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Breeser Bomben werden gesprengt

Sperrung am 31. März Breeser Bomben werden gesprengt

Bis zu acht Fliegerbomben können sich in der Erde unter der künftigen Breeser Deichstraße befinden. So viele Anomalien haben die Munitionsräumer bisher festgestellt. Angesichts dieser Menge sehen die Experten davon ab, die Bomben einzeln entschärfen zu wollen. Am 31. März sollen sie gesprengt werden. In einem Radius von 1000 Meter muss evakuiert werden.

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Mitarbeiter der Munitionsbergungsfirma Röhll sondieren das Gelände der künftigen Deich- und Straßenbaustelle in Breese.

Quelle: Andreas König

Breese. Die Fliegerbomben, die mutmaßlich in der Erde unter der Deichbaustelle von Breese liegen, sollen gesprengt werden. Dazu haben sich die Verantwortlichen des Amtes Bad Wilsnack/Weisen und der Bürgermeister der Gemeinde Breese entschlossen. „Eine Entschärfung der Bomben, wie zunächst vorgesehen, wäre zu langwierig“, sagte der Breeser Bürgermeister Werner Steiner.

Einzelnes Entschärfen der Bomben würde zu lange dauern

Gerd Fleischhauer, Truppführer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei, bestätigte diese Annahme. „Wir haben bislang acht Anomalien im Boden gefunden“, sagte der Feuerwerker der MAZ. „Wir wissen zwar nicht, hinter wie vielen davon wirklich eine Bombe steckt, aber wenn man mit dem Schlimmsten rechnet, würde das einfach zu lange dauern.“ Wie berichtet, müssten die Anomalien zunächst mit dem Bagger geöffnet werden, ehe dann die eigentliche Bombe freigelegt und entschärft werden könnte. Bei dem sandigen Boden müssten die Gruben mit einem Verbau gesichert und mit einer Wasserhaltung trockengelegt werden. Alles in allem zu aufwendig, um die Verdachtsstellen in einer zumutbaren Zeit zu räumen.

Erfolgreiche Bombenentschärfung am Wittenberger Rehwischdeich im Jahr 2014

Erfolgreiche Bombenentschärfung am Wittenberger Rehwischdeich im Jahr 2014. Dieses Mal soll bei Breese gesprengt werden.

Quelle: Andreas König

Nun soll die große Lösung her – es wird gesprengt. „Wir wissen ja noch nicht genau, wie viele Blindgänger letztlich im Boden liegen, aber wenn wir sie sprengen, müssten wir an einem Tag fertig werden“, erklärt Gerd Fleischhauer. Auf einmal zur Detonation bringen wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst die gefährlichen Blindgänger allerdings nicht – zu groß wäre die Wucht der Explosion. Vielmehr sollen die Bomben eine nach der anderen gesprengt werden. In einem Sperrkreis von 1000 Metern um die Fundstelle darf sich bis zur Freigabe niemand aufhalten – das Dorf muss teilweise evakuiert werden.

400 bis 500 Menschen von Evakuierung betroffen

„Die Breeser sehen dieser Angelegenheit mit der nötigen Besonnenheit entgegen“, versichert Bürgermeister Werner Steiner. Seinen Schätzungen zufolge sind 400 bis 500 Menschen von der Evakuierung unmittelbar in seiner Gemeinde betroffen.

Die Bürger sollen demnächst per Postwurfsendung über die kommenden Schritte informiert werden. Zudem ist eine Einwohnerversammlung für Donnerstag, 10. März, 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Groß Breese vorgesehen.

Dorf ist nur eingeschränkt zu erreichen

Der Verkehr durch den Ort wird für die Dauer der Sprengung gesperrt. Lediglich über den Weisener Weg können nach Angaben von Bürgermeister Werner Steiner Fahrzeuge passieren. Welche weiteren Schritte noch zu unternehmen sind, darüber beraten die Experten in den nächsten Tagen intensiv mit den zuständigen Vertretern der Kommunen.

Auf das Anlegen zusätzlicher Erdwälle kann laut Gerd Fleischhauer verzichtet werden. „Der Abstand ist groß genug, dass die Splitterbildung keine weiteren Schäden anrichten kann.“

Die Bomben stammen aus einem Luftangriff der US-Air Force vom 22. Februar 1945. Damals war vor allem der Wittenberger Bahnhof das Ziel. Doch die deutsche Wehrmacht hatte das Zielgebiet vernebelt, möglicherweise sogar Attrappen aufgebaut, um die alliierten Bomberpiloten zu täuschen.

Von Andreas König

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