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Prignitz Benefiz-Turnier für Sophie Kukuk
Lokales Prignitz Benefiz-Turnier für Sophie Kukuk
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00:17 30.11.2016
„Phienis Allstars“ und die aktuellen Pritzwalker Spielerinnen. Caro Exner hält eines der Trikots, das nun Sophie Kukuk bekommen soll. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Just hatten „Phieni’s Allstars“ ihr Gruppenspiel gegen die Frauen von Rot-Weiß Gülitz ihr Gruppenspiel mit 2:0 gewonnen, da freute sich Caro Exner: „Wir haben zum Teil jahrelang nicht mehr gespielt, aber wir können es doch noch.“ Phieni ist der Spitzname von Sophie Kukuk. Die Spielerinnen des Teams wie eben Caro Exner hatten früher in der FHV-Frauenfußballmannschaft mit der an der seltenen Blutkrankheit PNH erkrankten 23-Jährigen zusammengespielt und hatten sich für ein Benefizturnier zugunsten der Aktion „Sophie will leben“ wieder zusammengefunden, mit der schon seit Monaten viele Pritzwalker ihre Solidarität mit der jungen Frau aus dem Ortsteil Schönhagen bekunden. Das Turnier mit acht jungen Frauenfußballmannschaften bot am Samstag in Pritzwalk guten Sport mit viel Teamspirit. Werner Schulze war begeistert: „Das ist Spannung bis zur letzten Minute“, sagte der Sprecher in der Quandthalle.

Dieses Transparent in der Halle sagte mehr als alles andere, worum es an diesem Samstag ging Quelle: Bernd Atzenroth

In der Tat war fast jedes der zwölf Minuten dauernden Spiele bis zum Schluss offen, so auch das Finale zwischen dem SSV Einheit Perleberg und dem MSV Neuruppin, dass die Perleberger ganz knapp mit 1:0 für sich entschieden. Bereits zu Beginn hatten sie einen großen Auftritt, denn in Perleberg waren 300 Euro für die Hilfsaktion gesammelt worden, die zu Beginn des Turniers übergeben wurden Gespielt wurde zunächst in zwei Staffeln zu je vier Mannschaften. Danach folgten dann die Platzierungsspiele. Die Gastgeber von Einheit Pritzwalk belegten dabei einen guten dritten Platz und setzten sich dafür gegen Aufbau Stepenitz durch. Fünfter wurde das Team von PSV Röbel/Müritz vor den „Phieni’s Allstars“, gefolgt vom Zernitzer SV und Rot-Weiß Gülitz.

Kampf bis zur letzten Minute, hier zwischen Stepenitz und Pritzwalk, prägte das Turnier. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Familie Kukuk war nicht bei der Veranstaltung dabei. Kein Wunder: Sophie befindet sich nach wie vor unter Quarantäne in einem Kieler Krankenhaus. Noch immer läuft die Behandlung mit Pferdeserum. Das war nicht leicht, denn Sophie hatte auch mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Doch mittlerweile scheint die Behandlung zumindest zum Teil anzuschlagen, allerdings noch nicht in dem Umfang, der es Sophie ermöglichen würde, wieder außerhalb der Quarantäne zu leben. Caro Exner hat regelmäßig Kontakt zu ihr. Die beiden jungen Frauen kennen sich seit ihrem sechsten Lebensjahr, auch Caro Exner ist in Schönhagen aufgewachsen.

Jasmin Müncheberg gewann ein Trikot von Birgit Prinz Quelle: Bernd Atzenroth

Definitiv freut sich Sophie Kukuk, die schwer erkrankte 23-Jährige unglaublich über die Welle der Hilfsbereitschaft in ihrer Heimat, wie Caro Exner weiß. Jüngst hatte sie dies auch in einer Facebook-Botschaft kundgetan. Nach der großen Typisierungsaktion am 8. Oktober war es zunächst etwas ruhiger geworden. Doch haben viele das Bedürfnis, die Hilfe und Unterstützung nicht abebben zu lassen. Darum auch dieses Turnier: Freundinnen wie Caro Exner, die zusammen mit Sophie dereinst in Pritzwalk Fußball gespielt haben, und ihr Lieblingstrainer Bernd Hartfuß haben die Veranstaltung auf die Beine gestellt und sofort wieder viel Unterstützung erfahren. Teams aus der ganzen Region sagten zu, und die Zahl der Sponsoren für die Tombola war riesig. Ein besonderer Hit war natürlich ein signiertes Trikot der deutschen Fußball-Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, das letztlich Jasmin Müncheberg gewann. Auch ein weiteres Trikot von Fußball-Weltmeister Jerome Boateng stand zur Verlosung – allerdings war es noch nicht rechtzeitig angekommen und muss später übergeben werden. Tombola und Spendensammlung verstehen die Organisatoren laut Caro Exner auch als „Dankeschön an die DKMS“. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei war nämlich maßgeblich an den Hilfsaktionen beteiligt, bei der die Zahl der registrierten potenziellen Knochenmarkspender allein in Pritzwalk verdreifacht werden konnte.

Ein Abschlussergebnis der Aktion stand am Wochenende noch nicht fest.

Caro Exner (l.) überreichte Isabel Kappler von Einheit Perleberg die Siegerurkunde. Quelle: Bernd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

Einen kleinen Trödelmarkt sowie zwei Ausstellungen konnte besuchen, wer am Sonnabend in den Pritzwalker Bahnhof kam. Der öffnete mal wieder seine Pforten. Die Resonanz war wie immer gut, wenngleich die Parallelveranstaltunge an diesem Tag dem Bahnhof ein paar Besucher abspenstig machten.

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