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Prignitz Blauröcke opferten Freizeit für neues Domizil
Lokales Prignitz Blauröcke opferten Freizeit für neues Domizil
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00:17 17.08.2016
Die versammelte Mannschaft der Lindenberger Wehr nebst Gästen vor dem erneuerten Gerätehaus. Quelle: Andreas König
Lindenberg

Hell und freundlich, warm und trocken, so etwa lassen sich die Eigenschaften des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) beschreiben. Doch das erneuerte Domizil mit dem markanten Rolltor ist weit mehr als nur ein Depot für Uniformen und Ausrüstung. Nach zweieinhalb Jahren freiwilliger Arbeit konnte das Gerätehaus am Sonnabend seiner Bestimmung übergeben werden.

Besonderer Dank gilt den Feuerwehrfrauen

Mehr als 500 Stunden freiwilliger Arbeit stecken in dem Haus, das sich auf dem Gelände der ehemaligen LPG befindet. „Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehrfrauen, die es ausgehalten haben, das die Männer manchmal bis spätabends an dem Gerätehaus gearbeitet haben“, sagte Ortswehrführer Timo Beer. Er weiß wovon er redet, denn auch seine Frau Yvonne musste sich mit dem Einsatz ihres Mannes abfinden. Doch damit allein war es nicht getan. „Sie ist dann in die Feuerwehr eingetreten, sonst hätten wir kaum noch miteinander reden können“, berichtete Timo Beer.

Nicht viele Feuerwehren „tun sich das an“

Im Gerätehaus musste so ziemlich alles erneuert werden: Türen, Fenster, Fußboden. Das neue Domizil verfügt nun auch endlich über vernünftige Sanitäranlagen. Die Gemeinde Groß Pankow hat die Baukosten von rund 50 000 Euro übernommen. Der scheidende Bürgermeister Thomas Brandt würdigte den Einsatz der Feuerwehrleute, die viel Herzblut in das Vorhaben investiert haben. Gemeindebrandmeister Axel Gruschka hob hervor, dass es „heutzutage nicht viele Wehren gibt, die sich so etwas antun“. Allerdings sei die Entscheidung richtig, in Lindenberg, wo der Pollo zu Hause ist, eine schlagkräftige Feuerwehr zu haben, die mit den teilweise recht komplizierten Bedingungen bestens vertraut ist.

Neues Löschfahrzeug lässt noch auf sich warten

Ursprünglich sollte mit dem neuen Gerätehaus auch ein neues Löschfahrzeug übergeben werden. Doch Pannen bei der Ausschreibung durch das Land sorgten dafür, dass die 270 000 Euro teure Investition wohl erst im kommenden Jahr übergeben werden kann. „Ein Jahr wird es wohl noch dauern“, sagte Axel Gruschka. Das jetzige Fahrzeug vom Typ Robur ist allerdings noch sehr gut in Schuss. Es hat laut dem langjährigen Gerätewart Bernd Müller höchstens 5000 Kilometer runter und soll in Lindenberg bleiben, auch wenn es bald von einem modernen Nachfolger abgelöst wird. Bevor sich die Feuerwehrleute das Buffet und die wohlverdienten Bierpräsente der Gratulanten schmecken ließen, gab es noch einige Beförderungen.

Von Andreas König

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