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Prignitz Christliche Schule für die Prignitz
Lokales Prignitz Christliche Schule für die Prignitz
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00:52 14.03.2018
Die Synode stimmte mit großer Mehrheit für eine evangelische Schule im Kirchenkreis Prignitz. Quelle: Beck
Wittenberge

Um 13.10 Uhr fielen in Wittenberge bei der Frühjahrs-Synode des Kirchenkreises Prignitz die Würfel. Abgestimmt wurde darüber, „die Einrichtung und Ausschreibung einer Stelle zu finanzieren, die das Projekt „Evangelische Schule im Kirchenkreis Prignitz“ weiter vorantreibt.

Zwar erhoben sich nicht alle Hände, aber doch fast alle. Damit ist es amtlich: Die evangelische Schule ist auf den Weg gebracht worden.

„Nun kommt es darauf an, dass auch die Pritzwalker Stadtverordneten dahinterstehen, aber da sehen wir keine Schwierigkeiten“, meinte die dortige Pfarrerin Susanne Michels, die sich seit über einem Jahr in einer Arbeitsgruppe für die neue Schule engagiert. „Und das Wichtigste ist, dass wir bald einen Träger finden, der auch die Kosten tragen kann, denn der Kirchenkreis kann es nicht“, hieß es weiter. Was aber in dessen finanziellem Rahmen liegt, ist die Finanzierung einer Stelle, die – sobald es einen Träger gibt – ausgeschrieben wird: Gesucht werden eine Person, die zukünftig die Schulleitung ausüben könnte. Diese Person soll zunächst einen Antrag ans Bildungsministerium stellen, die Schule zu eröffnen, ein geeignetes Gebäude sowie Lehrerinnen und Lehrer finden und auch in der Öffentlichkeitsarbeit tätig sein um Familien anzusprechen. Letzteres wird sicherlich die leichteste Aufgabe sein, denn bei der Anfrage „Gibt es denn überhaupt genug Kinder für eine evangelische Schule?“ kam die Antwort: Es gebe sogar schon eine Warteliste mit Eltern, die enttäuscht erleben müssen, dass ihr Sprössling bald zu alt ist für den Besuch einer alternative Schule. „Das ist bei meinen Kindern der Fall, und so engagiere ich mich eben für die Kinder anderer Eltern“, sagt eine Pritz­walkerin.

Lösung für Kinder von Hartz-IV-Beziehern

Weitere Fragen gab es zu den weiten Schulwegen und dazu, auch Kindern von Hartz-IV-Beziehern den Besuch der Schule ermöglichen zu können. „Das alles liegt uns wirklich am Herzen, und vielleicht kann ja der zukünftige Träger da irgend etwas organisieren“, meinte Susanne Michels zuversichtlich. So sei in Gesprächen mit möglichen Trägern auch von „einer Schule mit mehreren Standorten“ die Rede gewesen.

Mit deutlich weniger Diskussionen wurde die Unterstützung weiterer Projekte beschlossen: Eine „AG Netzwerk“, die unter dem Arbeitstitel „Tankstellen für die Seele. Spiritueller Tourismus in der Prignitz“ die vorhandenen spirituellen Angebote wie Pilgerwege, Kirchen, Klöster, Pfarrhäuser, Museen, aber auch Friedhöfe, miteinander vernetzt.

Ein weiteres Projekt ist die Einrichtung eines Kontaktbüros namens „Zwischenstopp“ in Perleberg, in dem Jugendliche ihre Wartezeiten auf den Bus überbrücken, „auftanken“ und in Kontakt und Gedankenaustausch zu anderen treten können.

Synode für den Kauf einer Truhenorgel

Die Lenzener Kantorin Oana Maria Bran stellte gleich zwei Projekte vor: Den Kauf einer Truhenorgel, damit auch in Kirchen, die kein Musikinstrument besitzen, musiziert werden kann. „Und jeder, der ein Klavier oder Keyboard spielen kann, kann auch eine Truhenorgel bedienen“, erklärte die Kirchenmusikerin dazu. „Und nach Bedarf gibt es bei mir ein kostenloses Coaching und auch Noten.“ Und dazu gab es noch einen interessanten Vorschlag: „Jeden Monat könnte eine Gemeinde, die keine Orgel hat, das Instrument bekommen.“ Der zweite interessante Vorschlag betraf den Verkauf einer CD, mit Musik von fünf Orgeln aus dem Kirchenkreis, um damit die Gansen-Orgel in Dallmin zu finanzieren. Mit „Wer gewinnt dabei? Die Dallminer Orgel und die fünf Gemeinden.“ überzeugte die Musikerin die Synodalen.

Beschlossen wurden dann noch weitere Projekte wie „Geistliches Leben“, ein „Tagungshaus“ in Bad Wilsnack sowie „Cafés in der Prignitz“ als Brücken zwischen Orts- und Kirchengemeinde.

Berufen wurden Pfarrer Norbert Merten und Kantor Michael Schulze als Kreisposaunenwarte und einen Blumenstrauß gab es auch noch – für den Kreiskantor Johannes Wauer. Letzterer wird aber erst zu Ostern in einem feierlichen Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet.

Von Kerstin Beck

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