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Besucher probierten historische Technik aus

Streckenthin Besucher probierten historische Technik aus

Ganz im Zeichen alter Handwerkskünste stand das Dorf- und Museumsfest in Streckenthin. Die Besucher konnte Papier schöpfen, eine Zuschneidemaschine oder eine Korrekturabzugspresse, im Volksmund „Nudel“ genannt, bedienen. Unterdessen beschäftigt sich der Trägerverein gedanklich mit dem Umzug nach Pritzwalk. Die großen Maschinen könnten zum Problem werden.

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Lisa Pennow lässt sich das Papierschöpfen erklären.

Quelle: Andreas König

Streckenthin. Flotte Blasmusik, der Duft von selbstgebackenem Kuchen, Kaffee und Bratwurst – das Dorf- und Museumsfest in Streckenthin lockte mit einer familiären Atmosphäre, die den Besuchern vor allem am strahlenden Sonnabendnachmittag das Herz aufgehen ließ. Während die Kyritzer Musikanten spielten, konnten die Kinder alte Handwerkstechniken ausprobieren.

Urkunden drucken an der „Nudel“

Papierschöpfen etwa oder das Bedienen der Papierschneidemaschine oder der Korrekturabzugspresse. „Na ja, bei den meisten Leuten heißt es Nudel“, sagt Marion Schumacher, Beauftragte des Vorstandes des Vereins Natur-, Landschaftsschutz und Denkmalpflege (NLD) als Träger des Druckereimuseums. Laura und Tobias Liebeskind nutzten die Nudel mit Begeisterung, um eine Teilnehmerurkunde zu drucken. Die Segeflieger vom Verein Sommersberg machten den Streckenthinern ihre Aufwartung und entboten einen luftigen Gruß über das Festgelände, und allerlei landwirtschaftliche Produkte konnten an verschiedenen Ständen erworben werden.

Vor dem Umzug wächst die Skepsis

„So sehr viel Neues haben wir nicht zu zeigen, so langsam rückt ja der Umzug des Druckereimuseums nach Pritzwalk näher“, erklärt Marion Schuhmacher. Bekanntlich soll das Streckenthiner Museum in den neuen Standort integriert werden. „Wenn ich allerdings daran denke, wie die schweren und großen Maschinen hier herausgeschafft werden sollen, kriege ich das Grübeln“, sagt Arne Schumacher. Das Vereinsmitglied kann sich noch gut daran erinnern, als die Maschinen in Streckenthin aufgestellt wurden. „Damals war die eine Trennwand noch offen, da ging das“, sagt er. Noch sei allerdings auch noch Zeit, sich mit den technische Fragen zu beschäftigen. Im Übrigen ist das Museum nur eines von mehreren sozialen Betätigungsfeldern des NLD.

Die „Wilde Hilde“ unterhielt die Gäste

Am Sonnabend standen ohnehin Spaß und gute Laune im Vordergrund. Nach dem Auftritt der Kyritzer Blasmusikanten produzierte sich die „Wilde Hilde“, alias Hardy Stemmann aus Parchim. Im Kostüm einer Putzfrau, die kein Blatt vor dem Mund nimmt und ihr Motto „Ich bin zu jeder Schandtat bereit“ zum Vergnügen der Zuschauer konsequent in die Tat umsetzte.

Von Andreas König

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