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Bufdi in der Bibliothek im Schloss

Meyenburg Bufdi in der Bibliothek im Schloss

Nach einem Jahr beendete jetzt Kathleen Schlinke ihren Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) in der Meyenburger Bibliothek im Schloss. Die Arbeit hat ihr viel Spaß gemacht. Nie hätte sie vermutet, dass in der Bücherei so viele Kleinigkeiten zu tun sind, erzählt sie.

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Kathleen Schlinke hat gern als Bufdi in der Meyenburger Bibliothek im Schloss gearbeitet.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Ein Jahr ist schnell vorbei: Das musste auch Kathleen Schlinke feststellen, deren Stelle über den Bundesfreiwilligendienst in der Meyenburger Bibliothek im Schloss am vergangenen Freitag auslief. „Schade“, sagt sie rückblickend. Für ein Jahr hatte die 34-Jährige Bibliotheksleiterin Isolde Pickel in der Bücherei unterstützt.

Zu der Stelle kam die junge Frau völlig überraschend: „Ich bin hier Leserin und wollte etwas abgeben“, erinnert sie sich. Dabei sei sie mit Büchereichefin Isolde Pickel ins Gespräch gekommen, die genau in der betreffenden Woche Grünes Licht für die Bufdi-Stelle bekommen hatte. „Zwei Tage später wäre eine Bewerbung nicht mehr möglich gewesen“, erinnert sich Isolde Pickel. Kurzerhand ging Kathleen Schlinke in die Amtsverwaltung – und hatte den Job.

Da kam keine Langeweile auf

Langweilig war es nicht in der Bibliothek, versichert die Wahl-Buckowerin: „Die Arbeit hier ist sehr vielseitig, da steckt viel mehr dahinter, als man denkt.“ An manchen Tagen seien die beiden Frauen gar nicht mit der Arbeit nachgekommen. Da müssen Dinge organisiert, Veranstaltungen vorbereitet, Medien bearbeitet und eingepflegt werden. Denn zu den Angeboten in der Bibliothek gehören nicht nur die Ausleihe, sondern auch die regelmäßigen Lesekreise, die Arbeit mit den Kitakindern, die Pflege der Schulbibliothek. All das zu leisten, fällt der inzwischen allein agierenden Isolde Pickel schwer. „Das schafft man bei einer Bibliothek dieser Größe – 14 000 Medien – einfach nicht.“ Vor allem viel von dem alltäglichen Kleinkram bekam Kathleen Schlinke auf den Tisch: Flyer falten, Kärtchen stempeln, Bücher einsortieren. Nachdem sie richtig eingearbeitet war, machte ihr die Arbeit doppelt Spaß. Außerdem hat sie sich gut mit ihrer Chefin verstanden, sagt sie. Zum Schluss war sie so fit, dass sie sogar zwei Wochen Urlaubsvertretung machen konnte.

Ursprünglich stammt die 34-Jährige aus Görlitz, kam dann über Umwege nach Brandenburg. „Ich habe schon in verschiedenen Bereichen gearbeitet: in der Altenpflege, als Maurer und Maler.“ Sogar in Österreich hat sie gewohnt. Eine Verlängerung wird es für Kathleen Schlinke nicht geben. „Ich bewerbe mich jetzt rund um die Uhr“, sagt sie. Leserin der Bibliothek wird sie auf jeden Fall bleiben. Um eine Bibliothek wie die in Meyenburg zu leiten, müsste sie einen entsprechenden Abschluss haben, sagt Isolde Pickel: „Der Diplombibliothekar ist irgendwo zwischen Bachelor und Master angesiedelt.“

Mit dem neuen Monat hat das Amt für die Bibliothek eine neue Stelle über den Bufdi bewilligt bekommen, sagt Isolde Pickel. Für sie bedeutet das aber auch, dass sie den oder die neue Kollegin wieder neu einarbeiten muss.

Von Beate Vogel

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