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Prignitz Bewegung nicht nur für Parkinsonkranke
Lokales Prignitz Bewegung nicht nur für Parkinsonkranke
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17:42 04.08.2017
Gäste und Gastgeber eröffneten den Bewegungspark der Seniorenresidenz Prignitz mit dem Durchschneiden des Bandes. Quelle: Andreas König
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Sadenbeck

„Die Diagnose Parkinson ist für viele ein Schock, aber das Leben geht weiter.“ Ingo Jeschke schildert das einschneidende Erlebnis einer Parkinson-Diagnose knapp und treffend. Doch am wichtigsten ist, andere Betroffene zu suchen, einander Mut zu machen und Erfahrungen auszutauschen. Genau das leistet die Selbsthilfegruppe Parkinson in Sadenbeck seit nunmehr fünf Jahren. Aus diesem Anlass gab es in der Seniorenresidenz Prignitz einen Empfang.

Ingo Jeschke ist beharrlich und zeigt großen Einsatz

Zu den Gästen gehörten Innenstaatssekretärin Katrin Lange und SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler sowie der stellvertretende Pritz­walker Bürgermeister Ronald Thiel. Sie alle lobten den großen Einsatz von Ingo Jeschke, dessen Findigkeit und Beharrungsvermögen es zu verdanken sei, dass immer wieder Fördermittel-, Spenden und andere Geldtöpfe gefunden werden, um fast unmöglich scheinende Vorhaben umzusetzen.

Bewegung beeinflusst den Krankheitsverlauf positiv

Vom jüngsten Beispiel für diese Zielstrebigkeit konnten sich die Gäste gleich nach den Festansprachen überzeugen. Auf der Frei­fläche zwischen der einstigen Schule und dem Anbau entstand ein Outdoor-Bewegungspark. An vier Stationen sind die Bewohner der Residenz und deren Besucher eingeladen, koordinative Übungen zu absolvieren, die das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist fördern. Vor allem für Parkinsonkranke sind solche Übungen ein Segen, weil sie den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen.

Investitionssumme kam dank Sponsoren zustande

Das Geld für diese Investition haben Ingo Jeschke und Seniorenresidenz-Geschäftsführer Adrian Zechser von Sponsoren, aber auch aus eigenen Mitteln zusammengetragen. „Immerhin 20 000 Euro kostete der Outdoor-Bewegungspark“, verkündete Adrian Zechser. Mit dem Nürnberger Unternehmen Datev und der AOK Nordost habe man Unterstützer für das Projekt gefunden. „Die Restsumme hat dann die Seniorenresidenz dazugegeben“, berichtete Adrian Zechser.

22 Mitglieder tauschen sich aus und unternehmen viel gemeinsam

Die Selbsthilfegruppe Parkinson hat derzeit 22 Mitglieder. Bei ihren monatlichen Treffen geht es mal um Vorträge, mal um Ausflüge, aber auch darum, die Beweglichkeit der Betroffenen zu fördern. So gebe es Kurse in Trommeln für Parkinsonkranke oder Kurse für Tanz im Sitzen oder Stehen. Bei der Gründung vor fünf Jahren bestand die Selbsthilfegruppe aus lediglich drei Personen. In der Seniorenresidenz selbst leben gegenwärtig 86 Bewohner, die von insgesamt 56 Mitarbeitern betreut werden. Rund acht Prozent von ihnen leiden an der Parkinsonschen Krankheit. „Die Mitarbeit in der Selbsthilfegruppe fördert ein aktives und selbstbewusstes Leben“, sagte Adrian Zechser. Genau dafür steht Ingo Jeschke in Person.

Von Andreas König

Mit dem Titel „Partner der Feuerwehr“ wurde am Freitag die Seniorenresidenz Prignitz in Sadenbeck bei Pritzwalk ausgezeichnet. 20 Prozent der Beschäftigten des Unternehmens gehören der Feuerwehr an, Geschäftsführer Adrian Zechser ist selbst Pritzwalker Ortswehrführer. Prignitzweit können sich gegenwärtig erst fünf Firmen mit dem Titel schmücken.

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