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Bucheckernernte wird hervorragend

Penzlin-Süd Bucheckernernte wird hervorragend

Da dieses Jahr bei den Buchen ein so genanntes Vollmastjahr ist, erwartet der Meyenburger Revierförster Olaf Bergmann im Stadtwald bei Penzlin-Süd eine ausnehmend gute Ernte. Zurzeit liegen unter den hoch gewachsenen Bäumen Netze aus, die die stachligen Früchte auffangen sollen. Die Samen werden dann herausgeschüttelt.

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Auf Netzen werden die Bucheckern aufgefangen.

Quelle: Beate Vogel

Penzlin-Süd. Mit einer ausnehmend guten Bucheckernernte rechnet Revierförster Olaf Bergmann im Meyenburger Stadtwald. In einem 139 Jahre alten Buchenbestand bei Penzlin-Süd (Stadt Meyenburg) liegen derzeit die Netze aus, um die Eckern aufzufangen. „Wir haben ein Vollmastjahr“, sagt Bergmann. Das bedeutet, so gut wie jeder Baum trägt Früchte. Auch in anderen Regionen Deutschland fällt die Ernte dieses Jahr sehr gut aus.

Geerntet werden dürfen Bucheckern nur in ganz bestimmten Beständen, erklärt der Förster. Die Genehmigung dazu erteilt die Forstbehörde, geregelt werden die strengen Kriterien über das Forstvermehrungsgutgesetz. Der gut fünf Hektar große, fast 140 Jahre alte Bestand bei Penzlin-Süd zeichnet sich durch eine besondere Qualität aus. „Die Bäume sind geradschaftig und vital“, so Bergmann. Die Lieferungen an die Forstbaumschule Güstrow werden zertifiziert, so dass die Herkunft der Samen ganz genau nachzuvollziehen ist. „Das ist wie eine Geburtsurkunde“, sagt der Förster.

Das Kilogramm kostet 10 Euro

Bevor es so weit ist, sollten aber noch ein paar Bucheckern in die Netze fallen. Mit einer so genannten Hummel, einer Trommel, werden die Bucheckern gerüttelt und so bewegt, dass die Samen aus den stachligen Hüllen fallen. „Wir rechnen mit einem Ertrag von 1,4 Tonnen“, so Bergmann. Bei einem Kilogrammpreis von 10 Euro kann sich der Waldbesitzer – in diesem Fall die Stadt Meyenburg – über die Einnahme freuen, auch wenn Lohnkosten für die Stadtarbeiter anfallen, die die Ernte vornehmen.

Als Herkunft erhalten die Bucheckern aus dem Stadtforst das Siegel „Heide und Altmark“. Sie dürfen laut Bergmann in Mecklenburg und Niedersachsen für die Nachzucht verwendet werden. Das Material wird gesiebt und gereinigt und geht dann an die Forstbaumschule. „Dann bekommen wir die Pflanzen – meist im Alter von zwei Jahren – zurück und können sie wieder im Wald aussetzen.“

Klimastress bringt Bäume durcheinander

Ein Vollmastjahr, in dem an jedem Baum Früchte hängen, kommt alle fünf bis sechs Jahre vor, weiß Bergmann. Daneben gibt es Jahre der Halbmast, in denen an jedem zweiten Baum Eckern wachsen, und Jahre der Sprengmast, in denen nur vereinzelt Bäume Bucheckern ausbilden. „Wir sammeln erst bei der Halbmast, vorher lohnt es sich nicht.“ Dass die Buchen häufiger Früchte tragen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen, so die Beobachtung. „Eine Theorie ist, das man das auf Klimastress zurückführt“, meint Revierförster Bergmann. Die Pflanzen kämen durcheinander.

Von Beate Vogel

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