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Prignitz „Brautmomente“ im ehemaligen Mitropasaal
Lokales Prignitz „Brautmomente“ im ehemaligen Mitropasaal
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16:40 09.03.2018
Julia Krebs hat sich einen Traum erfüllt und ihr neues Geschäft "Brautmomente" im Bahnhof Glöwen eröffnet. Quelle: Andreas König
Glöwen

Kaum jemand wird sich noch an den Schlager „Im Wartesaal zum großen Glück“ erinnern. Für die Geschäftsidee von Julia Krebs würde der deutsche Grand-Prix-Beitrag von einst jedoch ganz gut passen. Die junge Frau hat das erste Braut-, und Festmode-Geschäft mit Eventplanung in der Prignitz eröffnet. Und zwar nicht irgendwo, sondern an einem sehr speziellen Ort: dem Bahnhof Glöwen. Wie es dazu kam, ist eine recht ungewöhnliche Geschichte. „Ich habe die ersten Jahre meiner Kindheit in Glöwen verbracht“, berichtet die 27-Jährige. Ihr Vater arbeitete bei einem Bushersteller. Erst wurde dessen Berliner Werk geschlossen, worauf die Familie nach Bayern zog, später machte auch die dortige Niederlassung dicht, woraufhin die Familie nach Österreich übersiedelte. 14 Mal ist Julia Krebs in ihrem Leben bereits umgezogen.

„Studiert habe ich Tourismus- und Eventmanagement, aber ich wollte schon immer Hochzeitsplanerin werden“, erzählt Julia Krebs. Die Sendung „Frank – Der Weddingplaner“ war vermutlich nicht ganz unmaßgeblich bei der Berufswahl. Doch an einen eigenen Hochzeitsservice war zunächst noch nicht zu denken. Wegen der Pflegebedürftigkeit ihrer geliebten Großeltern kehrte die junge Frau in die alte Heimat zurück, pendelte aber täglich nach Berlin, wo sie – natürlich in einem Brautmodegeschäft arbeitete. Im Mai 2015 heiratete Julia Krebs, im Dezember kam Söhnchen Lorenz zur Welt. „Da war klar, dass ich nicht mehr wie bisher zur Arbeit pendeln konnte“, sagt die junge Frau.

Bahnhof bot die passenden Räume

Bei den Vorbereitungen für die eigene Hochzeit hatte sie fesgestellt, dass solche Angebote in der Prignitz so gut wie nicht vorhanden waren. „Ich überlegte mir, mich in meinem Wunschberuf selbstständig zu machen“, sagt Julia Krebs. Bei der Eröffnung des Bahnhofs Glöwen sagte sie zu ihrem ebenfalls anwesenden Vater: „Hier könnte ich doch mein Geschäft einrichten.“

Genauso geschah es. Seit kurzem betreibt Juli Krebs ihre „Brautmomente“ im ehemaligen Mitropasaal im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude. Von den zunächst geplanten festen Öffnungszeiten hat sie sich verabschiedet. „In meiner Branche gibt es keine Laufkundschaft. Ich vereinbare Termine mit den Bräuten.“ Der Markt ist größer als man denkt: 400 Eheschließungen gab es 2016 in der Prignitz.

Von Männermode weniger Ahnung

Drei Besuche bei den Brautmomenten müssten schon eingeplant werden. „Beim ersten Mal sucht sich die Frau das Kleid aus, dann wird es bestellt und beim zweiten Mal anprobiert. Jetzt muss Maß genommen und das Kleid passend geändert werden“, schildert Julia Krebs den Ablauf. Wenn alles gut läuft, passt beim dritten Termin alles, und das Kleid kann wahlweise mitgenommen oder bis zum letzten Tag vor neugierigen Männerblicken geschützt werden. Apropos, warum bietet sie keine Hochzeitsmode für Herren an? „Davon habe ich keine Ahnung“, sagt Julia Krebs. Zudem seien Männer sehr viel schneller in der Wahl der Garderobe. „Eine Frau braucht mindestens zwei bis drei Stunden. Mein Mann war mit seinem Anzug in einer halben Stunde fertig“, sagt die junge Frau schmunzelnd.

53 Kleider will sie bald in ihren Räumen vorstellen können. Zwar gibt es noch immer Frauen, die sich ein weißes Hochzeitskleid wünschen, doch seien derzeit andere Farbtöne angesagt. „Rosé oder Ivory sind gefragt“, sagt Julia Krebs. Neben den reinen Brautkleidern gibt es noch eine Ecke mit sehr bunter festlicher Garderobe für weibliche Hochzeitsgäste.

Von Andreas König

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