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Prignitz Lauter Knall: stundenlanger Feuerwehreinsatz
Lokales Prignitz Lauter Knall: stundenlanger Feuerwehreinsatz
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00:39 26.03.2018
Den Brand im Zahnradwerk in Pritzwalk bekämpften Feuerwehrleute aus Pritzwalk, Beveringen, Kemnitz und Sadenbeck. Quelle: Feuerwehr
Pritzwalk

Ein Feuer ist in der Nacht zu Freitag im Zahnradwerk Pritz­walk an der Freyensteiner Chaussee ausgebrochen. Nach Informationen der Feuerwehr war es dort zu einer Verpuffung in einer Elektroverteilerstation gekommen. Die Polizeidirektion Nord in Neuruppin spricht in diesem Zusammenhang von einem lauten Knall.

Brandherd mit Wärmebildkamera entdeckt

Danach sei die Stromversorgung im Werk unterbrochen gewesen. Neben den Pritzwalker Einsatzkräften kamen auch die Wehren aus Beveringen, Kemnitz und Sadenbeck zum Einsatz. Der Alarm wurde um 3.57 Uhr ausgelöst.

Von diesem Trafo ging das Feuer aus. Quelle: Feuerwehr

Mit Hilfe einer Wärmebildkamera machten die unter Atemschutz agierenden Feuerwehrleute den Brandherd ausfindig und löschten dann – ebenfalls unter Atemschutz – die Flammen. Danach mussten sie die Löscharbeiten zunächst unterbrechen bis der Betriebselektriker den Strom komplett abgestellt hatte. Parallel dazu wurden weitere Hallentore zur Belüftung geöffnet.

Tore mit Notstromaggregaten geöffnet

„Die Rauchentwicklung in der Halle, die von den brennenden Kabeln im Verteiler ausging, war schon enorm“, sagte Stadtwehrführer Adrian Zechser. Weil der Strom komplett abgeschaltet war, mussten die Feuerwehrleute die Hallentore öffnen. „Zunächst haben wir versucht, sie mit Muskelkraft hochzudrücken, aber das ging nur etwa einen knappen Meter hoch“, sagte Adrian Zechser. „Wir haben dann unsere Notstromaggregate eingesetzt.“ Das stellte sich wegen der unterschiedlichen Stromstärken als nicht ganz einfach heraus, gelang aber schließlich, so dass der „schwarze, dichte Qualm abziehen konnte“, wie der Wehrführer berichtete.

Schließlich besserte sich die Situation, so dass der Einsatz gegen 7.21 Uhr beendet werden konnte.

Kripo ermittelt

Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute am Ort des Geschehens. Hinzu kamen Polizisten und Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die den Einsatz absicherten.

Die Polizeidirektion geht zwar von einem technischen Defekt als Ursache des Feuers aus, doch die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen trotzdem erst einmal aufgenommen, wie Ariane Feierbach von der Pressestelle der Polizeidirektion informierte. Deren Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Schaden noch nicht beziffert

Die Halle wurde jedoch nicht als Tatort beschlagnahmt, sondern konnte nach ausgiebigem Lüften und einem Umschließen der Stromversorgung wieder genutzt werden, sagte die Sprecherin. Zur Schadenshöhe konnte die Polizeidirektion am Freitag hingegen noch keine Angaben machen.

Der Qualm hatte sich bald verzogen. Quelle: Feuerwehr

Als Löschmittel kam Wasser zum Einsatz. „Das ist bei der Brandbekämpfung an elektrischen Anlagen zulässig, wenn die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden“, erläuterte der Stadtwehrführer. So muss ein genügend großer Abstand zwischen dem Löschtrupp und dem möglicherweise unter Spannung stehenden Brandherd eingehalten werden. Zudem muss ein Sprühstrahl verwendet werden.

Bei vorliegender Hochspannung, wie es im Zahnradwerk der Fall war, beträgt der Abstand fünf Meter, wenn ein Sprühstrahl benutzt wird, und das Doppelte, wenn ein Vollstrahl zum Einsatz kommt. Bei Schornstein-, Fett- oder Silobränden verbietet sich Wasser als Löschmittel wegen der enorm schnellen Verdampfung. Ein Liter Wasser ergäbe bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius rund 1700 Liter Wasserdampf.

Von Andreas König

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