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Prignitz Hilfe für die Tafel nur schrittweise möglich
Lokales Prignitz Hilfe für die Tafel nur schrittweise möglich
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02:18 10.03.2018
Kirsten Tackmann auf dem Pritz­walker Marktplatz. Quelle: Beate Vogel
Perleberg/Pritzwalk

Die Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke traf sich am gestrigen Mittwoch in Perleberg mit Marlies Müller, der Vorsitzenden des Sozialen Aktionsbündnisses Prignitz, das die Einrichtungen der Perleberger Tafel betreibt.

Thema: die drohende Schließung mehrerer Standorte der Tafel, weil über das Jobcenter nicht genug Personal zur Verfügung steht. „Wir sind mit verschiedenen Institutionen in engen Gesprächen“, sagte Tackmann später am Rande der Bürgersprechstunde auf dem Pritz­walker Marktplatz.

Alle sollen etwas beitragen

„Wenn alle, die etwas beitragen können, helfen, könnte das die Situation ein wenig entspannen“, hofft die Bundestagsabgeordnete. So seien der Landkreis und auch die Bundesagentur offen für Lösungsansätze. Etwas Konkretes könne sie freilich noch nicht verkünden.

Das Grundproblem, das auch die Misere der Perleberger Tafel verursacht hat, sieht Tackmann auf Bundesebene: „Es fehlt an einem Bekenntnis des Bundes, dass es Menschen gibt, die nicht in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln sind.“

Kritik am System Hartz IV

Und dass diese Menschen ein Teil der Gesellschaft sind. Das System Hartz IV bedeute für einen Teil der Menschen eine „verfestigte Erwerbslosigkeit“. Ein Fehler wäre es jetzt, Geld für Langzeitarbeitslose zu streichen, nur weil es weniger geworden sind. „Wir müssen diese Menschen unterstützen.“

Tackmann will sich dafür einsetzen, dass Bund, Länder und Kommunen Geld freimachen und eine „öffentliche Beschäftigung“ finanzieren. Diese könnte im sozialen, aber auch im künstlerischen Bereich angesiedelt sein.

Tackmann: besser Arbeit bezahlen als Arbeitslosigkeit

Das hätte aus Tackmanns Sicht zwei Vorteile: „Zum einen würde es Menschen geben, die dauerhaft diese notwendige Arbeit – zum Beispiel bei den Tafeln – machen würden.“ Das würde der Gesellschaft gut tun. Und das Geld sei da.

Zum anderen könnte man mit diesem Modell Langzeiterwerbslose in eine Beschäftigung holen. „Das würde ja auch den Betroffenen gut tun, weil sie wieder gebraucht würden.“

Gegen Kürzungen des Regelsatzes

Warum also könne der Bund nicht den Regelsatz für die Grundsicherung als eine Art Bezahlung für die öffentliche Beschäftigung ausreichen? Dabei spricht sich Tackmann aber gegen Repressionen aus, bei denen der Regelsatz auch noch gekürzt wird.

Eine zweite Baustelle sei, dass Helfer über die aktuellen Maßnahmen immer nur befristete Beschäftigungsverhältnisse haben. Anträge, um eine solche Stelle zu bekommen, seien extrem kompliziert, ebenso wie die Voraussetzungen, die für solche Maßnahmen Bedingung sind.

Tafel soll bessere Strukturen bekommen

„Das Recht muss so gestaltet werden, dass es auch einfach geht.“ Sie wolle sich dafür einsetzen, dass Strukturen wie die Tafeln vernünftige Arbeitsbedingungen bekommen.

In der Prignitz will die Bundestagsabgeordnete tun, was möglich ist, und mit allen Beteiligten in Kontakt bleiben. „Ich sehe mich da als Dienstleiterin.“

Von Beate Vogel

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