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Das ganze Dorf im Festzelt

Vehlin Das ganze Dorf im Festzelt

Der Auftritt der Vehliner Laienspieler war auch beim diesjährigen Dorffest am Sonnabend wieder der klare Höhepunkt des Programmes. Die kleine Truppe ging aus der Frauensportgruppe des Dorfes hervor und hat inzwischen ihre Fans über den Ort hinaus.

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Im Festzelt war es gerammelt voll, aber mucksmäuschenstill. Alle folgten gespannt dem Geschehen auf der Bühne.

Quelle: Alexander Beckmann

Vehlin. Die Vehliner Häuser müssen am Sonnabendnachmittag wie leer gefegt gewesen sein. An die 100 Menschen drängten sich im Festzelt zwischen Kirche und Gemeindezentrum. Dabei hat das Dorf nur 60 oder 70 Einwohner.

Anlass war das Dorffest, bei dem die Vehliner Laienspieler mit einem neuen Stück aufwarteten – wie seit fast 15 Jahren regelmäßig. Kuchenbüffet und Grill verwaisten in dieser Zeit ebenso wie die Kegelbahn. Gespräche unter Nachbarn und Bekannten verstummten, als die ersten Takte der Musik erklangen und die Theateramateure ihre Stimmen zum Auftakt ihres Stückes „Omas Kaffeekränzchen“ erhoben. Das Singen gehört für sie zum Theater einfach dazu.

„Wir machen das immer zum Dorffest“, erzählt Anne Graf, die von Anfang an dabei war. „Oder zu Weihnachten. Aber dann kommen noch andere aus den Nachbardörfern dazu.“

Oft besteht das Programm aus kurzen Sketchen

Lustig muss es sein. Das ist Bedingung. Oft besteht das Programm aus kurzen Sketchen und bekannten Liedern, zu denen sich die Vehliner eigene Texte ausgedacht haben. „Aber wir hatten auch immer mal ein zusammenhängendes Stück dabei“, sagt Anne Graf.

So wie am Sonnabend. Die ulkige Damenrunde vor der selbstgebauten Kulisse amüsierte das Publikum prächtig. „Wir haben uns da an was vorhandenes angelehnt.“

Mehrere singen auch im Gospelchor des Pfarrsprengels

Drei Monate probten die vier Frauen und drei Männer für ihren Auftritt. Mehr ist auch kaum drin. „Die meisten von uns singen auch noch im Gospelchor des Pfarrsprengels“, erklärt Anne Graf. Dann sind da noch der Ortsbeirat und die „Vehliner Sportskanonen“. „Das überschneidet sich ja mit den Mitgliedern. Das ist eben so, wenn nicht mehr viele Leute im Dorf wohnen. Aber irgendwie geht’s weiter. Früher haben wir auch mal ein Vorprogramm mit den Kindern gemacht. Aber die sind inzwischen groß.“

Die um die Jahrtausendwende gegründeten „Sportskanonen“ sind übrigens so etwas wie der Kern des Vehliner Dorflebens. Im Mai organisierte die Truppe sogar für alle Einwohner eine Fahrt nach Schwerin. Und die nächsten Pläne sind schon am Köcheln.

Von Alexander Beckmann

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