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Prignitz Bergung auf der Elbe
Lokales Prignitz Bergung auf der Elbe
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00:39 08.11.2017
Erstmals hat man die Plattform mit dem Gerüstaufbau zu Wasser gelassen. Quelle: Sebastian Kopp
Cumlosen

Es ist ein Szenario, wie es tagtäglich zur Realität werden kann: Ein Gegenstand versinkt im Wasser und muss nun durch Einsatzkräfte geborgen werden. „Es ist wichtig, den Umgang am, auf und im Wasser für den Ernstfall zu beherrschen und regelmäßig zu üben“, sagt Zugführer Sven Roggemann vom THW Ortsverband Wittenberge. Schließlich sei es an der Elbe keine Seltenheit, dass es zu derartigen Zwischenfällen komme, etwa auch bei Hochwasser. Aus diesem Anlass führte das Technische Hilfswerk am Samstag zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg zu dieser Thematik einen Ausbildungstag in Cumlosen durch und übte das Bergen mittels eines Gerüstes auf einer Plattform.

Zu einer besonderen Übung trafen sich am Sonnabend die Mitstreiter des Technisches Hilfswerks aus Wittenberge und die Mitglieder der Freiweilligen Feuerwehr Perleberg in Cumlosen. Sie bauten an der Elbe ein schwimmendes Geüst zur Bergung von Gegenständen.

„Wir freuen uns sehr mit dabei sein zu dürfen und auch aktiv mitzumachen und nicht nur zuzuschauen“, so Christoph Böhrnsen, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Perleberg. Schon über viele Jahre besteht zwischen dem THW in Wittenberge und der Feuerwehr eine innige Freundschaft und Zusammenarbeit. In diesem Jahr fand bereits zum 23. Mal das Jugendlager auf dem Gelände des Technischen Hilfswerkes in Cumlosen statt, wo auch immer die Perleberger Feuerwehr mit vertreten ist. Die Idee zu einem gemeinsamen Ausbildungstag zum Thema „Wasser“ entstand beim vorletzten Jugendlager im Jahr 2016. „Dort ist uns durch gewaltige Wassermassen ein Boot abgesoffen, das wir damals zusammen bargen“, informiert der einstige Lagerleiter Ralf Arnoldt.

Gegenstand in zwei bis drei Metern Tiefe

Um auftretenden Gefahren angemessen begegnen zu können, bündelt das Technische Hilfswerk Personal und Spezialtechnik in unterschiedliche Einheiten und Fachgruppen, darunter auch die Gefahrengruppe „Wasser“, weiß Sven Roggemann. Am Samstag wurde ein Gegenstand in zwei bis drei Metern Tiefe gesucht, das in etwa ein Kubikmeter groß sei. Direkt nach der Einsatzmeldung durch Ausbildungsleiter Enrico Bünger legten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW los. Jegliche benötigte Einsatzmittel wurden verladen und ans Wasser gebracht und zur Gesamtkonstruktion im Team zusammengebaut.

Gemeinsam soll so die Technik seitens der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes kennengelernt werden. „Die letzten Ereignisse zeigen, dass eine derartige Zusammenarbeit und ein Wissensaustausch wichtig ist. Irgendwie sind wir alle Nachbarn und haben die gleichen Ziele“, meint Sven Roggemann. Schon vor über 15 Jahren fanden regelmäßig gemeinsame Ausbildungen am Wochenende statt. „Diese Tradition soll nun wieder aufleben und regelmäßig stattfinden“, berichtet David Ross, stellvertretender Ortswehrführer der Ortsfeuerwehr Perleberg. Geplant ist es, sich zweimal im Jahr gemeinsam zu einem Thema zusammenzufinden und mit Mannschaft und Gerät beiderseits für den Ernstfall zu üben. „Sei es bei einem Schnupperkurs in Sachen Atemschutz oder sonstigen Themen in der technischen Hilfeleistung“, heißt es von Davis Ross weiter. So lernen die Mitglieder des THW und die Feuerwehrleute voneinander, können sich austauschen und gemeinsam weiterbilden.

30 THW-Mitglieder kommen zur Ausbildung

Doch der Aufbau der schwimmenden Plattform, einem sogenannten Jetfloat, mit dem Gerüstaufbau zum Bergen von Gegenständen im Wasser war auch für die Mitglieder des Technische Hilfswerkes am Samstag eine kleine Premiere. „Bisher haben wir den Aufbau nur trocken an Land geübt. Heute wurde die Konstruktion zum ersten Mal zu Wasser gelassen“, sagt Sven Roggemann. Jeden zweiten Samstag treffen sich die 30 Mitglieder des THW zum Ausbildungsdienst. „Jeder, der das 18. Lebensjahr erreicht hat, kann mitmachen und vorbeikommen“, so der Zugführer. Nach einer zu absolvierenden Grundausbildung können letztendlich Einsätze mitgefahren werden. In der Jugendabteilung ist ein Einstieg schon ab sechs Jahren möglich.

Von Marcus J. Pfeiffer

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