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Das Leben der Nordmänner in Schilde

Erster Wikingermarkt am Pfingstwochenende Das Leben der Nordmänner in Schilde

Richtige Wikinger sind mutig und sie kämpfen mit voller Manneskraft, das haben die Besucher des ersten Wikingermarktes in Schilde mal freiwillig, mal unfreiwillig erfahren. Pfingsten stand ganz im Zeichen der längst vergangenen Lebensweise. Hunderte Gäste kamen, um dem Treiben aus Handel, Handwerk, Kampf und Musik zu folgen.

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So stark sind die Wikinger.

Quelle: MAZ

Schilde. Am Pfingstwochenende gab es auf dem Gelände des ehemaligen Schlossparks in Schilde (Gemeinde Bad Wilsnack-Weisen) erstmals einen Wikingermarkt. Mit Beispielen für Handel, Handwerk, Kampf und Musik brachten die Hobby- und Berufs-Nordmänner den Besuchern die längst vergangene Lebensweise näher.

Hunderte Gäste kamen, um sich das Treiben anzusehen. Vor gut 1000 Jahren zogen die Händler und Seefahrer, vom heutigen Nordeuropa ausgehend, in die Welt, folgten großen Flüssen, raubten und ließen sich nieder, wo es ihnen gefiel. Wo sie siedelten, integrierten sie sich schnell in der Bevölkerung, sodass sie im 10.Jahrhundert schließlich verschwanden. Die Wikinger-Darsteller nennen sich "Reenacter" und wollen die Zeit der Wikinger möglichst genau nachstellen. Dazu gehören ihre Kleidung, die Benutzung von Alltagsgegenständen und ihre Waffen. Letztere wurden während einer Kampfvorführung präsentiert.

Die Kinder haben jubelnd "gekämpft".

Quelle: MAZ

Die Geschichte wird alle fünf Jahre umgeschrieben

Kelle Huntschar aus Berlin stellte die Kämpfer und ihre Waffen vor. Die Waffen bestanden aus viel Holz und wenig Metall, denn die Verhüttung war damals schwierig und teuer. Das Schwert wurde als einzige Waffe entwickelt. Es ist das Zeichen der Führerschaft. Die Schleuder war eine der wichtigsten Waffen der Wikingerzeit. Kampfkleidungen sahen die Gäste vom einfachen Kampfkaftan bis zum Lamellenpanzer aus gehärtetem Schweineleder und Metall. Das Nachstellen historischer Kampfszenen, das Reenactment-Fechten, beruht auf historischen Funden. Wegen der Funde, die bei Ausgrabungen immer wieder zutage gefördert werden und der daraus gewonnenen neuen Erkenntnisse, muss die Geschichte etwa alle fünf Jahre umgeschrieben werden, erfuhren die Besucher. Am Schluss der Kampfvorführung stürmten viele Kinder aus dem Publikum die Schilderburg der Wikinger und brachten sie unter jubelndem Beifall zu Fall. Der Wikinger "Owen" war an seinem Zelt mit dem Flechten einer Kette beschäftigt. Aus einem Draht häkelte er Maschen um einen Holzstab. Durch ein kleineres Loch gezogen, wird die Kette flexibel. Diese Art der Schmuckherstellung nennt man Wikinger-Knot. "Knot steht für knüpfen", erfuhren die Zuschauer von ihm. Zusammen mit seinem Weib "Sianna", das Brettchenweben und Nadelbinden zeigte, ist er sei 2011 bei den Wikingern aktiv.

Die Wikinger-Mutprobe: Keine Angst vor der Axt!

Quelle: MAZ

Wikinger-Mutprobe mit Äxten

Bei einer Wikinger-Mutprobe galt es herauszufinden, wer mutig genug sei, um mit auf große Fahrt zu den Raubzügen kommen zu können. Dazu wurde der Proband, mal freiwillig und mal mit gewisser Überzeugungskraft, vor eine Bretterwand gebunden und mit Äxten beworfen, die seinen Körper nur knapp verfehlen sollten. Am Sonnabend wurde der Veranstalter selbst, André Berlin von der Kulturscheune Schilde, von einigen Wikingern "überzeugt", sich mit verbundenen Augen der Mutprobe zu unterziehen. Nach bestandener Mutprobe war man sich einig, dass er wenigstens für die Ruderbank geeignet sei. Weiter war der Gaukler Ferdinand Freudensprung zu sehen, es gab eine Gewandungsschau und mittelalterliche Musik von "Die Lautlosen". Mit einer Feuershow am Abend endeten die Vorführungen.

Von Jens Wegner

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