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Beste Arbeitslosenquote seit 1990

Pritzwalk Beste Arbeitslosenquote seit 1990

Die Arbeitslosenquote in der Prignitz liegt erstmals seit 1990 unter der Marke von 8 Prozent. Nach den aktuellen Angaben der Agentur für Arbeit in Neuruppin sind derzeit 3181 Männer und Frauen in dem nordwestlichsten Landkreis Brandenburgs ohne Job. Problematisch sei die Lage dagegen für Nichtausgebildete.

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Quelle: dpa

Neuruppin/Pritzwalk. Die Arbeitslosenquote in der Prignitz ist erstmals seit 1990 unter die 8-Prozent-Marke gesunken. Nach den am Donnerstag von Neuruppins Arbeitsamtschefin Cornelie Schlegel vorgestellten Daten waren im Oktober 3181 Frauen und Männer als erwerbslos gemeldet. Das sind 814 weniger als vor einem Jahr und 101 weniger als im September. Die Quote sank damit auf 7,9 Prozent.

Trotz dieser „exzellenten Entwicklung“, die Schlegel der Prignitz bescheinigte, schlug die Behördenchefin Alarm. Denn nirgendwo anders in Brandenburg ist die Gefahr größer, arbeitslos zu werden, wenn man über keine abgeschlossene Ausbildung verfügt, wie im Nordwesten der Mark. In der Prignitz hat fast jeder zweite Arbeitslose keine Ausbildung (47,7 Prozent), im Landesdurchschnitt liegt die Zahl bei 32,5 Prozent, im Bundesdurchschnitt sogar nur bei glatt 20 Prozent. Schlegel betonte deshalb am Donnerstag mehrfach, dass sich Ausbildung lohne. Denn wer eine Lehre abgeschlossen habe, sei weitaus weniger von Arbeitslosigkeit bedroht.

Ausbildung zahlt sich aus

Demnach werden zwei Drittel der Lehrlinge in der Mark gleich von ihrer Ausbildungsfirma übernommen. „Auch das ist ein Hinweis, dass sich Ausbildung lohnt“, so Schlegel. Sie bedauerte, dass es dennoch immer wieder junge Menschen nach der Schule sofort zu einer Arbeit ziehe, um gleich Geld zu verdienen anstatt erst eine Lehre aufzunehmen. Das sei zu kurz gegriffen, sagte Schlegel und verwies auf eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Demnach ist Bildung viel wert. So verdienen Fachkräfte, für deren Tätigkeiten eine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich ist, im Verlauf ihres Erwerbslebens im Schnitt 329 000 Euro mehr als Helfer, deren Tätigkeit ohne abgeschlossene Ausbildung ausgeübt werden kann. Auch deshalb bietet das Arbeitsamt verstärkt Hilfe für Fortbildungen und Qualifizierungen an. „Sieben von zehn haben danach einen Job“, so Schlegel. Vorbildlich sei in der Prignitz indes die Integration von geflüchteten Menschen auf dem Arbeitsmarkt, lobte die Expertin.

Von Andreas Vogel

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