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Prignitz Feuerwehreinsatz: Keine Chemikalien im Fass
Lokales Prignitz Feuerwehreinsatz: Keine Chemikalien im Fass
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00:26 03.04.2018
Schwere Technik und viele Einsatzkräfte waren an der Elbe im Einsatz. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Wittenberge

Ein aufmerksamer Spaziergänger informierte am Samstagabend die Rettungskräfte. Er entdeckte ein verdächtiges blaues Fass auf einem Buhnenarm der Elbe direkt unter der Elbbrücke.

Das merkwürdige Behältnis lag etwa 100 Meter von dem Deich entfernt gut sichtbar am Wasserrand der Elbe. „Das Fass liegt nicht erst seit heute dort. Ich will nicht wissen, wie viele daran vorbeigelaufen sind“, schrieb der vermeintliche Entdecker im Anschluss auf Facebook.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften und Technik an der Elbe. Einsatzleiter Marcus Giese schätzte die Lage als gefährlich ein. Unter schwerem Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen untersuchten Feuerwehrleute vermeintliches Gefahrgut direkt unter Elbbrücke.

Die Wittenberger Feuerwehr kam gegen 17.03 Uhr zum Einsatz. Mit besonderer Vorsicht hat Marcus Giese, Einsatzleiter und Fachmann bei Gefahrguteinsätzen, die Lage beurteilt. Die Feuerwehr richtete eine großräumige Absperrung ein.

„Solche Einsätze haben wir nicht so häufig. Sie sind für uns nie reine Routine und immer als gefährlich einzustufen“, so Giese. Es war zwar nur ein Fass, trotzdem entschied sich der Einsatzleiter die Lage vorsorglich groß aufzuziehen.

Ein blaues Fass an der Elbe sorgte für großes Aufsehen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Im Einsatz waren 18 Feuerwehrleute mit unzähligen Gerätschaften. Darunter auch der Erkundungswagen für sogenannte ABC-Einsätze, Lagen mit atomaren, biologischen und chemischen Stoffen. Die Einsatzkräfte bauten eine Dusche zur Dekontamination auf.

Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz mit Chemikalienschutzanzügen und Messgeräten zur Erkundung des Fasses vor. Ein weiterer Trupp stellte sich zur Dekontamination ebenfalls besonders geschützt bereit.

Keine Gefahr für Leib und Leben

Am Behälter dann die Entwarnung. „Unsere Messgeräte schlugen nicht Alarm. Es handelte sich um einen pH-neutralen Stoff“, bestätigt der Einsatzleiter. Damit handelte es sich nicht um eine Säure, Lauge oder Base. „Unsere Wassernachweispaste reagierte. Daher gehen wir davon aus, dass es sich bei dem Inhalt des Gefäßes um Wasser handelt“, sagt Marcus Giese.

Da das Fass verschlossen war und keine Flüssigkeit austrat, waren der Straßenverkehr auf der Bundesstraße 189 und die Wasserstraße auf der Elbe zu keiner Zeit beeinträchtigt. Der Einsatz war nach etwa zweieinhalb Stunden beendet. Wie das Fass dort hin kam, blieb unklar.

Von Marcus J. Pfeiffer

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