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Prignitz Wolf reißt offenbar Damwild bei Sigrön
Lokales Prignitz Wolf reißt offenbar Damwild bei Sigrön
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00:21 12.07.2018
Vermutlich trieb ein Wolf in der vergangenen Woche in Sigrön bei Bad Wilsnack sein Unwesen und riss Damwild in den Tod. Quelle: Peter Geisler
Sigrön

Ein schreckliches Bild bot sich Donnerstagmorgen für Michael Ryll. Vermutlich ein Wolf oder gar mehrere tobten sich auf seinem 200 Hektar großen Areal, etwa 300 Meter von Sigrön entfernt, aus. Dabei war ein Damwildgitter kein Hindernis.

Viele Tiere seines Damwildes überlebten nicht. „14 der 19 Nutztiere verendeten“, so Ryll. Auffällig war die Art und Weise. „Kehlbisse sind die Todesursache.“ Für ihn ein klares Zeichen eines Wolfsangriffes.

Rissgutachter nahm Proben

Alle Altersklassen der Tiere sind betroffen. Auf einer Fläche von gut 2,5 Hektar fand der Besitzer die Kadaver verteilt vor. Das Damwild war teilweise angefressen, wie ein Foto zeigt. Auffressen wurden die Tiere aber nicht.

Ryll zog sofort einen Rissgutachter hinzu. „Er hat alles untersucht. Ergebnisse stehen aber noch aus“, informiert Michael Ryll. Dazu zähle auch eine DNA-Untersuchung. Es wäre der erste Fall eines Wolfsrisses von Nutztieren nahe Bad Wilsnack.

Wohl keinen Anspruch auf Entschädigung

Angesichts der aktuellen Diskussion um den Wolf und der Frage, wie viele Wölfe die Region vertragen kann, bietet der Vorfall bei Bad Wisnack wieder Argumente für all jene, die sich gegen eine weitere Ausbreitung der Population aussprechen.

Erst am Donnerstag hatte die MAZ in ihrem Forum in Buchholz Experten und Betroffene zu diesem Thema befragt. Dabei war deutlich geworden, dass es noch keine fundierten Zahlen über die genauen Zahlen der Wölfe im Land Brandenburg gibt, um eine konkrete Antwort auf die drängendsten Fragen zu geben.

Michael Ryll hat wohl kaum Anspruch auf Entschädigung, beurteilt Revierförster Bodo Wichura aus Kehrberg die Situation. Er sei kein Landwirt und habe keinen Elektrozaun um das Gelände herum. Hobbytierhalter dürfen laut Christina Stettin, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands, nicht einmal einen Antrag auf Entschädigung stellen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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