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Prignitz Dampfwoche startete Sonnabend
Lokales Prignitz Dampfwoche startete Sonnabend
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00:17 04.05.2016
Der Lokführer und sein Heizer: Heiko Bötz (r.) und Philipp Seckel sind ein eingespieltes Team. Quelle: Christamaria Ruch
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Lindenberg

Die Schlepptenderdampflok 99 4652 kennt die Strecke zwischen Lindenberg und Mesendorf im Schlaf. Vergangenes Jahr rollte der Koloss aus dem Baujahr 1941 regelmäßig über die Schmalspurschienen in der Prignitz. Zum Auftakt der diesjährigen Dampfwoche am Sonnabend durfte das tiefschwarze Modell der Rügenschen Kleinbahn nicht fehlen.

Der Sachse Heiko Bötz ist seit 31 Jahren Lokführer. Auf Rügen verdient er seine Brötchen und fährt mit der dortigen Schmalspurbahn. Seine Liebe zur Technik umschreibt er denkbar knapp: „Dampf ist Dampf.“ Von der Lok 99 4652 existieren laut Bötz nur vier Exemplare. Seit 2003 ist er in der Prignitz regelmäßig im Einsatz, sagte er am Sonnabend beim Stopp in Lindenberg. „Hier mache ich Urlaub und fahre dann Lok – die Leute hier im Verein gefallen mir sehr gut“, verteilte er Lob.

Vereinschef spricht von einer großem Pollofamilie

Vereinschef Sven Lieberenz ergänzte: „Wir sind die große Pollofamilie.“ Dazu gehört natürlich, dass alle an einem Strang ziehen. Bestes Beispiel boten Heiko Bötz und sein Kompagnon Philipp Seckel. Auch er steuert den Pollo, doch am Sonnabend freute er sich auf seinen Dienst als Heizer. „Im letzten Jahr bin ich fast nur gefahren und ich möchte ja das Heizen nicht verlernen“, so sein Anspruch. Außerdem sieht er im Heizen mehr Abwechslung. Bereits in der Nacht zuvor hatte er vier Stunden lang die Dampflok unter Strom gesetzt und angeheizt. „Wir müssen wir die Lkw-Fahrer die Lenk- und Ruhezeiten einhalten“, sagte Heiko Bötz.

Zwei Tonnen Steinkohle lagern im Tender. Diese sorgen dafür, dass die Bahn drei Tage lang reibungslos zwischen Lindenberg und Mesendorf pendeln kann. „Wegen der flachen Landschaft brauchen wir gar nicht so viel Kohle“, sagte Heiko Bötz mit einem Schmunzeln. Doch noch viel wichtiger für eine reibungsfreie Fahrt ist das mitgeführte Wasser. „Das muss dauerhaft kontrolliert werden“, so Seckel.

Liebe zum Detail: Anzeigetafel in Mesendorf. Quelle: Christamaria Ruch

Der Wassertank am Tender der Lok fasst sechs Kubikmeter – das reicht gerade mal für knapp einen Tag auf der Schiene. „Wir nehmen in jeder Fahrrunde neues Wasser auf“, sagte Seckel. Fragen der Fahrgäste beantworten beide Lokführer mit Gleichmut. „Die häufigste Frage ist, wo wir denn hinfahren?“, sagte Heiko Bötz. Dabei schüttelte er den Kopf und meinte: „Jeder hat doch den Fahrplan in der Hand, wenn er die Frage stellt.“

Neben der Dampflok 99 4652 rollt in der Dampfwoche auch die dreiachsige Diesellok Köf 6003 über das Schmalspurnetz. Olaf Schmidt steuerte am Sonnabend die aus dem Baujahr 1944 stammende Lok. „In Putbus auf Rügen wird sie sonst vorrangig als Rangierlok eingesetzt“, so Schmidt. Er ist seit 38 Jahren Eisenbahner mit Leib und Seele. Beide Loks wurden bis zum Strecken-Aus im Jahr 1965 auf der damaligen Schmalspurbahn zwischen Jüterbog und Luckenwalde eingesetzt. Eine Sonderausstellung erinnert am 5., 7. und 8. Mai im Saal der ehemaligen Gaststätte Kiekbach in Lindenberg an die Geschichte dieser ehemaligen Schmalspurbahn.

Service: Alle Informationen zur Dampfwoche sind im Internet unter www.pollo.de nachzulesen.

Von Christamaria Ruch

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