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Prignitz Lebensretter in nur 40 Minuten
Lokales Prignitz Lebensretter in nur 40 Minuten
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18:01 26.02.2018
Zusammen mit vielen weiteren Blutspendern wird Ingrid Kakstein (r.) aus Wittenberge in nur 40 Minuten zum Lebensretter. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Ein dichtes Gedränge herrschte am Dienstag hinter den Kulissen des Famila-Marktes in Perleberg. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes stellte dort seine Liegen auf und viele Spender kamen. Für Ingrid Kakstein ist es seit Jahren eine Herzensangelegenheit. „Wann immer es mir möglich ist, gehe ich zum Blutspenden“, so die Wittenbergerin. „Ich möchte etwas Gutes tun und etwas geben für Menschen, denen es nicht so gut geht.“ Gleichzeitig gab es die Möglichkeit sich als Stammzellenspender typisieren zu lassen.

Lebensnotwendige Blutpräparate lassen sich nur aus Spenderblut gewinnen, künstliche Ersatzstoffe gibt es nicht. Wer in regelmäßigen Abständen von seiner Zeit 40 Minuten erübrigen kann und einen halben Liter Blut spendet, bietet so lebensbedrohlich Erkrankten eine neue Perspektive. Denn Blutkonserven haben nur eine kurze Haltbarkeit von 35 bis 42 Tagen.

650 Blutspenden verbrauchen Brandenburg und Berlin an einem Tag

Allein in Berlin und Brandenburg benötigt der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost an jedem Tag rund 650 Blutspenden, um die Patientenversorgung mit den lebensrettenden Blutpräparaten kontinuierlich gewährleisten zu können. Bundesweit werden täglich 15 000 Blutspenden benötigt. Dies gelingt nur gemeinschaftlich mit den vielen Tausend Spendern, die mit ihrer Blutspende Verantwortung übernehmen. In Perleberg erwartete das DRK zwischen 50 und 60 Spender.

Blutspender sind Lebensretter. Etwa 112 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. In ganz Deutschland stellen die sechs regional tätigen Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes pro Jahr circa drei Millionen Vollblutspenden bereit. Das Deutsche Rote Kreuz sichert auf diese Weise etwa 70 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik ab. Das Blut wird freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich abgegeben.

Männer dürfen sechs Mal, Frauen vier Mal spenden

Alle Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Zunächst muss ein Fragebogen ausgefüllt werden bevor es zu weiteren Untersuchungen und einem Gespräch mit dem Arzt geht. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von zwölf Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen.

Als Dankeschön bekamen am Dienstag alle Spender einen Einkaufsgutschein für den Supermarkt und einen kleinen Imbiss mit der Bitte und dem Wunsch, sich in acht Wochen wiederzusehen, um erneut Leben zu retten.

Von Marcus J. Pfeiffer

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