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Bürger feiert mit viel Programm ihre 770 Jahre

Stepenitz Bürger feiert mit viel Programm ihre 770 Jahre

Stepenitz wurde vor 770 Jahren erstmals erwähnt. Das feierten die Bürgerinnen und Bürger von Freitag bis Sonntag. Vom miesen Wetter ließen sie sich die gute Laune nicht verderben, zumal im Programm viele Punkte standen, die im Trockenen stattfanden: Das Biermuseum eröffnete, auch Klosterhotel und Planetarium luden ein.

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Andrang im Biermuseum. Astrid Kruse lädt zur Verkostung, ihr Mann Martin empfängt Gäste.

Quelle: Beate Vogel

Stepenitz. Nur ganz wenige Stepenitzer hatten vor dem Festwochenende einen Blick ins neue Biermuseum bei Astrid und Martin Kruse werfen können. Und so war der Andrang entsprechend groß am Sonnabend, als der Ortsteil der Gemeinde Marienfließ (Amt Meyenburg) sein 770-jähriges Bestehen feierte. Alle hatten gespannt auf die Eröffnung des Museums gewartet.

Das Programm war gehaltvoll – und bot angesichts des miesen Wetters allerlei Gelegenheiten, nach drinnen auszuweichen. Dennoch dankte Ortsbürgermeister Martin Kruse den Bürgern, die sich schon zum vormittäglichen Festumzug „trotz des Mistwetters“ ins Freie wagten. 20 Traktoren und ein Pferdegespann zogen durch die Dorfstraße „Familie Kulling kam sogar mit drei Traktoren.“

Blick in die Zimmer des Klosterhotels

Zunächst konnten die Stepenitzer einen Blick ins im November 2015 eröffnete Klosterhotel Garni Marienfließ werfen. Die derzeit sieben, auch barrierefreien Zimmer – zehn sind geplant – sind bis unters Dach individuell ausgestaltet. „Wir haben viele alte Erbstücke von Stepenitzern aufgearbeitet, die sich jetzt im Hotel wiederfinden“, erklärte Christiane Hahn, Assistentin der Stiftsleitung. Pächter ist Thomas Becken.

Das Konzept der Hotelkette Garni ist, dass die Gäste auf Wunsch mit Frühstück verpflegt werden oder einen Cateringservice nutzen können. „Wenn man den Saal für Feiern mietet, kann man auch die moderne Küche mit nutzen.“ Das sei zum Beispiel bei Hochzeiten oder anderen Familienfeiern denkbar: „Sie können in der Stiftskirche heiraten und mit den Gästen hier feiern und übernachten.“ Zimmer werden telefonisch oder per E-Mail gebucht. Infos gibt es unter www.klosterhotel-marienfliess.de oder www.marienfliess.de.

In der Stiftskirche lud Julia Meister aus Berlin zu Führungen ein: Sie hat einen Audioguide für die Stiftskirche erstellt. „Er ist etwa 30 Minuten lang, informiert über den Ursprung, die Gründungslegende und die Architektur der Stiftskirche“, erklärte sie. Die Rolle der Frau im 18. Jahrhundert – und damit auch die der Stiftsdamen – wird in dem Reiseführer zum Hören erläutert. Dazu schreibt Julia Meister ihre Masterarbeit. Einen Bachelorabschluss hat sie bereits in Deutscher Literatur.

Audioguide für die Stiftskirche in zwei Sprachen

Über das Projekt in Stepenitz hat sich Julia Meister gefreut: „Das war mir wichtig, dass ich alles komplett in der Hand hatte.“ So habe sie nicht nur die Geschichte der Stiftskirche wissenschaftlich recherchiert, sondern den Text auch selbst eingesprochen – in Deutsch und in Englisch. Sechs Monate habe die Arbeit gedauert. Der Audioguide ist jetzt auf Anfrage über das Klosterhotel auszuleihen.

Im Biermuseum, das am Mittag eröffnet wurde, konnten die Besucher nicht nur die ungezählten Exponate der Familie Kruse bestaunen: Sie haben in mehreren Jahren allein mehr als 23 000 Bierdeckel gesammelt. Hinzu kommen Flaschen, Gläser, Fässchen, Krüge, Werbeartikel und vieles mehr. „Für die meisten Stepenitzer ist das hier eine Überraschung“, sagte Kruse. Viele Gäste brachten kleine Geschenke zur Eröffnung mit: Bierkrüge, Flaschen und Gläser, die die Sammlung erweitern dürften. Wer das Museum besichtigen möchte, sollte sich vorher anmelden, am besten per E-Mail, sagte Martin Kruse: m.kruse.1957@web.de.

Im Dorfgemeinschaftszentrum konnten sich unterdessen kleine und große Sternengucker im mobilen Planetarium auf eine Sternenreise mitnehmen lassen. Sie erfuhren Wissenswertes über den Großen Bären und den Kleinen Wagen, über den Polarstern und die Sonne. Abends legte DJ Ortsversteher im Festzelt zum Tanz auf.

Von Beate Vogel

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