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Cannabis-Bauer bereut Drogenanbau

Bewährungsstrafe für 43-Jährigen Cannabis-Bauer bereut Drogenanbau

Ein 43-Jähriger aus Blüthen (Prignitz) verstand offenbar recht viel von Blüten. Genauer gesagt von Cannabis-Blüten. In seiner Scheune hegte und pflegte er die Pflanzen, um ans schnelle Geld zu kommen. Doch er wurde entdeckt. Nun ist das Urteil gefallen,

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Mit Cannabis-Pflanzen wollte ein 43-Jähriger schnelles Geld machen. Der Verkauf der Drogen brachte ihm 10000 Euro ein.

Quelle: dpa

Perleberg. Es war „die schlechteste Idee meines Lebens“. Ein 43-jähriger Mann aus Blüthen (Gemeinde Karstädt) wurde am Donnerstag vom Amtsgericht Perleberg zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach ihn des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge schuldig, wie Amtsgerichtsdirektor Frank Jüttner informierte.

Der Angeklagte hatte zwischen Januar 2012 und Februar 2014 in seiner Scheune Cannabispflanzen angebaut und daraus 16,3 Kilogramm Marihuana gewonnen. „Der Marktwert der Drogen war nicht exakt festzustellen, aber das Gericht nahm an, dass der Angeklagte Einnahmen von mindestens 10 000 Euro erzielt hatte“, sagte der Richter. Das habe der Mann zugegeben. Das Geld habe er zu jener Zeit dringend benötigt. Obwohl einer geregelten Tätigkeit nachgehend, habe er sich in finanziellen Schwierigkeiten befunden. Ein Bekannter aus Perleberg riet ihm offenbar, Cannabis anzubauen, weil man damit schnell gutes Geld verdienen könne.

Tatsächlich habe sich das Geschäft gelohnt, wobei der bereits vom Landgericht Neuruppin verurteilte Mittäter bedauert habe: Bei besserer Pflege der Pflanzen wäre noch mehr herauszuholen gewesen. 7000 Euro habe der Angeklagte in die professionelle Marihuana-Zuchtanlage investieren müssen, sein Komplize habe das notwendige Wissen beigesteuert, sagte Frank Jüttner. Dieses habe er unter anderem mit seiner eigenen Plantage erworben. Doch die Polizei machte dem mehr oder weniger florierenden Drogenanbau in Blüthen und Perleberg ein Ende.

Der Angeklagte zeigte sich geständig und bereute seine Tat. Die 10 000 Euro wurden allerdings für verfallen erklärt, der nunmehr ­verurteilte Täter muss sie zurückzahlen. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Das Urteil ist rechtskräftig, sowohl Anklage als auch Verteidigung verzichteten darauf, Rechtsmittel einzulegen.

Von Andreas König

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