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Caritas in Perleberg feiert Jubiläum

Sozialstation ist 25 Jahre alt Caritas in Perleberg feiert Jubiläum

Die Caritas-Sozialstation in Perleberg feiert am Sonnabend, 12. September, ihr 25-jähriges Bestehen, der ambulante Hospizdienst wird 15 Jahre alt. Zu dem Fest an der Katholischen Kirche sind alle Bürger eingeladen.

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Für Sterbende ist es manchmal wichtig, dass ihnen einfach nur jemand die Hand hält.

Quelle: DPA

Perleberg. Zu einer großen Feier laden die Caritas-Sozialstation und das Caritas-Hospiz in Perleberg am Samstag, 12. September, ihre Patienten, Klienten und alle interessierten Bürger an die Katholische Kirche in der Wittenberger Straße in Perleberg ein. Der Anlass: Die Sozialstation wurde vor 25 Jahren, der ambulante Hospizdienst dann vor 15 Jahren gegründet.

Barbara Töller und vier Mitarbeiterinnen wagten 1990 den Neuanfang und eröffneten am 1. Dezember die Caritas-Sozialstation in Perleberg. Von Anfang an war der Standort in der Wittenberger Straße 58. Mit Hilfe des Diakons Bernhard Schmidt wurde nur ein Jahr später eine Anlaufstelle in Meyenburg eröffnet. Erste Mitarbeiterin war Marianne Günther: Sie ist noch heute im Pflegedienst in Perleberg tätig und am längsten von allen dabei. Nach und nach wurden die Angebote im Haus der Caritas erweitert: Es gab erste Überlegungen zur offenen Seniorenarbeit. Im großen Garten und unter Zusammenarbeit mit der Kontakt- und Beratungsstelle gab es schöne Sommerfeste.

Ute Gajewski koordiniert den Hospizdienst

Ute Gajewski koordiniert den Hospizdienst.

Quelle: Beate Vogel

Ab 2003 bauten die Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer ein niederschwelliges Betreuungsangebot für Demenzpatienten auf, das 2007 Doris Pietzsch übernahm. Unter ihrer Leitung trifft sich einmal pro Woche die Betreuungsgruppe, außerdem gehen ehrenamtliche Helfer oder Mitarbeiter der Sozialstation in die Häuslichkeit. Ab 2007 leiten Pfarrer Olaf Glomke und Christa Pilarski das Trauercafé im Hof, wobei letztere inzwischen von Ute Gajewski abgelöst wurde. Den Standort Meyenburg musste die Caritas im Mai 2015 schließen. Aktuell betreuen 27 Mitarbeiter von Perleberg aus mehr als 100 Klienten in Perleberg und Umgebung, die Pflegedienstleitung hat Bianka Bahlke.

Koordinatorin für den ambulanten Hospizdienst ist Ute Gajewski. „Barbara Töller hatte die Idee im Jahr 2000 aus Berlin mitgebracht“, erzählt die 49-Jährige. Ihre Vorgängerin war Uta Buls. Gleich im ersten Jahr wurden 18 Ehrenamtliche ausgebildet – von der in Fachkreisen renommierten Professorin Marie-Louise Bödiker-Lange, die die Prignitzer bis 2006 begleitete.

„Wir betreuen Klienten, Menschen mit begrenzter Lebenszeit, Leute, die uns brauchen – ich habe noch nicht den richtigen Begriff gefunden“, sagt Ute Gajewski. Momentan sind 17 Ehrenamtliche im Einsatz, im Alter zwischen 23 und 74 Jahren. Über die Zahl der Betreuten, die sich im gesamten Kreis verteilen, schweigt die Koordinatorin. Was die Betreuer im Hospizdienst machen? „Was sie wollen: Vorlesen, Spazieren gehen, vorsingen, einfach nur da sein.“ Manchmal sei es gut, dass jemand da ist, der nicht aus dem näheren Umfeld kommt, weiß Ute Gajewski. Wichtig zu wissen: Die Hospizbetreuer unterliegen der Schweigepflicht.

Caritas lädt zu einem bunten Fest ein

Ein Ökumenischer Gottesdienst eröffnet am Sonnabend, 12. September, um 14 Uhr in der katholischen Kirche in Perleberg das Fest zum 25-jährigen Bestehen der Caritas-Sozialstation. Regionalleiter Michael Fitzek wird die Gäste begrüßen.

Musik vom Spielmannszug Perleberg begleitet die Kaffeetafel, ab 16 Uhr singt Andrea Köhler aus Karstädt. Von Pflegedienstleiterin Bianka Bahlke folgt ein Vortrag zur Entwicklung der Caritas-Sozialstation. Ute Gajewski berichtet über den ambulanten Hospizdienst. Um 17 Uhr präsentiert sich die Tanzschule „Quer durch die Gasse“, um 18.30 Uhr beginnt ein Konzert mit dem Gospelchor in der Kirche. Das Fest für die ganze Familie bietet eine Tombola, Kinderschminken, Gipsfiguren bemalen und vieles mehr. Außerdem gibt es selbst gebackene Kuchen, Getränke und einen Imbiss.

Ein Fahrdienst, um zur Feier und wieder nach Hause zu kommen, kann unter csp@caritas-altenhilfe.de bestellt werden.

Die 49-Jährige hat bereits selbst fünf Mal ausgebildet. Der letzte Kurs wurde zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz veranstaltet. Einmal monatlich treffen sich die Ehrenamtlichen Betreuer zur Supervision oder zum Gesprächskreis. „Das ist ganz wichtig für die Helfer, vor allem, wenn jemand verstorben ist.“ Oft werde der Hospizdienst leider erst dann gerufen, wenn der Betroffene schon in der letzten Phase sei. „Dabei könnte man früher viel mehr tun – Wünsche erfüllen, Zeit miteinander verbringen.“ Für Ute Gajewski und die anderen Helfer sei es wichtig, dass niemand allein sterben muss, außer er will es.

Zusammen mit den Ehrenamtlichen arbeite bei der Caritas eine super Truppe, sagt Ute Gajewski. So sei es auch selbstverständlich, dass beim Familienfest am Sonnabend die Familien der Mitarbeiter mithelfen. Sie backen Kuchen und betreuen die Besucher.

Von Beate Vogel

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