Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Cannabis-Bauer bereut Drogenanbau
Lokales Prignitz Cannabis-Bauer bereut Drogenanbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 27.07.2015
Mit Cannabis-Pflanzen wollte ein 43-Jähriger schnelles Geld machen. Der Verkauf der Drogen brachte ihm 10000 Euro ein. Quelle: dpa
Anzeige
Perleberg

Es war „die schlechteste Idee meines Lebens“. Ein 43-jähriger Mann aus Blüthen (Gemeinde Karstädt) wurde am Donnerstag vom Amtsgericht Perleberg zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach ihn des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge schuldig, wie Amtsgerichtsdirektor Frank Jüttner informierte.

Der Angeklagte hatte zwischen Januar 2012 und Februar 2014 in seiner Scheune Cannabispflanzen angebaut und daraus 16,3 Kilogramm Marihuana gewonnen. „Der Marktwert der Drogen war nicht exakt festzustellen, aber das Gericht nahm an, dass der Angeklagte Einnahmen von mindestens 10 000 Euro erzielt hatte“, sagte der Richter. Das habe der Mann zugegeben. Das Geld habe er zu jener Zeit dringend benötigt. Obwohl einer geregelten Tätigkeit nachgehend, habe er sich in finanziellen Schwierigkeiten befunden. Ein Bekannter aus Perleberg riet ihm offenbar, Cannabis anzubauen, weil man damit schnell gutes Geld verdienen könne.

Tatsächlich habe sich das Geschäft gelohnt, wobei der bereits vom Landgericht Neuruppin verurteilte Mittäter bedauert habe: Bei besserer Pflege der Pflanzen wäre noch mehr herauszuholen gewesen. 7000 Euro habe der Angeklagte in die professionelle Marihuana-Zuchtanlage investieren müssen, sein Komplize habe das notwendige Wissen beigesteuert, sagte Frank Jüttner. Dieses habe er unter anderem mit seiner eigenen Plantage erworben. Doch die Polizei machte dem mehr oder weniger florierenden Drogenanbau in Blüthen und Perleberg ein Ende.

Der Angeklagte zeigte sich geständig und bereute seine Tat. Die 10 000 Euro wurden allerdings für verfallen erklärt, der nunmehr ­verurteilte Täter muss sie zurückzahlen. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Das Urteil ist rechtskräftig, sowohl Anklage als auch Verteidigung verzichteten darauf, Rechtsmittel einzulegen.

Von Andreas König

Sie bestand nur knapp eine Woche: Die Facebook-Gruppe „Bürgerwehr Perleberg“ wollte sich nach eigenen Angaben gegen „ausufernder Qualität durch Asylbewerber“ zur Wehr setzen. Zwischenzeitlich zählte die Gruppe 450 Mitglieder. Inzwischen ist die Seite nicht mehr verfügbar. Der Staatsschutz ermittelt nun gegen Facebooknutzer.

25.07.2015
Prignitz Bildungsministerium: Keine dritte siebte Klasse - Perleberger Gymnasium erhält Absage

Die Perleberger hatten gehofft, eine weitere siebte Klasse am Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium eröffnen zu können. Doch jetzt gab es die Absage aus Potsdam. Bürgermeisterin Annett Jura erhielt bei ihrem Besuch im Bildungsministerium die Nachricht, dass die Zahl von 65 Anmeldungen nicht ausreicht.

27.07.2015
Ostprignitz-Ruppin Guerilla Marketing in Wittstock, Neuruppin und Neustadt - Ärger wegen Quietscheentchen?

Quietscheentchen sollten in einer Guerilla-Marketing-Aktion Kunden locken: Eine regionale Firma für Badausstattung ließ sich den Entenalarm einfallen. Doch nicht jeder war davon begeistert. Die Wittstocker Stadtverwaltung wägt nun ab, ob die Kampagne Folgen für den Betrieb hat, denn die Aktion war nicht angemeldet.

25.07.2015
Anzeige