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Prignitz Bürgermeister sponsert Jahn-Schüler
Lokales Prignitz Bürgermeister sponsert Jahn-Schüler
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02:15 16.10.2015
Philine Weigelt hatte die Idee, Bürgermeister Oliver Hermann als Sponsor zu gewinnen.
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Wittenberge

Ein neues Spielgerät wäre schön. Oder neues Unterrichtsmaterial oder Klassenfahrten in die nähere und fernere Umgebung. Ideen haben die Schüler der Klasse 4a an der Wittenberger Jahn-Grundschule. Eine davon ist der Sponsorenlauf. Das bedeutet, die Schüler drehen ihre Runden um das ehrwürdige Schulgebäude, und Sponsoren geben einen Obolus. Erfolgreich praktiziert hat dieses Konzept zuletzt die Pritz­walker Quandtschule.

Nun möchten die Wittenberger Jahnschüler ein neues Spielgerät für den Schulhof haben. „Wir können das machen, aber ihr müsst Euch jemanden suchen, der euch Geld für die Runden gibt“, empfahl Sportlehrer Ralf Niklaus den Schülern. Sie schwärmten aus und sicherten sich den Beistand von Bäckersfrau oder Sportwarenfachverkäuferin. Und weil man in Geldangelegenheiten lieber auf der Schriftform bestehen soll, hatten die Jungen und Mädchen gleich Vertragsformulare mit dabei.

Eine besonders pfiffige Idee hatte Philine Weigelt aus der Klasse 4a. Sie wollte den Bürgermeister als Sponsor gewinnen. Oliver Hermann besuchte am Dienstag die Klasse und unterschrieb einen Vertrag, in dem sich die Stadt verpflichtet, 50 Euro für den Lauf zu geben. „Die habt ihr schon mal sicher, bevor ihr auch nur einen Schritt gelaufen seid“, scherzte das Stadtoberhaupt. Mit einem dreifachen „Ja, ja Jahnschule“, bedankten sich die Kinder beim Bürger­meister. Anschließend ging Klassenlehrerin Irena Mai mit den Kindern zum Schwimmunterricht.

Beim Sponsorenlauf am Donnerstag, 15. Oktober, geht es dann ab 9 Uhr darum, möglichst viele Runden um die Schule zu drehen. „Zwei Distanzen stehen zur Verfügung“, erklärt Ralf Niklaus. Die Kleinen können 140 auf dem Schulhof umrunden, die Größeren sich auf einen 330 Meter langen Rundkurs begeben.

13. Klassen beteiligen sich, 270 Mädchen und Jungen besuchen die Jahnschule. Die letzten Starter sollen den Sponsorenlauf um 10.30 Uhr beginnen, so dass maximal 40 bis 50 Schüler auf der Strecke sind. „Mehr Läufer auf einmal wären nicht sinnvoll“, erläutert der Sportlehrer.

Ob am Ende wirklich ein neues Spielgerät gekauft wird, oder etwas anderes Sinnvolles, wird sich zeigen. „Wir sammeln auch Zeitungen und Kronkorken, mal sehen, wie viel zusammenkommt“, sagt Ralf Niklaus. In jedem Fall wird der Lauf in den Unterricht eingebunden. Bilder, Aufsätze oder Sportnoten sind neben dem Geld greifbare Resultate. Zudem werde die Sozialkompetenz der Kinder gestärkt. Sie müssen mit Erwachsenen verhandeln und sich nicht zuletzt körperlich anstrengen. Als Lohn winkt das schöne Gefühl, etwas erarbeitet zu haben.

Von Andreas König

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