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Prignitz Berge lud zum Markt in den Alten Pferdestall
Lokales Prignitz Berge lud zum Markt in den Alten Pferdestall
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00:25 25.11.2015
Lebkuchenhäuser bastelten die Kinder gerne. Quelle: Claudia Bihler
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Berge

Überall auf dem Gelände loderten Schwedenfeuer, an Feuerschalen konnten sich die Besucher aufwärmen. Und neben dem Geruch des brennenden Holzes lag der erste Duft des Advents über der Szene: Das Dorf Berge lud zum ersten Adventsmarkt des Jahres 2015 ein: Neben einigen kleineren Veranstaltungen etwa in Klein Linde, in Frehne und in Pritzwalk war es wohl die größte Veranstaltung ihrer Art im Landkreis Prignitz. Und offenbar war dieser eigentlich voradventliche Markt genau das, worauf die Prignitzer gewartet hatten: Der Markt war nicht nur wunderschön gestaltet, sondern vor allem auch hervorragend besucht. In der Straße vor dem Alten Pferdestall gab es nur mit viel Glück noch einen Parkplatz.

Einen besseren Veranstaltungsort als den Alten Pferdestall hätten die Veranstalter wohl auch kaum wählen können. Das rustikale Ambiente sorgte nicht nur für Stimmung, sondern bot den zahlreichen Händlern, die aus der nahen und weiten Region nach Berge gekommen waren, auch das richtige Ambiente für ihre Angebote.

Wer Weihnachtsdekorationen suchte, das eine oder andere kleine Geschenk erwerben oder einfach nur bummeln und eine Kleinigkeit essen wollte, wurde am Samstag in Berge auf alle Fälle fündig. Vor allem Handwerkliches wurde geboten: Selbstgenähte Mützen und Schals waren ebenso im Angebot wie handgenähter Weihnachtsschmuck für den Tannenbaum oder Weihnachtsmännern aus Keramik.

Aus heimischer Produktion stammten zudem die Schwippbögen. Aufwändig gestaltet mit vielen Details werden sie in Frehne hergestellt. Die Weihnachtspyramiden, die Familie Weimüller zwar ebenfalls herstellt, wurden jedoch in Frehne ausgestellt: Sie sind zu empfindlich für einen Transport.

Traditionelle Wollspinnerei. Quelle: Claudia Bihler

Handgegossene Seifen gab es zudem: Ob jemand nun Wert darauf legt, dass die Seife bei Vollmond hergestellt wurde oder nicht, mag jeder selbst entscheiden: Die runden Seifenstücke dufteten jedenfalls sehr intensiv nach Rosen oder Kräutern. Ungewöhnlich war zudem das Angebot an Ziegenmilchseifen, Rasier- und Duschseifen. Ähnliches gilt auch für einen Mineralienstand: Wer wollte, konnte einfach zwischen den Kristallen von Halbedelsteinen und Schmuckstücken stöbern oder aber auch seine eigenen Edel- und Halbedelstein-Schmuckstücke energetisch ent- und wieder aufladen. Schwere Feuerschalen aus Metall gab es ebenso zu kaufen wie kleine Schalen, die als Fackel dienen konnten.

Frisch geräucherte Wurst, Glühwein, Quarkbällchen, ein Fischstand und eine Grillstation: Auch fürs Essen waren in Berge gesorgt, ebenso wie für ein Programm. Wer dabei sitzen wollte, für den wurde es im Stallgebäude dann richtig kuschlig: Angesichts von ­Hunderten von Besuchern wurde der Platz auf den Bänken mitunter knapp.

Vor allem die Kinder waren gut betreut. Nach einem Auftritt des Clown-Duos Tacki und Noisly gab es allerhand Bastelmöglichkeiten.

Vor der Tür stand wegen ihres doch recht großen Platzebedarfs eine Seilwerkstatt, bei der jeder einmal erleben konnte, wie die Seile handwerklich hergestellt werden. Für viel Atmosphäre sorgte auch die Wollspinnerei.

Moritz aus Pritzwalk beim Kerzenziehen. Quelle: Claudia Bihler

Zum Kerzenziehen mit echtem Bienenwachs waren die Kinder ebenfalls eingeladen: Moritz aus Pritzwalk nutzte dieses Angebot gerne und stellte mit viel Geduld seine erste Weihnachtskerze her.

Gerne genutzt wurden zwei weitere Bastelstationen: Konnten die Kinder an der einen große Gipsfiguren bemalen, so freuten sie sich vor allem auch über die Lebkuchenhaus-Bastelstation. Dort durften vorbereitete Lebkuchen mit Geduld und Fantasie in weihnachtliche Leckereien verwandelt werden.

Dass der Adventsmarkt in Berge nun in den Alten Pferdestall umgezogen ist, hat sich bewährt: Zusammen mit dem umfangreichen und außergewöhnlichen Angebot dürfte sich die Berger Veranstaltung in den kommenden Jahren auch weiter zu einem der wichtigsten Adventsmärkte in der ganzen Region entwickeln.

Von Claudia Bihler

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