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Bombensprengung in Breese ohne große Ankündigung

Kritik von Einwohnern Bombensprengung in Breese ohne große Ankündigung

Erneut wurde in Breese eine Fliegerbombe zur Explosion gebracht. Das Bombenteilstück mit Zünder fand sich in einem der Sprengtrichter. Kampfmittel­beseitigungsdienst und Amtsverwaltung entscheiden sich für einen kleinen Sperrkreis von 300 Metern Durchmesser. Die Bürger wurden nicht gesondert informiert. Das stößt auf Kritik.

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Die Detonation des Bombenfragments war nicht so heftig wie die der Sprengaktion vom 23. Februar

Quelle: Andreas König

Breese. Dieses Geräusch wollten die Einwohner von Breese und Umgebung eigentlich nicht mehr hören: Der Detonationsknall einer Bombe erschütterte am Dienstag die Luft über der Deichbaustelle in dem Ort. Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei hatten Reste einer weiteren Fliegerbombe gesprengt, die bei der großen Aktion am Donnerstag vergangener Woche nicht explodiert war.

Amt folgte dem Vorschlag, ohne große Evakuierung zu sprengen

„Nach der Sprengung haben wir alle Bombentrichter noch einmal gründlich abgesucht“, sagte Truppführer Gerd Fleischhauer. „Erst im letzten Trichter stießen wir dann auf das hintere Teilstück einer Bombe. Daran befand sich noch der Zünder, so dass an einen Abtransport nicht zu denken war“„sagte der Kampfmittelfachmann. Da es sich bei diesem Bombenstück nur um etwa 50 Prozent der üblichen Masse von 250 Kilogramm gehandelt habe und die Bombe zudem mit Erdreich abgedeckt werden konnte, habe er dem Amt Bad Wilsnack/Weisen vorgeschlagen, lediglich einen Sperrkreis von 300 Metern einzurichten. In dem betreffenden Gebiet, dass sich ungefähr in der Mitte des Sperrkreises vom 23. Februar befand, seien keine Wohngebäude betroffen gewesen. „Die Vertreter des Amtes sind dem gefolgt, so dass wir dieses Mal ohne große Evakuierung mit vorheriger Einwohnerversammlung die Bombe zur Detonation gebracht haben“, so Fleischhauer.

Messerscharfe Schrapnelle fanden sich zuhauf im Boden

Messerscharfe Schrapnelle fanden sich zuhauf im Boden.

Quelle: Andraes König

Experte weist Kritik von Bürgern zurück

Einwohner von Breese äußerten Kritik ob der fehlenden Information. Immerhin sei das Gebiet der künftigen Deichbaustelle als beräumt erklärt worden. Zahlreiche Schaulustige sahen sich nach der großen Sprengung dort um. „Diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen“, entgegnete Gerd Fleischhauer. „Wenn wir kleinere Munitionsfunde sprengen, Panzerfäuste oder Granaten zum Beispiel, wird auch kein großer Sperrkreis gezogen.“ Die Einrichtung eines 1000 Meter großen Sperrkreises bei der Sprengung am 23. Februar sei hingegen nicht nur gerechtfertigt gewesen, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Deichbau kann jetzt wirklich beginnen

„Die Räumstelle ist nun aber wirklich beräumt, die Verdichtungsabreiten für den Bau des Deichs und der Straße können beginnen“, sagte Gerald Neu, Ordnungsamtsleiter des Amtes Bad Wilsnack/Weisen. Am Freitag sei die gesamte Aktion noch einmal im Wittenberger Rathaus ausgewertet worden. „Alle Verantwortlichen waren mit dem Ablauf und der Vorgehensweise einverstanden und sehr zufrieden“, sagte Gerald Neu. Einwohner von Breese waren bei der Beratung nicht zugegen.

Von Andreas König

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