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Prignitz Breeser Bomben-Bannmeile am 31. März
Lokales Prignitz Breeser Bomben-Bannmeile am 31. März
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20:07 10.03.2016
Feuerwerker Henry Konstantin (r.) sucht in den Bohrlöchern nach Anomalien, die Bohrhelfer Daniel Pantke und Dennis Pick ziehen die Leerrohre nach der Messung wieder aus der Erde. Quelle: Andreas König
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Breese

40 Anomalien haben Truppführer Gerd Fleischhauer vom Munitionsbergungsdienst und die Mitarbeiter des Spezialunternehmens Röhll bisher im Boden bei Breese festgestellt. Grund genug, die zu erwartenden Fliegerbomben an einem Tag zu sprengen. Auserkoren wurde dafür der 31. März.

An diesem Mittwoch gilt ab 8 Uhr ein Sperrkreis von 1000 Metern Durchmesser. Darin darf sich bis zur Entwarnung niemand aufhalten. „Betroffen sind 422 Haushalte mit 713 Einwohnern“, sagte der Ordnungsamtsleiter des Amtes Bad Wilsnack/Weisen am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Ab 8 Uhr schwärmen Mitarbeiter des Amtes und freiwillige Helfer der Feuerwehr aus, um zu überprüfen, dass der Sperrkreis menschenleer ist.

Bisher 40 Anomalien im Boden gefunden

„Das von uns beauftragte Unternehmen hat bald 8600 Löcher gebohrt und sondiert“, sagte Gerd Fleischhauer. „Kurz vor Ostern werden wir wissen, wie viele Anomalien tatsächlich im Erdboden vorhanden sind. Es sei nicht gesagt, dass sämtliche bisher bekannten 40 Anomalien tatsächlich von Bomben herrühren. „Wir stellen das Vorhandensein ferromagnetischer Störungen des natürlichen Erdmagnetfeldes fest“, erklärte der Feuerwerker. Die können auch von Splittern, Schrott oder gar eisenhaltigen Findlingen ausgehen. „Unserer Erfahrung nach werden aber wohl einige Blindgänger darunter sein“, sagte Gerd Fleischhauer.

Hohlladungen bringen Bomben zur Detonation

Die Anomalien werden vorsichtig geöffnet und bei Bestätigen des Bombenverdachts mit Hohlladungen versehen, Gezündet werden sollen diese Ladungen und mit ihnen die Bomben an jedem 31. März. Je nach Arbeitsaufwand rechnet der Truppführer damit, die Bomben ab Mittag zur Detonation zu bringen. Voraussichtlich gegen 9.30 oder 10 Uhr beginnt Gerd Fleischhauer mit „höchstens zwei, drei Mitarbeitern“, die Ladungen anzubringen. Während der gesamten Sperrung müssen die betroffenen Teile Breeses geräumt bleiben.

Shuttle-Service für kranke und behinderte Menschen

„Für kranke oder behinderte Menschen sowie diejenigen, die keine anderen Möglichkeiten haben, richten wir einen Busshuttle-Service von Breese nach Groß Breese zum Dorfgemeinschaftshaus ein“, sagte Ordnungsamtsleiter Gerald Neu. Am Tag der Sperrung wird die Arbeit im Bahnwerk Wittenberge eingestellt. Sämtliche Straßen und Wege, die zum Speergebiet führen, werden von Ordnungskräften und der Polizei abgesperrt. „Wir appellieren an die Eigenverantwortung der Einwohner“, sagte Bürgermeister Werner Steiner. „Wer kann, sollte versuchen, bei Bekannten oder Verwandten unterzukommen, bis Entwarnung gegeben wird.“ In einer Zone von etwa 300 Metern um die Fundstelle sollten die Bürger die Fenster ihrer Häuser angekippt lassen, um der Druckwelle keine Angriffsfläche zu bieten.

Von Andreas König

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