Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Bröring investiert in Wittenberge
Lokales Prignitz Bröring investiert in Wittenberge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 18.12.2015
Bei der Bekanntgabe der Investition in Wittenberge. Quelle: Andreas König
Anzeige
Wittenberge

Es hat länger gedauert als geplant, aber nun kann es losgehen: Der Futtermittelhersteller Bröring aus dem niedersächsischen Dinklage kann das geplante Mischfutterwerk in Wittenberge bauen. Die bislang ausstehende immissionsschutzrechtliche Genehmigung wurde erteilt, wie das brandenburgische Landwirtschaftsministerium informierte. Damit ist eine fast einjährige Hängepartie beendet. Der Weg ist nun frei für den Bau eines Werks, für knappe 20 Millionen Euro. Darin sollen zunächst 17 bis 20, später dann bis zu 35 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Ursprünglich war der Beginn der Produktion bereits für dieses Jahr vorgesehen. Doch daran ist laut Geschäftsführer Jan Bröring nun nicht mehr zu denken. „Die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetzt umfasst zwar auch die Baugenehmigung, aber wir dürfen zum Beispiel während der Brut und Nistphase nicht bauen“, erklärte Bernd Böring. Zudem müsse bei einem solch großen Projekt zunächst die Feinplanung vorgenommen werden. Realistisch sei es nunmehr, dass ab Ende 2016, Anfang 2017 gebaut werden könne. Nach einer Bauzeit von einem bis anderthalb Jahren wäre dann mit dem Produktionsbeginn für das Jahr 2018 zu rechnen. „Aber das sind alles Schätzungen, genauer können wir das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, relativierte der Geschäftsführer. Dennoch freue er sich, dass die größte Hürde nunmehr gemeistert sei. „Mit dem Vorliegen der Genehmigung haben wir einen Meilenstein in der Neuansiedlung erreicht“, sagte Bernd Bröring.

Die Absicht, ein Mischfutterwerk im Wittenberger Industriegebiet Süd zu errichten, gab das Familienunternehmen bereits im Oktober 2013 bekannt. Doch seitdem bewegten sich in der Sache eher viele Akten statt Baggerschaufeln. Das lag vor allem am Artenreichtum im Industriegebiet Süd. Unter anderem wurden dort, wo das Werk entstehen soll, zwei Zauneidechsen gesichtet. Dieser Einwand wurde bei der Auslegung der Pläne vorgebracht und musste berücksichtigt werden. Die geschützten Tiere wurden in einer aufwendigen Aktion auf dem künftigen Baufeld eingesammelt und in den Raum Lenzen umgesiedelt. Die Kosten dafür hat die Stadt Wittenberge übernommen, weil sie dem Investor ja eine ansiedlungsbereite Fläche verkauft hat.

Inzwischen hatten zwar die Zauneidechsen ein neues Zuhause gefunden, doch gab es noch ein aufwendiges Verfahren, um einen „Ausgangszustandsbericht“ zu erstellen. Darin wird unter anderem die Güte des Wassers und des Bodens festgestellt, bevor eine neue Investition umgesetzt wird.

Mit der Inbetriebnahme des Mischfutterwerks soll der Hafen Wittenberge besser ausgelastet werden. Pro Jahr ist daran gedacht, 300 000 Rohwaren anzuliefern. Das Ausgangsmaterial, vor allem Getreide, Mais und Rapsschrot, soll vorwiegend mit der Bahn, aber auch per Schiff an den Standort gebracht werden.

Von Andreas König

Auf einer Länge von 308 Metern ist die Laaslicher Straße in Wittenberge jetzt für insgesamt 270 000 Euro saniert worden. Am Dienstag ist sie im Beisein von Bürgermeister Oliver Hermann feierlich der Öffentlichkeit übergeben worden. Die Anlieger tragen 70 Prozent der Kosten, der Rest des Geldes kommt von der Stadt.

18.12.2015
Prignitz Pensionierte Lehrerin gibt Unterricht - Vehlow: Deutschkurs im Wohnzimmer

Zweimal in der Woche trifft sich die pensionierte Deutsch- und Russischlehrerin Ella Ziehl aus Vehlow mit Flüchtlingen aus dem Wohnblock in Vehlow zum Deutschunterricht. Die erste Stunde war Ende September. Mittlerweile können sich die jungen Männer schon gut verständigen. Die 74-Jährige hat sich extra Unterrichtsmaterialien besorgt.

18.12.2015
Polizei Prignitz: Polizeibericht vom 15. Dezember - Vier Verletzte bei Vehlow

Vier Personen verletzten sich am Montag gegen 13.14 Uhr, als die 62-jährige Fahrerin des Wagen auf der Bundesstraße 103 zwischen Vehlow und Gantikow die Kontrolle über ihren Wagen verlor, etwa siebzig Meter über den unbefestigten Straßenrand fuhr – augenscheinlich ohne zu bremsen – und anschließend mit dem Wagen gegen einen Baum stieß.

15.12.2015
Anzeige