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Prignitz Bundeswehr sorgt wieder für Sicherheit
Lokales Prignitz Bundeswehr sorgt wieder für Sicherheit
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12:27 17.05.2018
In vorderster Front waren die Soldaten auch 2017 dabei, so hier auf der ersten Etappe bei Lütkenwisch gleich neben den MAZ-Radlern. Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Wenn man der Frage nachgeht, warum die Tour de Prignitz über viele Jahre so ein großer Erfolg geworden ist, dann kommt man schnell zu einem ganz wichtigen Punkt: Weil es viele Mitstreiter gibt, die für diese Rundfahrt brennen.

Das gilt auch für die Bundeswehr. Seit den Zeiten eines Oberstleutnants Wolfgang Engel, der am früheren Standort Kuhlmühle bei Alt Daber stationiert war und als passionierter Radfahrer die Rundfahrt in den ersten Jahren mitgeprägt hat, sind die Soldaten immer mit dabei und helfen bei der Absicherung des Feldes, erst recht, seit 2011 das brandenburgische Landeskommando in Potsdam die Unterstützung für die Rundfahrt zu seiner Sache gemacht hat.

„Lumpensammler“ und Rettungstransportwagen

Das wird auch 2018 so sein. 19 Soldaten, davon zwei Sanitäterinnen, gehen diesmal nach Angaben von Oberleutnant Thilo Prütz, beim Landeskommando zuständig für Pressearbeit, mit auf Tour de Prignitz.

Ein Teil von ihnen wird aufs Fahrrad steigen und im Feld für Sicherheit sorgen. Diese Soldaten sind an ihrem T-Shirt zu erkennen – es wird das gleiche sein wie im Vorjahr. „Die Hälfte von ihnen ist schon einmal mitgefahren“, berichtet Prütz, der selbst auch wieder dabei sein wird.

Auch mit drei Fahrzeugen helfen die Soldaten bei der Absicherung der Veranstaltung: Zwei Achtsitzer können am Ende des Feldes als „Lumpensammler“ eingesetzt werden, außerdem stellt die Bundeswehr einen großen Transporter für Fahrräder. Die Besatzung dieser Fahrzeuge trägt den normalen Bundeswehrfeldanzug und ist daran auch zu erkennen. Hinzu kommt zur Unterstützung für das Deutsche Rote Kreuz ein Rettungstransportwagen für Sanitäter.

Die Bundeswehr hilft dabei, ein Ausfransen des Radlerfeldes zu verhindern. Hier kurz vor dem Hennongshof bei Perleberg. Quelle: Bernd Atzenroth

Wie sein Vorgänger Peter Arendt, so hat sich auch der heutige Landeskommandeur Oberst Olaf Detlefsen die Tour de Prignitz auf die Fahnen geschrieben. Wie im Vorjahr wird er für die erste Etappe am Donnerstag, 31. Mai, von Heiligengrabe nach Wusterhausen auf sein Fahrrad steigen.

Auch bei den folgenden zwei Etappen wird das Landeskommando gut vertreten sein. Ansonsten sind die Abläufe bei den Soldaten für die Tour gut eingespielt. „Die Routine ist gut drin“, sagt dazu Thilo Prütz, der selbst seit 2013 Tourteilnehmer ist, „es ist meine sechste Rundfahrt“.

DRK, Polizei und Bundeswehr sichern die Tour ab, hier 2017 in Bad Wilsnack auf einen Blick. Quelle: Bernd Atzenroth

Das Landeskommando Brandenburg hat eine wichtige Aufgabe: Es ist zentraler Ansprechpartner der Bundeswehr für alle Aspekte der zivil-militärischen Zusammenarbeit und Bindeglied zwischen zivilem Bereich und Bundeswehr – da passt die Tour de Prignitz gut ins Profil. Es repräsentiert die Bundeswehr gegenüber der Landesregierung, vertritt die Interessen der Bundeswehr, berät zivile Behörden, ist verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Land.

„Wir prüfen, planen und koordinieren in unserem Bundesland zum Beispiel den ’Host Nation Support’ – so nennen wir die Unterstützung verbündeter Streitkräfte“, erklärt Prütz, „wir sorgen zum Beispiel dafür, dass die US-amerikanischen Soldaten – wenn sie Brandenburg passieren – einen Schlafplatz bekommen und ihre Fahrzeuge tanken können.“

Katastrophenschutz als Kernauftrag

Aber die Bundeswehr ist spätestens seit dem Elbehochwasser auch ganz anders präsent im Bewusstsein der Prignitz: Der Katastrophenschutz ist einer ihrer Kernaufträge. Prütz: „Wir sind bestmöglich aufgestellt und bereiten uns kontinuierlich vor, zu helfen, wenn Not am Mann ist.“

Eine intensive Kooperation pflegen die Brandenburger Soldaten mit den polnischen Nachbarn, insbesondere weil die Grenzflüsse Oder und Neiße beide Länder nicht nur verbinden, sondern auch mit ganz viel Wasser beschäftigen können. „Deshalb werden wir im Oktober mit einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden deutsch-polnischen Hochwasserübung entlang der Neiße Neuland betreten. Es geht darum, die seit 2015 vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit mit noch mehr Leben zu füllen“, sagt Prütz.

Olaf Detlefsen, brandenburgischer Landeskommandeur der Bundeswehr, war 2017 erstmals Tour-Radler. Auch 2018 fährt er am 31. Mai die erste Etappe mit. Quelle: Bernd Atzenroth

Eine weitere Premiere in diesem Jahr wird am 22. September der „Tag der Reserve“ sein. Reservisten, das sind heute hauptsächlich ehemalige Soldatinnen und Soldaten, aber auch Ungediente. Ohne sie ist laut Prütz viel von dem, was im Land Brandenburg stillschweigend funktioniert, nicht möglich. Das gilt vor allem für die zivil-militärische Zusammenarbeit bei der Abwehr von Katastrophen.

„Deshalb wollen wir im Rahmen des ,Tages der Reserve’ für freiwilliges Engagement wiederum ehemaliger Soldaten, aber auch Ungedienter werben und laden dazu 5000 Menschen ein“, erklärt Prütz, „dieser Tag wird dann – ausnahmsweise an einem Samstag – in unseren traditionellen Brandenburg-Abend übergehen.“ An diesem Tag sind auch die „Blaulicht“-Organisationen eingeladen, um sich zu präsentieren und für sich zu werben.

Von Bernd Atzenroth

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