Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Bekämpfung verteuert sich

Haare des Eichenprozessionsspinners sind gefährlich Bekämpfung verteuert sich

Im Landkreis Prignitz wird momentan die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im kommenden Jahr vorbereitet. Im Mai war erstmals aus der Luft gesprüht worden. Im kommenden Jahr wird dies nach Auskunft des Groß Pankower Ordnungsamtsleiters Karsten Lehmannnoch noch großflächiger nötig sein - und teurer werden.

Voriger Artikel
Fassadenabbruch wird geprüft
Nächster Artikel
"Alles geht viel langsamer"

Warnung  vor dem Spinnerbefall.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Gross Pankow. Im Landkreis Prignitz wird momentan die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im kommenden Jahr vorbereitet. Anfang Mai 2013 wurde der Schädling erstmals großflächig aus der Luft besprüht, laut Landwirtschaftsministerium "mit großem Erfolg". Allerdings müssen die Maßnahmen auch künftig fortgesetzt werden, und das offenbar noch umfangreicher als bisher. Der Groß Pankower Ordnungsamtsleiter Karsten Lehmann ging kürzlich von der vier- bis fünffachen Fläche im Gemeindebereich aus. An dieser Einschätzung hält Lehmann weiterhin fest. "Wir haben jetzt alle uns bekannten Eichen erfasst, auch private Bäume", sagt der Ordnungsamtsleiter.

In den vergangenen Wochen waren die Anwohner der Gemeinde Groß Pankow aufgerufen, vom Eichenprozessionsspinner befallene Bäume zu melden. Diese Erkenntnisse, gepaart mit den befallenen Eichen der Gemeinde bilden nun die vorläufige Grundlage für die Maßnahmen zur Bekämpfung im Frühjahr. Diese wird von der Prignitzer Kreisverwaltung gesteuert. Am kommenden Dienstag gibt es dazu eine Beratungsrunde mit allen Kommunen in Perleberg. "Ziel dabei sollte ein einheitlicher Weg bei der Bekämpfung sein - alle Kommunen müssen sich einig sein", hofft Karsten Lehmann.

Neben der Ermittlung der zu befliegenden Flächen muss auch die Finanzierung geklärt werden. Die wird nicht billig: Groß Pankow gab in diesem Jahr rund 6000 Euro für die Schädlingsbekämpfung auf etwa 20Hektar aus. Private Baumbesitzer zahlten 15 Euro pro Eiche, Lehmann rechnet mit einer Preissteigerung von bis zu zehn Euro pro Baum.

Die gesundheitliche Bedrohung für den Menschen durch den Eichenprozessionsspinner ist auch aktuell vorhanden. "Auch wenn die Raupen ihr kurzes Leben für dieses Jahr beendet haben, sind ihre giftigen Brennhaare nicht verschwunden", warnt der Landkreis in einer Mitteilung. Da die Haare des Spinners ihre gefährdende Wirkung oft erst nach Jahren verlieren, sollten bei Arbeiten mit Laub Schutzkleidung sowie Handschuhe getragen werden, auch Spaziergänger sollten sich durch langärmlige Kleidung schützen.

Von Jean Dibbert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg