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Prignitz Biber-Spuren im Rambower Moor
Lokales Prignitz Biber-Spuren im Rambower Moor
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00:24 25.11.2015
Ein präparierter Biber versteckte sich unter der Tüte. Quelle: Kerstin Beck
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Nausdorf

„Dem Holzfäller und Burgenbauer auf der Spur“: Zu einer Ranger-Tour, bei der der Biber im Mittelpunkt stehen sollte, lud am Sonnabendmittag die Naturwacht ins Rambower Moor ein. Der Start dazu war in Nausdorf. Ricarda Rath, die Leiterin der Lenzener Naturwacht, führte die Tour.

Nach anderthalb Kilometern Fußmarsch ging es endlich richtig ins Moor – auf einem Weg, den nur der nimmt, der ihn kennt. Nach etwa 100 Metern stieß die Gruppe auf einen kleinen See – ein Relikt des hiesigen Torfabbaus in den 1980er Jahren.

Die Kinder wie auch die Erwachsenen, die an dem Rundgang teilnahmen, hofften indes, Spuren vom Elbebiber zu sehen – und wurden nicht enttäuscht. Hinter einem klar erkennbaren Pfad, der sich durch das regelrecht heruntergetrampelte Röhricht in ein von Wasserdost überwuchertes sumpfiges Gelände zieht, lag ein fünf Meter langer schlanker Baum, dem Äste und Zweige fehlten. Und dahinter sogar ein Müllsack, der etwas zu verbergen schien.

Diesen Baum hat ein Biber gefällt. Quelle: Kerstin Beck

„Geht doch mal hin!“ Das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen. Zum Vorschein kam ein ausgewachsener, allerdings bestens präparierter Biber. Den hatte die Naturwacht-Mitarbeiterin am Vortag hier platziert: „Wenn man eine Chance haben möchte, hier diese Tiere zu sehen, muss man sich abends ganz still ans Ufer setzen und warten, denn Biber sind nachtaktiv!“

Seit etwa anderthalb Jahre sei dort so ein Tier, welches aus Richtung Elbe und des Rudower Sees hierher gekommen sein müsse, zugange, berichtete die Rangerin. Und der Biber, den Ricarda Rath liebevoll Benno nennt, hat hier unverkennbare Spuren hinterlassen: „abgesägte“ Bäume und Äste.

Doch von seiner Behausung, der Burg, keine Spur. „Die liegt derzeit unter Wasser, weil Benno hier jetzt an zwei Stellen das Wasser angestaut hat, so dass es nicht mehr abfließen kann“, bekamen die Gäste zu hören. Und auch dafür gab es eine Erklärung: Damit eine Burg richtig „funktionieren“ kann, werde ein Wasserspiegel von 60 Zentimetern benötigt. Sei dieser zu gering, friert bei starken Minusgraden der unterirdisch gelegene Eingang zu, und die Tiere, die ganzjährig auf Nahrung, sprich junges Weichholz wie hier wachsende Pappeln, angewiesen sind, verhungern. Dem wurde damit vorgesorgt. „Hier tun die Biber niemandem etwas zuleide, denn landwirtschaftlich wird das Moorgebiet ja nicht genutzt“, ergänzte Ricarda Rath ihre interessanten Ausführungen über das größte in Europa lebende Nagetier. Nun ging es wieder zurück. Sichtlich beeindruckt, nahmen die Besucher einige „Andenken“ mit: kleine, geschälte Zweige und Aststücke.

Dann gab es doch noch einen Abschiedsgruß von einem im Moor lebenden Bewohner – ein stolzer farbenprächtiger Fasanenhahn lief eilends über den Weg.

Von Kerstin Beck

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