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Blick in die alte Wassermühle

Klein Leppin Blick in die alte Wassermühle

Bei einem Tag der offenen Tür konnten Interessierte die Klein Leppiner Wassermühle besichtigen. Die Fotoausstellung im Inneren der Wassermühle – zeigte Bilder aus dem Inneren der Wassermühle. Der Fotograf Bernd Ramlow hat auf eindrucksvolle Weise Details des Mühlwerkes in einem anderen Licht eingefangen.

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Die Bänke im Garten luden zum Klönen ein.

Quelle: Fariba Nilchian

Klein Leppin. „Wie schön, dass hier endlich wieder Leben ist“, freuen sich zwei Anwohnerinnen, die am Sonnabend zum Tag der offenen Tür in die Klein Leppiner Wassermühle gekommen sind. Lange war es totenstill hier – bis Catrina Fischer und Bernd Linstädt im vergangenen Jahr die ehemals größte Wassermühle Norddeutschlands nach 23 Jahren Leerstand gekauft haben.

Im Salon des herrschaftlichen Verwalterhauses trägt Helmut Anschau Gedichte und Texte „Rund um die Mühle“ vor, die er eigens für diese Veranstaltung zusammengestellt hat. Der ehemalige Lehrer aus Rambow lässt Bauer Bolte den Sack zur Mühle bringen und Wilhelm Tell über die Zeitenwende sinnieren. Der Vorleser Anschau rezitiert an diesem geschichtsträchtigen Ort klassische und zeitgenössische Literatur, die sich mit Vergänglichkeit, aber auch Erhalt und Entstehung befasst.

In der Ausstellung gab es Fotos aus dem Inneren der Wassermühle zu sehen

In der Ausstellung gab es Fotos aus dem Inneren der Wassermühle zu sehen.

Quelle: Fariba Nilchian

Die Fotoausstellung im Inneren der Wassermühle – zeigt Bilder aus dem Inneren der Wassermühle. Der Fotograf Bernd Ramlow hat auf eindrucksvolle Weise Details des Mühlwerkes in einem anderen Licht eingefangen. Zwölf Fotografien sind auf Baumwollpapier gedruckt, für die derzeitige Ausstellung zu Ihrem Entstehungsort der Mühle zurückgekehrt. „Mit meinen Bildern möchte ich darauf aufmerksam machen, dass diese alten Dinge erhaltenswert sind“, erklärt der Fotograf das Anliegen seiner Kunst.

In Klein Leppin scheint er mit diesem Wunsch in guter Gesellschaft zu sein. Über 70 Besucher strömen an diesem Samstag auf das parkähnliche Grundstück an der Karthane, um sich den geschichtsträchtigen Ort anzuschauen. Im herrschaftlichen Foyer werden sie mit Kaffee und Kuchen empfangen und können den bereits liebevoll renovierten Eingangsbereich bestaunen. In dem großzügigen Verwalterhaus entstehen neben dem privaten Wohnbereich auch Ferienzimmer und Veranstaltungsräume. Die baufällige Mühle soll nach der Renovierung für verschiedene Kunst- und Kulturveranstaltungen genutzt werden und vielleicht auch ein Café enthalten.

Liebevoll aufgearbeitete Details

Die Tanzlehrerin Catrina Fischer und der Pädagoge Bernd Linstädt möchten einen Ort der Begegnung schaffen. Vor drei Monaten hatten sie erstmalig zu einem öffentlichen Konzert in den vorderen Garten des Mühlengeländes geladen. „Eigentlich war der Rest des Grundstückes und des Hauses noch gar nicht für Besucher offen“ erinnert sich Catrina Fischer, „aber nach dem Konzert haben sich die Gäste überall umgeschaut – auf unserer Terrasse, im Haus und auf dem ganzen Grundstück“.

So ist das Paar mit dem „Tag der offenen Tür“ dann auch dem ­Interesse an ihrem Anwesen nachgekommen. Die Gäste können an diesem Tag auf eigene Faust einige Zimmer des Verwalterhauses entdecken und durch Teile der baufälligen Mühle streifen. Wer mehr ­wissen möchte, den führt Bernd Linstädt geschichtskundig durch die Gebäude über das Gelände in Klein Leppin.

Die bereits vollendeten Renovierungsarbeiten lassen mit den liebevoll aufgearbeiteten Details noch einiges für die Zukunft erhoffen und so wird die Wassermühle in Klein Leppin wohl auch weiterhin einen Besuch wert sein.

Von Fariba Nilchian

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