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Prignitz Das Kirchenwunder von Döllen
Lokales Prignitz Das Kirchenwunder von Döllen
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00:17 26.05.2016
Jürgen von Freymann zeigt auf die besonderen Stellen an der Kirchenfassade, die erhalten bleiben müssen. Quelle: Sandra Bels
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Döllen

Die Sanierung der Döllener Kirche hat im April begonnen. „Dass sie stattfinden kann, ist ein Wunder, für das man dankbar sein muss“, sagt Jürgen von Freymann. Der Gemeindekirchenratsvorsitzende und Chef des Förderkreises für die Kirche ist ganz aktuell auch Bauherr und Ansprechpartner für die Firmen. Er entscheidet, was auf dem Bau geschieht, so lange es nicht über 500 000 Euro geht. Für die gesamte Sanierung sind 400 000 Euro geplant.

Sie wird jetzt nur möglich, weil die Stiftung Preußisches Kulturerbe 330 000 Euro für die Döllener Kirche gespendet hat. Nicht alles wird in die unmittelbare Kirchensanierung fließen. Es gibt auch drumherum viel zu tun. Von Freymann verwaltet das Geld und kennt die Wünsche. Bezahlt werden soll unter anderem die Befestigung der Auffahrt zur Kirche, derzeit ein Feldweg, zu Fuß und mobil schwer zu bewältigen. Wenn es dann noch nass ist, kommt man kaum noch durch.

Die marode Auffahrt zur Döllener Kirche kann dank Spendengeldern gleich mit befestigt werden. Quelle: Sandra Bels

Geld für die Sanierung geben aber auch das Land Brandenburg und die Landeskirche. Beteiligt an der Finanzierung sind ebenfalls die Stiftung Kiba (Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler), das brandenburgische Wissenschaftsministerium und der Landkreis Prignitz.

Zunächst steht aber die Kirchensanierung an. Im Innenraum sind alle empfindlichen Teile inklusive Altar und Orgel gut eingepackt worden. Der Turm ist längst eingerüstet. Gottesdienste sind derzeit nicht möglich. Sie finden in den Häusern von Familie Rau und von Freymann statt. Am Sonntag waren von Freymanns das erste Mal Gastgeber. Döllen gehört zum Pfarrsprengel Glöwen-Schönhagen. Pfarrer ist Hartmut Menn.

Der Förderkreis wurde im Jahr 2009 gegründet

Jürgen von Freymann sieht die begonnene Komplettsanierung als Geschenk an. Mitte des 19. Jahrhunderts habe es letztmals umfangreiche Arbeiten am Gotteshaus gegeben. Damals wurde die Apsis angebaut, weil die Kirche zu klein war. Anfang der 1960er Jahre wurde das Dach neu eingedeckt. Seit 2009 – damals wurde der Förderkreis für den Erhalt der Kirche gegründet – wird nun um die Sanierung gekämpft. Immer wieder wurde sie beantragt, immer abgelehnt und verschoben wegen der Finanzen. Der Förderkreis hat 28 Mitglieder. „Der größte Teil kommt aus dem Ort“, sagt von Freymann. Spenden sammeln sie unter anderem bei Veranstaltungen in der Kirche. Viele Benefizkonzerte für die Kirche hat der Förderkreis in den vergangenen Jahren so schon auf die Beine gestellt.

Wenn die Arbeiten gut vorankommen, dann könnte die Kirche zu Weihnachten wieder eröffnet werden. Von Freymann hofft, dass sich die Döllenerin Sigrid Rau dann noch einmal überreden lässt, ein Krippenspiel zu organisieren. Sie hat aus Altersgründen vor zwei Jahren damit aufgehört. Sei anlässlich der Einweihung aber nicht abgeneigt, so von Freymann.

Der Turm wird innen und außen saniert

Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Im ersten Bauabschnitt, der wegen der Höhe der Fördermittel parallel zum zweiten laufen kann, wird der Turm außen und innen saniert. Im Traufbereich des Turmes waren bereits alte Schieferplatten einer Rechteckdeckung gefunden worden. Deshalb soll das Dach auch wieder so gedeckt werden.

Der zweite Abschnitt umfasst die Sanierung des Kirchenschiffs und der Apsis. Fenster werden instand gesetzt. Was zu erhalten ist, soll bleiben. „Die Wände in der Kirche werden auf historische Reste überprüft“, erklärt von Freymann. Einige Stellen sind trockenzulegen.

Von Sandra Bels

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