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Prignitz Berater für Bauvorhaben an Kirchen
Lokales Prignitz Berater für Bauvorhaben an Kirchen
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17:13 12.10.2017
Heiko Jaap ist erst seit wenigen Monaten im Amt, hat aber schon jede Menge zu tun. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Es ist ein Amt, das es so zuvor noch nie im Kirchenkreis Prignitz gab: Seit dem 1. Juli ist Heiko Jaap erster Baubeauftragter überhaupt. „Zuvor gab es in dieser Funktion Ehrenamtler, Honorarkräfte oder Pfarrer“, sagt Heiko Jaap. Grund für die Neubesetzung ist die mehrmalige Fusion der Kirchenkreise. „Die Gebiete wurden immer größer, der Aufwand stieg, man kam an seine Grenzen“, informiert der Baubeauftragte. Hinzu kommt, dass niemand fachlich für dieses Amt ausgebildet war. Deshalb musste eine Lösung gefunden werden. Es wurde eine Zukunftswerkstatt gebildet. In ihr wurde besprochen, wie man den Kirchenkreis fit für die Zukunft machen könne. Darin fielen auch die Bauaufgaben. „Alle Kirchenkreise arbeiteten dahingehend unterschiedlich, nun soll eine Einheitlichkeit geschaffen werden“, ergänzt Heiko Jaap.

Individuelle Arbeiten mit Fingerspitzengefühl

Die Anforderungen sind groß. Es handelt sich schließlich um historische Bauten mit einem beträchtlichen Alter. „Es handelt sich um sehr interessante und alte Gebäude, es ist alles individuell. Hier wird noch Handwerkskunst benötigt“, sagt der neue Beauftragte weiter. Doch er selbst steht nur in beratender Form den Gemeinden zur Verfügung. „Die einzelnen Kirchengemeinden arbeiten autonom, ich bin da, um zu beraten“, so Heiko Jaap. Denkmalschutz, Fördergeld, Sanierungen – das bedeudet, dass viele Anträge gestellt, Planungen in Auftrag gegeben und Wissen weitergegeben werden müssen. Um das besser koordinieren zu können, gibt es nun das Amt von Heiko Jaap als Baubeauftragtem. „Ich sage nicht ja oder nein. Ich vermittle, gebe Hinweise und schaue, wo was zu machen ist. Schließlich haben die Kirchen einen viel höheren Aufwand in der Instandsetzung und die Anforderungen sind wesentlich höher“, sagt Heiko Jaap.

Viele Bauvorhaben und Projekte

Gleich in den ersten Monaten gab es schon jede Menge zu tun: „In Bad Wilsnack und Pritzwalk laufen gerade unsere größten Bauvorhaben. Doch auch in den kleinen Dörfern, wie Lindenberg, Rosenhagen, Mansfeld und Barrenthin, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sind Ausbesserungsarbeiten unabkömmlich“, informiert Heiko Jaap. Nicht immer sind es die großen Projekte, es sind die kleinen Sachen, die zum Aufrechterhalten des kostbaren Gutes beitragen.

Die Bauarbeiten an der Nikolaikirche in Pritzwalk. Quelle: Bernd Atzenroth

Noch immer kümmern sich eine Vielzahl an Gemeindemitglieder, um ihre Kirchen. „Es wird nach Schäden geschaut und danach, wo etwas ausgebessert werden kann. Sie fühlen dafür verantwortlich“, sagt Heiko Jaap. Und genau das findet er gut: „Gerade in der letzten Woche bekamen wir nach dem Sturm viele Meldungen von Schäden. Doch das ist ein Zeichen, das vor Ort aufgepasst wird. Das ist auch ein Grund dafür, dass alle Kirchen auch ohne einen Baubeauftragten über einen langen Zeitraum in einem ordentlichen Zustand sind“, so der Beauftragte. Jetzt sorgt Heiko Jaap dafür, dass das so bleibt. Er selbst hat jahrelang als Ingenieur in der Planung gearbeitet und freut sich nun, sein Wissen weitergeben zu können.

Von Marcus J. Pfeiffer

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