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Beliebtes Ausflugsziel fällt Flammen zum Opfer

Brand in der Gemeinde Groß Pankow Beliebtes Ausflugsziel fällt Flammen zum Opfer

Die „Radler-Oase“ in Klein Langerwisch bei Helle (Gemeinde Groß Pankow) ist Dienstagnachmittag abgebrannt. Die beiden Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen. Zur Brandursache konnte die Feuerwehr am Einsatzort noch nichts sagen, weil die Löscharbeiten andauerten und die Kameraden das zusammenfallende Gebäude nicht betreten konnten.

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Vom Dachstuhl ist gegen 15 Uhr kaum noch etwas übrig, innen lodern noch die Flammen. Betreten werden kann das Haus nicht.

Klein Langerwisch. Die „Radler-Oase“ in Klein Langerwisch an der Straße zwischen Helle und Neudorf (Gemeinde Groß Pankow) ist Dienstagnachmittag abgebrannt. Die beiden Bewohner Lilo Fortmann und Manfred Lukrafka konnten das Haus unverletzt verlassen, erfuhr die MAZ vom Feuerwehreinsatzleiter Volker Lehmann. Die Rentner werden durch die Gemeinde in einem anderen Quartier untergebracht, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister und Pritzwalker Stadtbrandmeister.

In dem großen Fachwerkgebäude befanden sich neben der Wohnung der Eigentümer eine Pension und ein kleines Café – in der Region als beliebtes Ausflugsziel „Radler-Oase“ bekannt.

Erst 2007 eröffnet

Die Pension „Radler-Oase“ hatten Lilo Fortmann und ihr Lebensgefährte Manfred Lukrafka auf dem idyllisch einzeln gelegenen Grundstück in Klein Langerwisch erst im Jahre 2007 eröffnet. Sie waren da schon im Ruhestand.

Das Café betrieben die Ruheständler seit dem Sommer 2008 in dem modernisierten Fachwerkgebäude. Als Wochenenddomizil hatte Lilo Fortmann das Haus bereits seit 1982 genutzt.

Das Feuer richtete einen Totalschaden an. Zur Brandursache konnte Volker Lehmann am Einsatzort noch nichts sagen, weil die Löscharbeiten andauerten und die Feuerwehrleute das Gebäude nicht betreten konnten.

Das Ausmaß des Brandschadens wird am eingestürzten Giebel besonders deutlich

Das Ausmaß des Brandschadens wird am eingestürzten Giebel besonders deutlich.

Quelle: Ulrich Fischer

Wie zu erfahren war, wurde der Feueralarm um 13.35 Uhr ausgelöst. Kurz nach der Alarmierung waren insgesamt 25 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Kuhbier, Wolfshagen und Pritz-walk mit ihrer Löschtechnik am Brandort. Der starke Wind hatte die schnelle Ausbreitung des Feuers in dem langen Gebäude begünstigt. Die Kameraden löschten mit mehreren Spritzen und konnten ein Übergreifen der Flammen auf Nebengebäude verhindern. Über mehrere hundert Meter Entfernung war eine Versorgung mit Löschwasser aus der Dömnitz aufgebaut worden. Zwei Tragkraftspritzen liefen im Dauereinsatz.

Die Pritzwalker Feuerwehr war zur Unterstützung der Kameraden aus der Gemeinde Groß Pankow angefordert worden, „musste aber nicht groß eingreifen und konnte bald wieder abrücken“, sagte Volker Lehmann. Wie der Groß Pankower Gemeindebrandmeister Axel Gruschka informierte, werden zum Nachlöschen und zur Brandkontrolle die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Groß Langerwisch eingesetzt. Denn immer wieder flammten im Dachgebälk Glutnester auf, die mit dem Wasserstrahl zu bekämpfen waren.

Das Löschwasser wurde aus der mehrere hundert Meter entfernten Dömnitz mit Tragkraftspritzen zum Brandort gepumpt

Das Löschwasser wurde aus der mehrere hundert Meter entfernten Dömnitz mit Tragkraftspritzen zum Brandort gepumpt.

Quelle: Ulrich Fischer

Vor Ort waren neben Polizeibeamten auch Sanitäter des Rettungsdienstes des Landkreises aus Pritzwalk. Sie sicherten den Einsatz der Feuerwehrleute ab – in der Hoffnung, dass sie selbst nicht aktiv werden müssen.

Die fast 70-jährige Lilo Fortmann und ihr fünf Jahre älterer Lebensgefährte Manfred Lukrafka hatten die Pension „Radler-Oase“ im Jahre 2007 in dem früheren Verwaltungsgebäude des Gutes Laaske eröffnet. Ein Jahr später folgte das Café, das für seinen hausgebackenen Kuchen gerühmt und nicht nur gern von Radlern und Reitern, sondern auch motorisierten Familien und Seniorengruppen angesteuert wurde.

Von Ulrich Fischer

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