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Prignitz Brandschützer wollen groß feiern
Lokales Prignitz Brandschützer wollen groß feiern
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00:37 31.05.2018
Beim Festumzug zum 130-jährigen Bestehen der Putlitzer Wehr war die Alte Garde dabei. Quelle: Beate Vogel
Putlitz

Mit 145 Jahren dürfte die Freiwillige Feuerwehr Putlitz mit zu den ältesten im Landkreis gehören. Grund genug, das Jubiläum gebührend zu würdigen. „Wir wollen Freitag und Samstag feiern“, kündigte Maik Vogt, Ortswehrführer in ­Putlitz, an. Am Freitagabend soll eine Festveranstaltung für geladene Gäste stattfinden. Am Samstag ­können sich dann Besucher aus nah und fern in die Gänsestadt begeben.

Mit Mittagessen aus der Feldküche soll es am Samstag, 2. Juni, gegen 11.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus losgehen. Um 13.30 Uhr startet dort der Festumzug, mit Gastwehren, versteht sich. Er endet am Gebäude des Kulturbeutel-Vereins in der Parchimer Straße, wo gefeiert wird.

Fettbrand wird demonstriert

„Für die Kinder kommen die Clowns Tacki und Noisly“, kündigt Maik Vogt an. Die Alte Garde und die Jugendfeuerwehr haben Vorführungen vorbereitet. Maik Vogt: „Wir wollen zum Beispiel zeigen, was passiert, wenn man brennendes Fett mit Wasser löscht.“

An einer Station des Landhandels können sich starke Männer ausprobieren: Gefordert wird dort laut Ortswehrführer, eine Baumscheibe von exakt 200 Gramm Gewicht vom Stamm zu sägen. Ebenso sind das DRK, das Brandschutzmobil des Kreises und eine mobile Cocktailbar vor Ort.

Aktuell hat die Putlitzer Feuerwehr 28 aktive Mitglieder, neun Mitglieder in der Altersabteilung und fünf Ehrenmitglieder. „Die vier aktiven Frauen haben keine extra Mannschaft. Sie fahren im normalen Einsatzgeschehen mit“, so Maik Vogt, der seit 1. Januar 2017 der Feuerwehrchef in Putlitz ist. Gut entwickelt habe sich die Jugendfeuerwehr. Die derzeit 14 Mädchen und Jungen werden von Matthias Waehlan und Christiane Leetz betreut.

Der Feuerwehrverein hilft

Über den Feuerwehrverein werden zum Beispiel Mai- und Herbstfeuer organisiert. Jedes aktive Feuerwehrmitglied ist im Verein. darüber hinaus interessierte Bürger. „Die Vereinsmitglieder unterstützen uns personell und finanziell“, sagt Maik Vogt.

Zum 65. Gründungsjahr beleuchteten die „Putlitzer Nachrichten“ die Geschichte der Wehr. Der erste Wehrführer der 1873 gegründeten Truppe war Wehrhauptmann Lange. Nach dem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit stand ihr Richard Genz bis 1958 vor. Von 1989 bis 2017 hatte der 1. Hauptbrandmeister Eberhard Waehlan das Kommando.

Erste große Feuerprobe nach nur einem Jahr

Zwei Großbrände legten den Grundstein für die Putlitzer Wehr: So brannten 1854 in der Stadt 25 Scheunen ab. Nur 14 Jahren später vernichtete 1868 ein Großfeuer 28 Scheunen. Nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges beschloss man 1873 die Gründung der freiwilligen Feuerwehr.

Die erste Feuerprobe musste die junge Wehr ein Jahr später abgeben, weil „Frevlerhände“ ein Feuer gelegt hatten, das in der Wilhelmstraße fünf Wohnhäuser und neun Scheunen in Asche legte.

Eine den damaligen Verhältnissen moderne Spritze und andere Löschgeräte schaffte die Stadt 1875 an. Die Truppe kam „nach kurzer Zeit in den guten Ruf, eine vorbildliche Musterwehr genannt zu werden”, schrieben die „Putlitzer Nachrichten” vor 80 Jahren.

Von Beate Vogel

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