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Berge ist Sieger im Dorfwettbewerb

Perleberg Berge ist Sieger im Dorfwettbewerb

Berge hat laut Wettbewerbsjury die besten Zukunftsaussichten im Landkreis. Der 476-Einwohner-Ort im Amt Putlitz-Berge überzeugte die Jury und gewann den Kreiswettbewerb von „Unser Dorf hat Zukunft“. Fünf Dörfer hatten teilgenommen.

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Stolze Preisträger: Die Vertreter (v.l.) von Sükow, Quitzöbel, Wutike, Bälow und Berge mit Kerstin Meyer (l.) und Landrat Torsten Uhe

Quelle: Andreas König

Perleberg. Berge hat laut Wettbewerbsjury die besten Zukunftsaussichten. Der 476-Einwohner-Ort im Amt Putlitz-Berge überzeugte die Jury mit den meisten Punkten: 83 von 100 möglichen. Zweitplatzierter wurde Bälow (Amt Bad Wilsnack/Weisen) mit 78 Punkten, und Wutike (Gemeinde Gumtow) errang den dritten Platz mit 74 Punkten. Doch auch die anderen beiden Orte, die sich dem Urteil der Jury gestellt hatten, gingen nicht leer aus. Sükow (Stadt Perleberg) und Quitzöbel (Bad Wilsnack/Weisen) wurden mit Sonderpreisen bedacht.

„Mit der regen Teilnahme unserer Dörfer auch am 10. Kreiswettbewerb kann man sagen, die Prignitz hat Zukunft“, sagte Landrat Torsten Uhe. In Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel hätten sich trotz der Größe dieser Landkreise nur je zwei Dörfer beteiligt.

Bewertet wurden fünf Themenfelder, wobei das Engagement der Bürger und die Eigeninitiative in den jeweiligen Orten sehr stark gewürdigt wurden. „Alle Wettbewerbsteilnehmer haben uns begeistert“, sagte die Juryvorsitzende Kerstin Meyer vom Sachbereich Landwirtschaft.

Herausforderungen der Zukunft

Typisch für die teilnehmenden Orte sind ein reges Vereinsleben mit einer starken Feuerwehr und einem guten Zusammenhalt von alt und jung. Doch die Juroren sahen nicht nur auf das Vorhandene, sondern wollten von den Verantwortlichen wissen, wie sie die Herausforderungen der Zukunft meistern wollen. Strategisches Denken war also ebenso gefragt wie Traditions- und Brauchtumspflege, Denkmalschutz, Einbettung des Ortes in die Landschaft, das Sichern von Arbeitsplätzen und vieles mehr. „Selbst in den kleinsten Orten haben wir 16, 17 Unternehmen gefunden, die für Arbeitsplätze sorgen und dem Dorf Halt geben“, lobte Kerstin Meyer.

Auch die Verkehrsanbindung soll – im Rahmen des Möglichen – stimmen, es soll etwas für Jugendliche, Senioren und Neubürger getan werden. Nicht zuletzt bewerten die Preisrichter das äußere Erscheinungsbild der Dörfer. Vor allem letzterer Aspekt erinnert an den bereits zu DDR-Zeiten existierenden Wettbewerb „Schöner unsere Städte und Gemeinden – Mach mit“.

Apropos Tradition: Die Prignitz beteiliget sich in mal mehr und mal weniger regelmäßigen Abständen auch erfolgreich am Landes- und Bundeswettbewerb. So errang Lanz (Lenzen-Elbtalaue) im Jahr 2000 den 2. Platz beim Bundeswettbewerb und Bendelin (Plattenburg) holte 2006 den 3. Platz.

Eine Wettbewerbsgruppe gebildet

So weit sind die Berger mit ihrer stellvertretenden Bürgermeisterin Susanne Scherfke-Weber noch nicht, aber die Freude war schon über den Kreissieg riesengroß. „Bei uns haben sich ganz viele Dorfbewohner für den Wettbewerb eingesetzt“, sagte Susanne Scherfke-Weber. Der ohnehin aktive Dorf- und Kulturverein habe eigens eine Wettbewerbsgruppe gebildet, um die Vorzüge von Berge gegenüber den Juroren ins rechte Licht zu rücken.

Wie genau die 1000 Euro Preisgeld verwendet werden sollen, darüber muss noch beraten werden. „Zu tun gibt es einiges“, sagte Susanne Scherfke-Weber. So müsste der Schulhof erneuert werden, und auch einen Jugendklub wünschen sich die jüngeren Einwohner von Herzen.

Für die Zweit- und Drittplatzierten gab es je 500 Euro, die Gewinner der Sonderpreise fuhren mit jeweils 250 Euro nach Hause, wo sie bereits mit Spannung erwartet wurden.

Von Andreas König

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