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Blumengemälde aus Mellen

Malerin Elfi Fitz Blumengemälde aus Mellen

Blühende Landschaften in Mellen: Die Künstlerin Elfi Fitz malt bevorzugt Motive aus der Natur. Den 88 groß- und kleinformatigen, farbenprächtigen Bildern ist die Liebe zu dem Landstrich, in dem sie lebt, anzusehen. Die Werke präsentiert sie in einem umgebauten ehemaligen Stall.

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Elfi Fitz in ihrem Atelier.

Quelle: Kerstin beck

Mellen. Bekannt ist der Ort Mellen in der Prignitz wohl den meisten Lesern seines sagenumwobenen „Hünengrabes“ wegen, das sich am östlichen Ortseingang befindet. Doch ganz soweit sollte man beim nächsten Mal gar nicht erst fahren – sondern kurz zuvor links in den Siedlungsweg abbiegen und die 100 Meter bis zum Gehöft Nr. 14 fahren. Dort weist auch schon ein – inzwischen fast von blau blühendem Flieder überwuchertes – großes Schild auf eine zeitgenössische Sehenswürdigkeit hin: die „Galerie im Stall“ von Elfi Fitz.

Was in dem umgebauten und liebevoll eingerichteten ehemaligen Stall zu sehen sein wird, ahnt man schon beim Näherkommen. Bereits in diesen Tagen ist der kleine Hof, wo immer es überhaupt geht, von blühenden Gänseblümchen, Hundsveilchen, Hyazinthen, Immergrün, Narzissen, Tulpen und Vergissmeinnicht bedeckt. Und bis zum Frosteinbruch im Herbst wird sich diese Blütenpracht lückenlos fortsetzen.

Die Landschaft um Mellen und das urwüchsige Rambower Moor

Das wiederholt sich auch im Inneren: blühende Bäume, Sträucher und Kräuter hängen überall an den Wänden – und zwar in Form von sage und schreibe 88 groß- und kleinformatigen, farbenprächtigen Bildern. Von der Akelei bis hin zur Zinnie können naturalistisch gemalte Pflanzenarrangements, Stillleben und Blumensträuße bewundert werden, aber auch heiter gezeichnete Ölgemälde von der Landschaft um Mellen und des urwüchsigen Rambower Moores.

Das ist das Reich von Elfi Fitz, die sich dieses farbenfrohe Refugium geschaffen hat, „weil ich ohne Schönheit krank werden würde“.

Umzug von Leipzig in die Prignitz

Die stille Prignitz habe sie aufgefangen und gerettet. „Ich kann alles um mich herum hier nur mit Liebe ansehen“, sagt die in Litauen geborene und im sächsischen Zschopautal aufgewachsene Naturliebhaberin von sich. Die gelernte Kindergärtnerin malte „von Anfang an“ gern. „Ich bin ja noch in der Kriegszeit geboren, und da gab es kaum Spielzeug, aber Buntstifte und Papier waren ja immer da!“ - und damit die Voraussetzungen für eine Künstlerin, die alles um sich herum, was sie kennt und liebt, abbildet: die Blumen im Garten am Feldrain und im Wald, die schönen Bäume an der angrenzenden Allee, die Kinder und später auch die Enkelkinder.

Das Blumenmalen begann infolge des Umzuges von Leipzig nach Mellen, wo Elfi Fitz mit ihrem Ehemann Baldur 1978 beruflich tätig war. In der Stadt hatte das Ehepaar einen Garten mit einem großen Rosenstock besessen, der leider nicht mitgenommen werden konnte. „So malte ich dann die Rosen und hatte sie seitdem immer bei mir“, erinnert sich Elfi Fitz.

Die Künstlerin findet ihre Motive direkt vor ihrer Haustür

Die Künstlerin findet ihre Motive direkt vor ihrer Haustür.

Quelle: Kerstin Beck

Dann gab es die Gelegenheit für die in Karstädt arbeitende Kindergärtnerin, ihre Bilder auszustellen. Und das schlug ein. Ihre Bilder wanderten weiter nach Schwerin, dann zu einer Ausstellung am Fernsehturm in Berlin. Elfi Fitz besuchte daraufhin die Spezialschule Malerei der Bezirkskulturakademie Schwerin. Seit ihrer Zulassung als freie Malerin, „denn es war nicht einfach, aus der Volksbildung herauszukommen“, ist die sensible Glückssucherin nur noch für ihre Öl- und Pastellgemälde da. Etwa zwölf schöne Bildnisse gelingen ihr übers Jahr, – die seitdem ihre Liebhaber über die Prignitz hinaus gefunden haben.

Kaum ein Quadratzentimeter Wand ist nicht mit Elfi Fitz’ Bildern dekoriert

Kaum ein Quadratzentimeter Wand ist nicht mit Elfi Fitz’ Bildern dekoriert.

Quelle: Kerstin Beck

Mit den kraftvollen Bildern sind aber auch gleichermaßen lebendige Gedichte entstanden, die in den beiden Büchern „Die einfachen Dinge, von denen ich lebe“ und „Der öde Weg“ nachzulesen sind – und teilweise auch auf Tafeln stehen, die sich entlang des Wanderweges am Rambower Moor hinziehen.

„Farben und Blumen sind für mich einfach Glück“, sagt die Künstlerin und freut sich immer wieder an den Einträgen im Gästebuch. Denn andere sehen es ebenso: „Ein beglückender Einblick in die alltägliche wunderbare Welt des Lebens, unverfälscht und einfühlsam“ – so lautet einer der letzten Kommentare einer begeisterten Besucherin.

An der landesweiten Kampagne „Offene Ateliers“ am 7./8. Mai nahm die Künstlerin ebenfalls teil.

Die „Galerie im Stall“ von Elfi Fitz in Mellen ist täglich geöffnet – am besten nach vorheriger Absprache unter Tel.  038781/4 03 32.

Von Kerstin Beck

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