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Bürger machen gegen Deponie mobil

Groß Pankow Bürger machen gegen Deponie mobil

Gegen die Deponiepläne für Luggendorf machen Mitglieder der Bürgerinitiative in Groß Pankow Stimmung. Mit zahlreichen Transparenten fordern Sie „Schutz statt Schutt“ für ihre Gemeinde. Sprecherin Caroline Freifrau von Wolff will sich mit Vertretern anderer von Deponieplänen betroffenen Gemeinden in Potsdam treffen. um sich auszutauschen.

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„Schutz statt Schutt“ fordert die Bürgerinitiative gegen eine Bauschuttdeponie in Luggendorf auf Transparenten.

Quelle: Andreas König

Groß Pankow. Die Ortsdurchfahrt von Groß Pankow ist von Protestplakaten und -transparenten gesäumt: „Schutz statt Schutt“ steht dort zum Beispiel oder auch „Für unsere Kinder“ oder ganz klar formuliert „Keine Deponie in Luggendorf.“

Transparente hängen an den Zäunen

„Die Transparente sind zum Teil von Mitgliedern der Bürgerinitiative angebracht worden, zum Teil aber auch von Bürgern der Gemeinde in Eigenregie“, sagt Caroline Freifrau von Wolff. Die in Bullendorf lebende Leiterin des Ocumed-Qualitätsnetzwerks an der Augenklinik Groß Pankow gehört seit Bekanntwerden der Pläne zur Errichtung einer Bauschuttdeponie in Luggendorf zu den Gegnern des Projekts.

Antrag zur Deponierrichtung wurde gestellt

„Inzwischen hat der potenzielle Betreiber bei der Gemeinde Groß Pankow einen Antrag auf Errichtung der Deponie gestellt“, sagt die Sprecherin. Damit muss sich die Gemeinde nun mit dem Vorhaben konkret befassen. In einer Probeabstimmung zum Thema im September vergangenen Jahres hatten die Gemeindevertreter dem Vorhaben einhellig zugestimmt. Begründet wurde diese Vorentscheidung mit dem Argument, dass die Gemeinde den Deponiebau ohnehin nicht verhindern könne. Da sei es besser, die Spielregeln selbst zu bestimmen, um ein Mitspracherecht bei der Umsetzung des Vorhabens und etwaigen Ausgleichsmaßnahmen zu haben. Die Mitglieder der Bürgerinitiative und andere Bürger reagierten mit Unverständnis und Enttäuschung auf diesen Beschluss, hatten sie doch kurz zuvor eine Liste mit 888 Unterschriften gegen das Luggendorf-Projekt abgegeben. „Ich werde mich in Potsdam mit Vertretern der Landespolitik und der Bürgerinitiative Depo-Nie aus Michendorf treffen“, kündigte Caroline Freifrau von Wolff an. Die Gemeindevertreter von Michendorf hätten Deponieplänen in ihrer Gemarkung nicht zugestimmt.

Bedarf an Deponien scheint zu wachsen

Unterdessen scheint der Bedarf an Deponien – auch in der Prignitz – größer zu sein als noch bei der ersten Vorstellung der Pläne für Luggendorf im April vergangenen Jahres kundgetan. Damals hatten die Planer argumentiert, das Land habe ein Interesse an einer Deponie, die für ein Einzugsgebiet von 100 Kilometern gedacht sei. Jetzt gibt es Pläne, bei Groß Warnow (Gemeinde Karstädt) ebenfalls eine Deponie zu errichten.

Bautätigkeit im Winter beobachtet

Während der Wintermonate hatten Einwohner von Luggendorf Bautätigkeit auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube beobachtet. Dabei soll es sich jedoch laut Informationen von Caroline Freifrau von Wolff um Arbeiten zur endgültigen Schließung der Kiesgrube gehandelt haben.

Von Andreas König

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