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Café als neuer Ortstreffpunkt

Bölzke Café als neuer Ortstreffpunkt

Acht Gewerbebetriebe auf 50 Einwohner – das ist doch eine stolze Bilanz, die Bölzke vorweisen kann. Jüngste Errungenschaft ist das „Café Bölzke“, das Jana Haberecht am 29. April eröffnet und sich binnen kurzer Zeit zu einem Treffpunkt für die Leute im Ort und für Radler entwickelt hat.

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Einen Kaffee gefällig? Jana Haberecht (l.) schenkt Astrid Köhler eine Tasse ein.

Quelle: Bernd Atzenroth

Bölzke. Soviel jedenfalls ist klar: Dieser schmackhafte Kuchen muss an den Mann oder die Frau gebracht werden. Jana Haberecht beherrscht dieses Metier: „Früher habe ich für die Familie gebacken“, sagt sie. jetzt also auch für andere. Es lohnt sich aber nicht nur deswegen, am Wochenende in ihrem neuen Café in Bölzke (Stadt Pritzwalk) vorbeizuschauen. „Café Bölzke“ heißt es. Ist das Wetter gut, dann kann man hier wunderschön im Garten sitzen und hat einen weiten Blick in die Landschaft. Seit dem 29. April gibt es das Café, und für viele Bölzker ist es bereits der angesagte Treffpunkt am Sonntagnachmittag, wie die Inhaberin nicht ohne Stolz berichtet. „Alle kommen gerne wieder“, freut sie sich.

Es gibt mit dem neuen Café auch noch einen anderen Aspekt, auf den der im Ort lebende Dokumentarfilmer Jean Boué mit einem Augenzwinkern hinweist: Jana Haberechts Café ist bereits der achte Gewerbebetrieb in dem 50-Seelen-Dorf – Boué vermutet, dass es so „die höchste Unternehmensdichte in Brandenburg“ hat – da wurde sich fast ein Unternehmerstammtisch in der neuen Einrichtung lohnen ...

Das Angebot spreche sich immer mehr herum, hat Jana Haberecht festgestellt, und das, obwohl sie abgesehen von kleinen Schildern an den Bäumen entlang der Zufahrtstraßen nach Bölzke noch gar nicht viel Werbung gemacht hat. „Am Herrentag war richtig was los“, erzählt sie. Seit der Zaun und der Eingangsbereich jetzt mit Wimpeln versehen sind, fällt das neue Café auch viel mehr auf. Radfahrer halten spontan an, um hier Rast zu machen, und aus Sarnow kam bereits die Anfrage, ob man hier nicht auch per Pferd zum Kaffeetrinken kommen könnte. Das wird nun bald tatsächlich möglich sein, denn Jana Haberecht wird auf dem weitläufigen Gartengelände eine Pferdestange anbringen, „dann kommen auch die Reiter hierhin“.

Der Eingang zum „Café Bölzke“

Der Eingang zum „Café Bölzke“.

Quelle: Bernd Atzenroth

Jana Haberecht stammt eigentlich aus Plau. Seit 1992 lebt sie in der Prignitz, 2004 kam sie dann mit ihrer Familie nach Bölzke. Die Idee für das Café trägt sie herum, „seit ich hier wohne“. Nun sind ihre Kinder aus dem Haus, und sie setzte ihren Plan um. Ermuntert wurde sie dazu auch von ihrer Nachbarin und Freundin Astrid Köhler. Das Gartenhaus wurde umfunktioniert, hat jetzt unter anderem einen Tresen mit Fenster nach außen, an dem Jana Haberecht ihren Kuchen ausgibt. Im Innenraum wurde ein Küchenabteil eingebaut. An das Gartenhaus ist ein neuer Toilettentrakt angebaut, der zwar noch nicht ganz fertig, aber schon voll funktionsfähig ist. Jana Haberecht ist überzeugt, dass die Radler bei ihr vorbeikommen werden, zumal gerade ein weiterer Weg in der Mache ist.

Zunächst wird das neue Café nur an Wochenenden und nur in der Saison geöffnet sein. Wichtig sei es, jetzt noch eine Überdachung zu errichten, um nicht allzu sehr vom Wetter abhängig zu sein. Auch ansonsten verspricht die neue Gastwirtin, sich noch einiges einfallen zu lassen. So ist auf dem Grundstück genug Platz, um auch noch eine Spielefläche einzurichten. Geöffnet ist das Cafe freitags bis sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Von Bernd Atzenroth

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