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Prignitz Club fördert Mathe-Genies
Lokales Prignitz Club fördert Mathe-Genies
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11:39 07.12.2017
Hoch konzentriert stellen sich die Mathematikgenies untereinander ihre Lösungswege vor. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

Beweise, dass es unendlich viele positive ganze Zahlen gibt, die sich nicht als Summe aus einer Dreieckszahl und einer Primzahl darstellen lassen. Außerdem sind in einem konvexen regulären 35-Eck 15 Ecken rot gefärbt. Gibt es bei jeder solcher Färbung unter den 15 roten Ecken drei Ecken, die ein gleichschenkliges Dreieck bilden? – Das könnten Aufgaben in einer Mathematikolympiade sein. Damit beschäftigen sich alle zwei Wochen zur Vorbereitung solcher Wettbewerbe Schüler ab der dritten Klassen im Gottfried-Arnold-Gymnasium in Perleberg.

„Der Stoff geht weit über dem hinaus, was im Unterricht behandelt wird“, sagt Mathematik- und Physiklehrerin Sabine Stephan. Nach vielen Vorgängern leitet sie das Angebot nun schon seit drei Jahren. „Zu den Aufgaben zählen Sachaufgaben, Gleichungen und Ungleichungen, die zu lösen sind sowie Geometrieaufgaben. Den mathematischen Hintergrund, zur einfachen Lösung der Aufgabe, bekommt der Schüler zumeist er ein Jahr später vermittelt.“

Arbeitsgemeinschaft im Gottfried-Arnold-Gymnasium

Jeden zweiten Mittwoch findet die Arbeitsgemeinschaft im Gottfried-Arnold-Gymnasium in Perleberg statt. „Weitere Angebote gibt es in Wittenberge und Pritzwalk“, so Sabine Stephan. Im ersten Teil bereiten sich vor allem die siebten und achten Klassen des Perleberger Gymnasiums auf die Mathematikolympiaden vor. Im Anschluss knobeln die Grundschüler aus der Prignitz an den Aufgaben. Darunter unter anderem die Rolandschule und Geschwister-Scholl-Schule in Perleberg sowie die Grundschulen aus Kleinow, Karstädt und Lenzen.

Das Angebot richte sich vor allem an mathematisch begabte und sehr talentierte Schüler, die so intensiv und auf sie abgestimmt lernen können. „Ich finde es wichtig, dass man Kinder allseits fördert“, betont Sabine Stephan. Und das Angebot scheint gut angenommen zu werden. Nachdem die Köpfe der Gymnasiasten glühten, stürmten die Grundschüler förmlich den Unterrichtsraum. „Da haben wir bereits die Gruppen von dritte und vierte sowie fünfte und sechste Klasse getrennt“, informiert die Lehrerin.

Die Schüler lernen, systematisch vorzugehen

Ziel ist es, sich so gut wie möglich auf die anstehenden mathematischen Olympiaden vorzubereiten. Erst vor wenigen Wochen fand die große Kreismathematikolympiade statt, wo die besten Schüler aus Prignitzer Schulen gegeneinander antraten. „Mir hilft es sehr, zu lernen, wie man am besten systematisch vorgeht“, so der Achtklässler Philipp Falkenhagen. Er ist bereits seit der fünften Klasse aktiv im Mathematikkreisclub dabei. „Am meisten Spaß macht es mir, wenn schon viele Werte vorgegeben sind oder man richtig knobeln muss. Geometrie ist da schon ein wenig schwieriger.“ Seinen größten Erfolg erzielte er bei der letzten Schulolympiade, dort belegte er den zweiten Platz.

Orm Morten Stibbe und Alexander Pascal Ehresmann aus der sechsten Klasse der Grundschule in Lenzen finden das Vorgehen in der Arbeitsgemeinschaft großartig und wichtig. „Mir hilft es sehr, dass wir zunächst selbstständig arbeiten und im Anschluss die Aufgaben gemeinsam lösen“, sagt Morten Orm Stibbe. „Erst letztens konnten wir Aufgaben lösen, die eigentlich in der zwölften Klasse behandelt werden“, ergänzt sein Schulfreund Alexander Pascal Ehresmann.

Die 57. Auflage der Kreismathematikolympiade

Mittlerweile ist der Mathematikkreisclub eine regelrechte Tradition. „Schon zu meiner Kindheit gab es Mathematikolympiaden“, so Sabine Stephan. In diesem Jahr hatte die Kreismathematikolympiade ihre 57. Auflage und wahrscheinlich genauso lange gibt es auch schon das Angebot für die mathematischen Talente auf Kreisebene.

Neben den Mathematikolympiaden und Känguruwettbewerben wird sich auch auf dem neueren Bolyai-Wettbewerb aus Ungarn vorbereitet. Dabei handelt es sich um einen Teamwettbewerb, wo innerhalb von Schülerteams altersgerechte, auf die Klassenstufen abgestimmte Denk- und Knobelaufgaben gelöst werden. Zu der Vorbereitung zählt auch das Lösen von Aufgaben vergangener Olympiaden. „Bei der Bearbeitung von den Fragestellungen versuchen wir verschiedene Strategien zur Lösung der Aufgaben zu finden“, erklärt Sabine Stephan. „Denn anders als im Unterricht steht nicht nur das Ergebnis im Mittelpunkt, sondern der Weg dahin.“

Von Marcus J. Pfeiffer

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