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Prignitz Besuch aus Österreich am Königsgrab
Lokales Prignitz Besuch aus Österreich am Königsgrab
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00:19 14.06.2018
Grabungsleiter Jens May erklärt in einem Vortrag den aktuellen Stand zu der Erforschung des Königsgrabes in Seddin. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Seddin

Archäologie und Tourismus sollen am Königsgrab von Seddin vereint werden. „Seit unserem Projektabschluss im Herbst 2017 sind wir für Universitäten ein interessanter Punkt geworden“, sagt Jens May Referatsleiter für Praktische Archäologie des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.

In der vergangenen Woche bekam das Königsgrab Besuch von 35 Teilnehmern einer Exkursion des Instituts für Archäologien der Universität Innsbruck. „Das ist für uns schon ein großes Ereignis Fachkollegen aus Österreich begrüßen zu dürfen“, so May. Die österreichischen Studenten, der von Herrn Professor Gerhard Tomedi geleiteten Exkursion, sind für zwei Wochen auf Reisen und besuchen unter anderem archäologische Orte in Halle/Nebra, Chemnitz, Brandenburg an der Havel, Berlin, Stralsund, Schwerin, Hamburg, Hannover, Göttingen und Nürnberg.

Forschungen seit 1888

In Seddin erörterte Jens May den Forschungsstand zum Königsgrab. Er hielt einen Vortrag unter dem Titel „Archäologie, Metrologie, Geometrie und Horizontastronomie: Gedanken zum eschatologischen Konzept des Königsgrabes von Seddin“ über Forschung und Ergebnisse aus dem Projekt zum Siedlungs- und Ritualraum des Königsgrabes und blickte damit auch über den archäologischen Tellerrand hinaus. Im Anschluss kam es zum eigentlichen Höhepunkt – die Exkursionsteilnehmer besichtigten das Königsgrab und das Hügelgräberfeld in den Wickboldschen Tannen.

Die Erforschung ist vor Ort klar zu sehen. Das mache den Ort auch so besonders und interessant, meint Jens May. „Das Projekt hat einen großen Umfang.“ Bereits seit 1888 finden Forschungen in Seddin statt. Damals fanden die Archäologen eine Steinkammer. „Viele Funde kamen durch die Rote Armee nach Moskau“, bedauert Jens May. Nun wolle er alles finden, was vor Ort noch übrig ist und von den Plünderern liegen geblieben ist.

Überreste eines Leichenbrandes sind verschollen

So hat er bei den Grabungen im vergangenen Jahr die Scherbe einer Türurne, zweieinhalb Kilogramm Leichenbrand und weiteres Bronze gefunden. Um 1900 haben Wissenschaftler den Leichenbrand aus der Grabkammer des Königsgrabes analysiert. Doch die Überreste davon sind verschollen. Mit dem nun gefundenen Leichenbrand aus den Wickboldschen Tannen sollen nun Vergleiche gezogen und Zusammenhänge erkannt werden.

Die nächsten Grabungen am Königsgrab von Seddin beginnen Ende Juni. Am 10. Juli lädt Jens May dazu ein, den Archäologen über die Schulter zu schauen. Mit einer öffentlichen Veranstaltung möchte er ab 16 Uhr einen besonderen Einblick in seine Arbeit ermöglichen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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