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„Circus Afrika“ darf in Perleberg weitermachen

Perleberg (Prignitz) „Circus Afrika“ darf in Perleberg weitermachen

Tierschützer der Organisation Peta hatten sich an Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura gewandt. Grund waren drei Elefantendamen des „Circus Afrika“, die angeblich nicht artgerecht gehalten würden. Die Stadt sei da der falsche Ansprechpartner, so Jura. Stattdessen hat sich die Tierärztin des Landkreises die Sache nun vor Ort angesehen.

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Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Manege frei hieß es am Donnerstag bei dem ersten Auftritt von „Circus Afrika“ auf dem Festplatz in Perleberg. Zahlreiche Künstler, Akteure und Tiere sind noch bis zum Sonntag in der Rolandstadt zu Gast und erwarteten eine Vielzahl an Gästen. In der kommenden Woche geht es zum Gastspiel nach Wittenberge.

Im Vorhinein gab es heftige Kritik von der Tierschutzorganisation „Peta“, wir berichteten. Dort hieß es, dass der Zirkus einer der rücksichtslosesten Zirkusbetriebe des Landes sei und bereits dutzendfach negativ aufgefallen war. „Städte sollten diesem Unternehmen und der Tierquälerei im Zirkus die rote Karte zeigen“, fordert Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei „Peta“. Insbesondere geht es hierbei um die drei Elefantendamen des Zirkusdirektors Hardy Weisheit.

Stadt wird Zirkus den Auftritt nicht verweigern

In einem Schreiben appellierte die Tierschutzorganisation nun an Bürgermeisterin Annett Jura, Vermietungen von kommunaler Fläche an Zirkusbetriebe mit Wildtieren künftig zu untersagen. „Der Brief ist bei uns eingegangen und wurde innerhalb der Verwaltung erörtert“, informiert Annett Jura auf Anfrage. Doch die Zuständigkeit zur Überprüfung liege hier beim Landkreis. „Die Gesetze erlauben das Halten von Wildtieren in Zirkussen“, so die Bürgermeisterin weiter. „Ich sehe keine Veranlassung den Platz für solche Zwecke nicht zur Verfügung zu stellen, insofern es keine Beanstandungen gibt.“ Schon einmal wurde das Thema in die Stadtverordnetenversammlung mit hinein getragen, doch bis heute gebe es keinen diesbezüglichen Antrag durch die Stadtverordneten.

Tierärztin: „keine Unregelmäßigkeiten“

Am Donnerstag fand schließlich die Prüfung durch den Landkreis statt:„Bei dem Termin vor Ort haben wir keine Unregelmäßigkeiten feststellen können“, informiert Birgit Klückmann, amtliche Tierärztin des Landkreises. Betont wurde allerdings auch, dass es sich um einen angemeldeten Termin handelte und zeitlich begrenzt war. „Meiner Meinung nach sollte sich jeder selbst ein Bild vor Ort machen und nicht vorverurteilen“, heißt es von der amtlichen Tierärztin weiter, dieser Meinung ist auch Annett Jura.

Von Marcus J. Pfeiffer

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