zu ziehen , sei gut.

Ein Problem sieht hier aber Stefan Kunzemann. Er befürchtet zusätzlichen Verkehr über die Jungfernbrücke, die eigentlich als Fußgänger- und Radfahrerverbindung ausgelegt ist, und hatte dazu einen ausführlichen Fragenkatalog eingereicht, auf den Liane Schulz von der Stadtverwaltung genauso ausführlich einging. Allerdings sieht die Stadt keine Möglichkeit, die Nutzung der Brücke weiter einzuschränken, etwa über einen versenkbaren Poller mit Chipkartenprinzip. Die Stadt erwartet auch kein höheres Verkehrsaufkommen. Allerdings konnte Rainer Pickert (CDU), der das Projekt an sich positiv sieht, Kunzemanns Einwände zum Teil nachvollziehen, da er aus eigener Erfahrung wusste, was bei Schulbeginn rund um die Brücke vor der Rolandschule los ist: „Der Begriff ’Anlieger’ ist hier weit gefasst – es kann im Grunde jeder über die Brücke fahren.“

Bürgermeisterin Annett Jura erklärte, dass es sich um ein Projekt im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs handele: „Wir brauchen einen Beschluss, um die Fördermittel beantragen zu können.“ Kunzemann bedauerte, dass jetzt Zeitdruck bestehe, denn aus seiner Sicht seien noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Dirk Rumpel (Linke) wollte wissen, ob sich die Situation auch im Nachhinein verändern lasse, sollten sich Kunzemanns Befürchtungen bewahrheiten. Doch davon geht Jura nicht aus: „Wir erwarten keine Zunahme des Verkehrs.“ Kunzemanns Kommentar: „Es ist der Ist-Zustand, der nicht hinnehmbar ist, und diesen wollen wir beibehalten.“ Da er aber auch das Projekt an sich gut findet, enthielt er sich der Stimme, alle anderen Stadtverordneten stimmten zu.

Von Bernd Atzenroth

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