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Brünkendorf: Der Ort mit dem Bimmelbaum

Geschichte der Dorflinde Brünkendorf: Der Ort mit dem Bimmelbaum

Wenn die Einwohner aus Brünkendorf (Gemeinde Groß Pankow) nach ihrer Adresse gefragt werden, taucht immer der Name Am Bimmelbaum auf. Brünkendorf war einst das Rittergut derer von Möllendorff. Das Adelsgeschlecht funktionierte die Linde zum Weckruf für das Dorf um.

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Die Linde in Brünkendorf trägt den Beinamen Bimmelbaum.

Brünkendorf. Ein ausgefallener Straßenname fällt bei den Einwohnern in Brünkendorf (Gemeinde Groß Pankow) auf. Alle zwölf Bewohner sind unter der Anschrift Am Bimmelbaum zu finden. Was sich hinter diesem Namen verbirgt, weiß Einwohner Norbert Kneher. „Es gab hier einmal ein Gut und deren Besitzer riefen am Morgen immer die Arbeiter mit einer Glocke. Die befand sich an der großen Linde, dort wo heute die Buswendeschleife entlangführt“, so Kneher. Wenn die Glocke am Baum erklang, wussten die Tagelöhner und später auch Zwangsarbeiter bis Ende des Zweiten Weltkrieges, was die Stunde geschlagen hatte: Ein langer Arbeitstag lag wieder vor ihnen. Also trug die Linde schon bald den Beinamen Bimmelbaum.

Das Buch „Die Prignitz“ von Lieselott Enders, mit dem Untertitel Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis zum 18. Jahrhundert, gibt näheren Aufschluss. Mit dem Gut ist der Rittersitz derer von Möllendorff gemeint. Dieser ist längst Geschichte, auch das Anwesen mittlerweile von der Bildfläche verschwunden.

Neben dem Bimmelbaum gehört seit 1992 ein Storchennest zu den Besonderheiten im Dorf. Norbert Kneher zog 1992 von Berlin nach Brünkendorf und fand bei seinem Einzug diesen Horst auf seinem Grundstück vor. „Der wurde in dem Jahr meines Einzugs aufgestellt und gleich im ersten Jahr kamen zum ersten Mal Störche“, sagt er. Seitdem wird der Horst Jahr für Jahr als Sommerwohnsitz von Meister Adebar angesteuert. „In diesem Jahr ist es allerdings das erste Mal, dass das Paar nicht brütet“, so Kneher.

Ob die Witterung daran Schuld hat oder der Rot­milan, der in unmittelbarer Nachbarschaft in diesem Jahr erstmals eine Brut aufzieht, bleibt offen.

Von Christamaria Ruch

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