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Der Ministerpräsident hat Wort gehalten

Breese (Prignitz) Der Ministerpräsident hat Wort gehalten

Ministerpräsident Dietmar Woidke traf am Dienstag in Breese auf einen glücklichen Bürgermeister. Werner Steiner hatte den Landesvater im Jahr 2013 in die Pflicht genommen, als einige Höfe im Dorf vor den Elbefluten nicht zu retten waren. Am Dienstag nun wurde der vierte Bauabschnitt beim Projekt Deichsicherung übergeben.

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Bürgermeister Werner Steiner (M.) im Gespräch mit Dietmar Woidke (2. v. l.) bei Deichübergabe in Breese.

Quelle: Frank Stubenrauch

Breese. Weihnachten kann kommen – und das nächste Hochwasser eventuell auch. Breese wäre für den Fall der Fälle geschützt. Bürgermeister Werner Steiner war am Dienstag bei der Übergabe des Bauloses 4 des Deichneubaus entlang der Stepenitz des 1500 Einwohner zählenden Dorfes überglücklich ob des „Weihnachtsgeschenkes“. Beim Rekordhochwasser 2013 mussten die freiwilligen Helfer zusammen mit dem Katastrophenstab des Landkreises noch schweren Herzens insgesamt zwölf Höfe und Familien dem Hochwasser aus dem Rückstau der Elbe überlassen. Sie waren nicht zu schützen. Das sollte nie wieder passieren und die Breeser nahmen die Politik und ganz persönlich Dietmar Woidke in die Pflicht. Und er hielt Wort.

„Ich bedanke mich im Namen aller Breeser Einwohner bei Ihnen“, sagte Steiner an einem der neuralgischen Punkte in Höhe des Weisener Weges. Steiner sieht dem nächsten Hochwasser nun entspannt entgegen, denn bis zum Baubeginn des noch ausstehenden Bauloses 3b, der Anhebung der Kreisstraße, könne dieser Abschnitt übergangsweise immer sicher verteidigt werden.

Mehr Sicherheit und Lebensqualität für die Breeser

Ministerpräsident Dietmar Woidke dankte den beteiligten Planungs- und Baufirmen sowie den Anwohnern für ihre Geduld: „Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Die Bürger gewinnen damit täglich ein Stück mehr Sicherheit. Sie haben engagiert dafür gekämpft und ich bin froh, dass wir diese wichtigen Schritte zur Sicherung ihrer Lebensqualität nun gehen können. Mit jedem Meter Deich geben wir den Anwohnern Geborgenheit in ihrer Heimat zurück.“

Landrat Torsten Uhe lobte insbesondere die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landesamt für Umwelt und dem Landkreis Prignitz bei der Umsetzung der Breeser Deichprojekte. Den Dank an das Land verband er mit der Hoffnung, dass die Landesregierung nach der Absage an die Kreisgebietsreform ebenso zu ihrem Wort stehe, nämlich den ländlichen Raum stärker in den Fokus ihrer Daseinsfürsorge zu rücken als bisher. Dazu gehört vor allem auch die von Unternehmen geforderte Forcierung der Fertigstellung der A 14 auf Brandenburger Seite zur noch besseren Anbindung der Prignitz über die Straße.

2020 sollen die Hochwasserschutzarbeiten abgeschlossen sein

Der jetzt fertiggestellte 850 Meter lange Abschnitt des Bauloses 4 verläuft vom Abzweig der Kreisstraße 7031 nach Nordosten – parallel zur Stepenitz. Der Deich ist auf ein hundertjährliches Hochwasserereignis der Elbe bemessen und teilweise öffentlich befahrbar. Baustart für Los 4 war im September 2016. Die Fertigstellung der insgesamt 4,5 Kilometer langen Hochwasserschutzanlagen für Breese ist für 2020 geplant. Insgesamt belaufen sich die Baukosten für die Deichanlagen bei Breese auf etwa 7,3 Millionen Euro. Die Arbeiten werden vom Landesamt für Umwelt beauftragt und mit EU-, Bundes- und Landesmitteln finanziert.

Von MAZonline

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