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Bröring investiert in Wittenberge

Grünes Licht für Mischfutterwerk Bröring investiert in Wittenberge

Die Firma Bröring kann endlich loslegen. Der Futtermittelhersteller aus Niedersachsen hat vom Land grünes Licht für den Bau des geplanten Mischfutterwerkes in Wittstock bekommen. 20 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Standort an der Elbe und will perspektivisch bis zu 35 Mitarbeiter dort beschäftigen.

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Bei der Bekanntgabe der Investition in Wittenberge.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Es hat länger gedauert als geplant, aber nun kann es losgehen: Der Futtermittelhersteller Bröring aus dem niedersächsischen Dinklage kann das geplante Mischfutterwerk in Wittenberge bauen. Die bislang ausstehende immissionsschutzrechtliche Genehmigung wurde erteilt, wie das brandenburgische Landwirtschaftsministerium informierte. Damit ist eine fast einjährige Hängepartie beendet. Der Weg ist nun frei für den Bau eines Werks, für knappe 20 Millionen Euro. Darin sollen zunächst 17 bis 20, später dann bis zu 35 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Ursprünglich war der Beginn der Produktion bereits für dieses Jahr vorgesehen. Doch daran ist laut Geschäftsführer Jan Bröring nun nicht mehr zu denken. „Die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetzt umfasst zwar auch die Baugenehmigung, aber wir dürfen zum Beispiel während der Brut und Nistphase nicht bauen“, erklärte Bernd Böring. Zudem müsse bei einem solch großen Projekt zunächst die Feinplanung vorgenommen werden. Realistisch sei es nunmehr, dass ab Ende 2016, Anfang 2017 gebaut werden könne. Nach einer Bauzeit von einem bis anderthalb Jahren wäre dann mit dem Produktionsbeginn für das Jahr 2018 zu rechnen. „Aber das sind alles Schätzungen, genauer können wir das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, relativierte der Geschäftsführer. Dennoch freue er sich, dass die größte Hürde nunmehr gemeistert sei. „Mit dem Vorliegen der Genehmigung haben wir einen Meilenstein in der Neuansiedlung erreicht“, sagte Bernd Bröring.

Die Absicht, ein Mischfutterwerk im Wittenberger Industriegebiet Süd zu errichten, gab das Familienunternehmen bereits im Oktober 2013 bekannt. Doch seitdem bewegten sich in der Sache eher viele Akten statt Baggerschaufeln. Das lag vor allem am Artenreichtum im Industriegebiet Süd. Unter anderem wurden dort, wo das Werk entstehen soll, zwei Zauneidechsen gesichtet. Dieser Einwand wurde bei der Auslegung der Pläne vorgebracht und musste berücksichtigt werden. Die geschützten Tiere wurden in einer aufwendigen Aktion auf dem künftigen Baufeld eingesammelt und in den Raum Lenzen umgesiedelt. Die Kosten dafür hat die Stadt Wittenberge übernommen, weil sie dem Investor ja eine ansiedlungsbereite Fläche verkauft hat.

Inzwischen hatten zwar die Zauneidechsen ein neues Zuhause gefunden, doch gab es noch ein aufwendiges Verfahren, um einen „Ausgangszustandsbericht“ zu erstellen. Darin wird unter anderem die Güte des Wassers und des Bodens festgestellt, bevor eine neue Investition umgesetzt wird.

Mit der Inbetriebnahme des Mischfutterwerks soll der Hafen Wittenberge besser ausgelastet werden. Pro Jahr ist daran gedacht, 300 000 Rohwaren anzuliefern. Das Ausgangsmaterial, vor allem Getreide, Mais und Rapsschrot, soll vorwiegend mit der Bahn, aber auch per Schiff an den Standort gebracht werden.

Von Andreas König

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