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Prignitz Bilder und Filme von Sabine Janz
Lokales Prignitz Bilder und Filme von Sabine Janz
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02:18 08.08.2015
Sabine Janz im Original und als Beduinin auf einem Foto, das in Jordanien entstanden ist. Quelle: FotoS (2): Michael Beeskow
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Pritzwalk

Die Bilder aus dem Nahen Osten gleichen sich – es sind vor allem Kriegshandlungen und die von ihnen ausgehenden Zerstörungen, die die allgemeine Wahrnehmung bestimmen. Ganz andere Bilder zeigt Sabine Janz in einer neuen Ausstellung des Pritzwalker Kunstvereins. „Es sind die stillen Momente, die mich angezogen haben“, erzählt die Multimediakünstlerin. Während ihres Studiums an der Kunsthochschule in Braunschweig, das sie 2014 mit dem Diplom abschloss, weilte sie auch ein Semester lang in Israel.

„Während des Austauschsemesters habe ich intensiv mit dem Nahen Osten beschäftigt. Ich bin viel gereist, auch nach Palästina und Jordanien“, berichtet Sabine Janz. Dabei stand sie vor der Frage: „Wie findet man sich wieder als Europäer in diesem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern? Wie positioniert man sich?.“ „In between“ (Dazwischen) heißt dann auch ihre Ausstellung, die am Freitag, 7. August, um 19 Uhr in der Galerie der „Kunstfreunde“ an der Marktstraße eröffnet wird.

„Ich habe sehr offene, freundliche Menschen getroffen“, sagt die junge Künstlerin über ihre Erfahrungen, die sie in diesem Krisen- und Konfliktgebiet machen konnte. Und zwar auf beiden Seiten – bei Israelis und Palästinensern. Krieg und Gewalt kommen in ihren Bildern nicht vor, höchstens mal ein Soldat, dessen Abbild sich im Wasser spiegelt oder die ziemlich martialisch anmutenden Kontrollen an den Grenzübergangsstellen zwischen Isreal und den Gebieten der Palästinenser. Beinahe bekannt kam ihr die Betonmauer vor, die gleich hinter Jerusalem die Grenze markiert. Dass sie aus einem einst geteilten Land mit ähnlichen Mauern kommt, war oft Gegenstand der Gespräche mit Israelis. Eingeschränkte Reisemöglichkeiten sind für sie ein Thema, da viele Länder mit einem israelischen Pass keine Einreise gewähren. Nach dem dreijährigen Militärdienst, den Männer wie Frauen zu leisten haben, seien viele junge psychisch angeschlagen, wie Sabine Janz erfuhr.

In Jerusalem fotografierte sie an den Klagemauer, sie fing aber auch den seltenen Moment ein, als die Stadt einmal im Schnee lag. „Es war bitter kalt. Weil es sonst warm ist, gibt es keine Heizung.“ Wärmespender war einzig ein Ölradiator, wie auf einem weiteren Bild zu sehen ist.

In Jordanien drehte Sabine Janz, die übrigens in Pritzwalk geboren wurde und heute in Braunschweig lebt, einen Film, der ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein wird. „To be set in stone“ (In Stein gemeißelt“ heißt er. Inmitten einer rotfarbenen Steinwelt hat sie Beduinen kennen gelernt, die noch wie vor 2000 Jahren leben. Viele Leben in Höhlen und halten Ziegen. „Das war eine Reise in die Vorzeit“, erzählt die Künstlerin. Ein ganz einfaches Leben habe sie dort erfahren, in das sie sich auch selbst hinzuversetzen suchte. Ein bild zeigte sie in der Kleidung einer Beduinin in einer steinigen Landschaft. Die Beduinen hängen an diesem Leben. So wohnen sie in den Ruinen der Felsenstadt Petra, obwohl für die unweit ein modernes Dorf mit Elektrizität errichtet wurde, um Petra besser für den Tourismus vermarkten zu können. „Doch sie lassen sich nicht vertreiben“, berichtet Sabine Janz. Allerdings musste sie erleben, wie der Tourismus doch in die alten Lebensweisen eindringt, sie auch zersetzt. Mancher Moslem sei inzwischen dem Alkohol verfallen.

Von Michael Beeskow

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