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Bis Jahresende werden Millionen verbaut

Stadtsanierung in Wittenberge Bis Jahresende werden Millionen verbaut

Große Vorhaben im Industriegebiet in Wittenberge und in der Altstadt. In die Erweiterung der Infrastruktur des Elbeports im sollen insgesamt 5,6 Millionen Euro fließen.

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Dieses Schild wird in Wittenberge, jetzt öfters zu sehen sein.

Quelle: dpa

Wittenberge. Mit Steinbohrer und -säge rücken die Mitarbeiter der Baufirma aus Burg dem Sims zu Leibe. Die alte Likörfabrik oder das, was von ihr übrig ist, erhält eine Diffusionssperre, die das Mauerwerk gegen aufsteigende Feuchtigkeit schützen soll. Das ist ein alltäglicher Vorgang und wäre eigentlich nicht der Rede wert, handelte es sich bei dem Haus in der Wittenberger Zollstraße nicht um das letzte, das aus dem Programm Stadtsanierung gefördert wird. "Der private Eigentümer hat vor, dort Wohnungen und Büroräume zu schaffen", sagt Bauamtsleiter Martin Hahn. Viel wird von dem einst stolzen Haus nicht übrig bleiben, zu groß waren die Schäden, die auf den langen Leerstand zurückzuführen sind. "Eigentlich sollte mehr erhalten bleiben, aber wir mussten uns bei einer Begehung davon überzeugen, dass mit vernünftigem Aufwand nicht viel mehr stehen bleiben kann als das, was jetzt noch zu sehen ist", sagt der Bauamtsleiter.

Doch Neues entsteht in der Stadt in bemerkenswertem Umfang. Da wäre zunächst die Erweiterung der Infrastruktur des Elbeports im Industriegebiet Süd. Insgesamt 5,6 Millionen Euro sollen in dieses Vorhaben fließen, sagt Martin Hahn. "Der gesteigerte Umschlag bringt den Hafen an die Grenzen seiner Kapazität", erläutert Marin Hahn. Daher sei die Stadt gezwungen, die Kapazitäten vor allem der Schiene zu erweitern. Das geschieht, indem das bestehende, parallel zur Karthane verlaufende Gleis um insgesamt drei weitere Gleise ergänzt wird. Hinzu kommen ein weiterer Gleisbogen, eine Umfahrungsstraße, die vom Biodieselwerk beginnend bis zum Anleger 2 verlaufen soll. Schließlich soll in einen Hafenmobilkran investiert werden, dessen Anschaffungspreis mit etwa zwei Millionen Euro veranschlagt wird. Ist bei den Bauvorhaben die Sache noch einigermaßen klar ‒ die Stadt bezahlt und dient damit mehreren Unternehmen ‒ muss vor der künftigen Kran-Nutzung noch einiges durchdacht werden, räumt Martin Hahn ein. "Nutznießer ist in dem Fall ja Elbeport. Wir prüfen jetzt verschiedene Modelle." Laut den Förderrichtlinien kann die Stadt diese Investition dem Hafenbetreiber nicht einfach schenken. Denkbar wäre Verschiedenes, zum Beispiel auch, einen Betriebsführer zu beauftragen. Zunächst einmal müssen die Investitionen jedoch umgesetzt werden. Die Förderquote liegt relativ hoch. Zwischen 75 und 89 Prozent der Summe stellt das Land als Fördermittel bereit. Ähnliches gilt für die Elbuferpromenade, wo die Arbeiten nach der Unterbrechung wegen des Hochwassers wieder aufgenommen wurden. "Einige Schäden sind an der Klinkerverblendung der Spundwand entstanden, die werden jetzt aufgenommen und beseitigt", sagt Martin Hahn.

Kurzfristig unterbrochen waren die Arbeiten auch in der Johannes-Runge-Straße. Doch sie werden jetzt fortgesetzt, so dass der erste Bauabschnitt zwischen Goethestraße und Theodor-Körner-Straße voraussichtlich bis Jahresende fertiggestellt werden kann.

Vom Status der "überschuldeten Kommune" und der damit verbundenen Finanzspritze vom Land profitieren vor allem Kinder und Lehrer an der Grundschule IV. In der dortigen Turnhalle können nun der Schallschutz, der Sozialtrakt und die Haltetechnik für Sportgeräte erneuert werden. Allerdings werden sich die Arbeiten bis Ende des Jahres hinziehen.

Von Andreas König

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