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Blick ins Kuhsdorfer Blockheizkraftwerk

Firma zeigt eine ihrer ersten Anlagen Blick ins Kuhsdorfer Blockheizkraftwerk

Mit dem Blockheizkraftwerk in Kuhsdorf entstand vor Jahren das ersten Mini-Kraftwerk der Prignitz. Noch heute läuft die Technik, freut sich Helfried Schreiber von der Betreiberfirma. Grund genug, die Anlage in der Friedensstraße einem interessierten Publikum vorzustellen. „Das ist Technik, die Kohlendioxid spart und dem Besitzer Geld bringt“, schwärmt Helfried Schreiber.

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Helfried Schreiber (2.v.l.) erklärt Bärbel und Jürgen Zerbian das Kuhsdorfer Blockheizkraftwerk.

Quelle: Foto: König

Kuhsdorf. Solange die schallgedämmte Abdeckung auf dem Dieselmotor ruht, ist nur ein beruhigendes Brummen zu vernehmen. Doch dann löst Helfried Schreiber die Schrauben, nimmt den Deckel und die Frontplatte ab. Da nagelt der Motor so laut, dass Verständigung in dem Keller schwerfällt. Es ist das Wochenende der Kraft-Wärme-Kopplung, besser gesagt der Montag danach, als der Boberower Unternehmer die Blockheizkraftwerk-Technik in Kuhsdorf vorstellt.

Mit dem Termin in dem Groß Pankower Ortsteil kehrt Helfried Schreiber quasi an seine Ursprünge zurück, denn just dort, in dem Wohnblock Friedensstraße 18 bis 40, hat die Firma Schreiber HSM (Heizung, Sanitär, Metallbau) vor vielen Jahren das damals erste Mini-Blockheizkraftwerk der Prignitz errichtet. „Wir wurden damals entweder angefeindet oder belächelt“, erinnert sich Helfried Schreiber. Inzwischen sind Blockheizkraftwerke eine anerkannte und ausgereifte Technik, die ihren Besitzern viel Freude macht, wie Helfried Schreiber versichert. „Das ist eine der wenigen Investitionen, bei denen die Besitzer Geld verdienen“, sagt er. Vor allem, seit das neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz in Kraft ist, seien die Einnahmen gesichert. „Geheizt werden muss ja solch ein Haus ohnehin“, erklärt Helfried Schreiber. „Das Blockheizkraftwerk erzeugt Strom, und die Wärme entsteht sozusagen als Abfallprodukt.“

Bärbel und Jürgen Zerbian aus Neu Krüssow (Stadt Pritzwalk) interessieren sich brennend für solch eine Anlage. Sie haben bereits die Veranstaltung von Helfried Schreiber im Karstädter Ortsteil Blüthen besucht und wollen sich in Kuhsdorf noch einmal über praktische Aspekte informieren. „Ist doch toll“, schwärmt Jürgen Zerbian. „Durch die Einnahmen finanziert sich solch eine Anlage ja fast von selbst.“ Zudem werde Kohlendioxid gespart.

Ob Öl, wie bei älteren Anlagen oder Gas, wie bei den neueren, der Energieträger ist frei wählbar. „Für ganz kleine Einfamilienhäuser mit geringem Verbrauch empfehlen wir Brennstoffzellen“, sagt Helfried Schreiber. Seine Firma versorgt den Kuhsdorfer Block mit seinen 14 Wohnungen mit Fernwärme und Strom. „Wir hatten dem früheren Besitzer angeboten, die Anlage zu übernehmen, dann hätte er das Geld verdient. Aber nun machen wir das eben“, sagt Helfried Schreiber. Dank des Kuhsdorfer Blockheizkraftwerks konnte die Firma Schreiber HSM vor einigen Jahren den Titel „Deutschlands kleinster Stromerzeuger“ für sich in Anspruch nehmen. Eigentlich wollte Helfried Schreiber noch einen Schritt weiter gehen und Elektroautos anschaffen, um den überschüssigen Strom zu speichern. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, sagt er.

Von Andreas König

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