Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Das Los, der Mörder zu sein
Lokales Prignitz Das Los, der Mörder zu sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:49 31.01.2016
Doktor und Praktikantin begutachten Erikas Leiche. Quelle: Atzenroth
Anzeige
Pritzwalk

Erika ist das perfekte Mordopfer. Finden jedenfalls die Akteure auf der kleinen Bühne in der Pritzwalker Marktstraßengalerie, wohin sie am Freitagabend zur „Crime Time“ eingeladen haben. Das Quartett, bestehend aus den Schauspielerinnen Chady Seubert, Daniela Dörfel und Mandy John-Ziron sowie dem Mann für den musikalischen Spannungsbogen, Stephan Ziron, will einen Fall aufklären und überlässt dabei alles dem Zufall. Der Service ans Publikum: Gestorben wird nur auf der Bühne. Die Akteure vom Theater Vogelfrei aus Hasenwinkel und vom Improklub aus Lüchfeld bei Neuruppin morden und ermitteln. Per Publikumsentscheid schlüpft Chady Seubert in die Rolle der Erika – wie später auch in die der Kommissarin.

Dass Erika Erika heißt und was sie ansonsten so ausmacht, das hat das Publikum bestimmt. Nachname Gärtner (nach einem bei einer Besucherin besonders „beliebten“ Lehrer), Alter 40, Beruf Politikerin, zuständig für Landwirtschaft, ein Kind. Und das passende Politiker-Hobby: Filz, oder besser Filzen. Dann die drei, die zu Tatverdächtigen werden sollten: Erstens Erikas Tochter Bruni, die einen Putzfimmel hat, Facility-Managerin werden will und von Erika nicht ernst genommen wird – ihr einziger Freund ist Hugo, ihr Staubwedel. Zweitens Filz-Freundin Gabi, die wenigstens im Filzen mal besser sein will als Erika und froh wäre, wenn sie wie diese wenigstens einen Ex-Mann hätte, und sich nach Erikas Tod sofort an diesen heranschmeißt. Und schließlich Erikas Ex-Mann Gerhard selbst, dessen Kartoffeln auf dem Acker nicht wachsen, weil ihm Erika, die Landwirtschaftspolitikerin, einen Deal mit Monsanto verpatzt hat.

Dann ist wieder das Publikum an der Reihe. Schon vor Beginn der Vorstellung durfte jeder auf Zetteln eine mögliche Todesart für das Opfer aufschreiben. Nun wird gelost. „Da ist es an der Zeit für Erika zu sterben. So schnell kann das gehen“, sagt Stefan Ziron, so etwas wie der Zeremonienmeister des Abends. Brandstiftung brachte Erika um. Drei Gegenstände bleiben am Tatort zurück: ein Keramikbecher, eine bezeichnenderweise gefilzte Handytasche und ein Schlüsselbund mit Einkaufschip von der MAZ. Gerichtsmedizinerin Frau Kunst und ihre ewige Praktikantin Claudia haben Grund zum Feiern – sie untersuchen ihre 5000. Leiche. Nun tritt Heidrun in Erscheinung, Kriminalkommissarin aus Hildesheim, die aus unerfindlichen Gründen das Verbrechen in Pritzwalk lösen muss und als allererstes in der Bar des Pianisten Marvin landet und dort ihre Recherche beginnt. Marvin und Schnaps-Freundin Jutta geben die entscheidenden Tipps, während Heidrun versucht herauszufinden, was es mit Pritzwalk als Stadt so auf sich hat. Doch wer ist der Täter? Vor dem finalen Durchgang wird per Los entschieden. Gerhard war es. So ein Zufall, hätten wir uns fast gedacht.

Von Bernd Atzenroth

Prignitz Götz Schallenberg lädt zur Winterausstellung ein - „In Kuwalk fühlten wir uns frei“

Der Maler und Grafiker Götz Schallenberg macht wieder eine Winterausstellung: Am 6. Februar zeigt er auf dem Künstlerhof Kuwalk Reiseimpressionen aus Griechenland. „Samos und anderswo“ heißt der Titel. Nach wie vor verarbeitet der 71-Jährige aber auch seine Kritik an den Zuständen in der Welt in seinen Bildern.

31.01.2016
Polizei Prignitz: Polizeibericht vom 31. Januar - Karstädt: 44-Jähriger missbraucht Notruf

Ein 44-Jähriger aus der Gemeinde Karstädt gab zweimal Falschmeldungen per Notruf ab. Am Samstag meldete er um 9.40 Uhr der Polizei im Bereich Karstädt einen Verkehrsunfall mit vier beteiligten PKW zu melden. Da es Freitagabend gegen 21.20 Uhr eine ähnliche Meldung gab, wurde der Anschlussinhaber zu der verwendeten Rufnummer ermittelt. Nun liegt der Fall bei der Kripo.

31.01.2016
Polizei Polizeikontrolle in Wittenberge - Fahrer ohne Erlaubnis wandert ins Gefängnis

Ein 25-jähriger Elbestädter ist der Polizei am Sonnabend in Wittenberge zufällig ins Netz gegangen. Er hatte versucht, mit dem Krad ohne Kennzeichen vor der Polizeikontrolle zu fliehen. Nun sitzt er im Gefängnis – und wird einige Monate einsitzen.

31.01.2016
Anzeige