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Prignitz Bushalt wäre sinnvoll fürs Café
Lokales Prignitz Bushalt wäre sinnvoll fürs Café
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00:18 10.09.2016
Hübsche Details gibt es auf dem ganzen Gelände. Quelle: Claudia Bihler
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Streckenthin

Vor sechs Jahren hatte Sybille Bergholz das Waldcafé in Streckenthin übernommen: Das ehemalige Waldcamp mit Anschluss an die Waldschule im Hainholz war aufgelöst worden, die Nur-Dach-Hütten, die unter anderem Schulklassen als Feriencamp gedient hatten, wurden nach Pritz-walk verlegt.

Für die ehemalige Schleckerfilialleiterin kam das Angebot wie gerufen, das Waldgrundstück in der Nähe des Streckenthiner Druckereimuseums zu übernehmen – schließlich zeichnete sich schon zu diesem Zeitpunkt ab, dass es mit der Drogeriekette bergab ging.

Sybille Bergholz Quelle: Bihler

Zufrieden ist sie mit der Übernahme, auch wenn sie keinesfalls reich damit werde: „Manche Leute mögen das denken, sogar wenn ich nur 2,20 Euro für ein Kaffeegedeck nehme.“ Den Kuchen backt sie selbst. Und nachdem das Camp zunächst weggezogen war, kann sie heute auch wieder Schulklassen am Standort begrüßen: Für die steht ausreichend viel Fläche zur Verfügung, so dass die Kinder eigene Zelte aufschlagen – und auch andere Zelttouristen sind herzlich willkommen. „Ein regelrechter Campingplatz sind wir allerdings nicht“, meint die Wirtin: „Weil unsere Heizung im Sommer aus ist, können wir nur Waschgelegenheiten anbieten, keine warmen Duschen.“ Ein paar Mal schlugen Schulklassen schon wieder ihre Zelte auf jenem Gelände auf, das einiges für sie zu bieten hat: Während der Sommermonate konnte im Pool gebadet werden, die Nähe zum Stadtwald Hainholz ermöglicht ausgedehnte Ausflüge in die Region.

Manchmal kommen bis zu 200 Gäste am Tag

Im Gegensatz zu vielen anderen Waldcafés öffnet das Streckenthiner an jedem Tag, solange wie das Wetter schön ist. Die Sadenbeckerin meint: „Früher habe ich montags geschlossen. Aber wenn am Montag schönes Wetter ist, habe ich eigentlich immer Ausflügler hier. Die kommen aber nicht, wenn am nächsten Tag schlechtes Wetter ist, auch, wenn ich da öffnen würde.“

Tatsächlich sitzen auch an diesem Mittwochnachmittag einige Gäste in der idyllischen Anlage und trinken ihren Kaffee bei Vogelgezwitscher mitten im Grünen. Einige kamen mit dem Fahrrad durchs Hainholz aus Pritzwalk, so mancher stammt aus Sadenbeck. „Mitunter waren auch schon bis zu 200 Gäste hier“, sagt Bergholz. „Beispielsweise als das Druckereimuseum zum Handwerkertag eingeladen hat.“ Für Familienfeiern hat sie auch im Winter ausreichend viele Veranstaltungsräume, und wenn es dabei dann doch einmal zu spät geworden ist, können Gäste auch vor Ort mal übernachten.

90-Jähriger kam mit Taxi

Eigentlich würde sich Sybille Bergholz auch über solche Gäste aus Pritzwalk freuen, die zwar gerne einmal ins Grüne fahren würden, aber den Weg nicht mehr mit dem Fahrrad schaffen können. „Es hat mich richtig gerührt, als ein 90-Jähriger aus einem Pritzwalker Seniorenheim erzählte, dass er mit dem Taxi hergekommen ist. Das aber könne er sich nicht so häufig leisten, hat er gleich hinzugefügt.“

Was sie sich für ihren Café-Standort wünschen würde? „Dass der Bus der Stadtlinie hier raus fährt und dabei auch gleich noch am Museum und am Schwimmbad anhält. Das wäre eine gute Rundtour und würde auch vielen Ältern wesentlich mehr Mobilität verschaffen.“

Von Claudia Bihler

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